Final Fantasy in Redmond:
Microsoft erwog Kauf von Square Enix

Microsoft hatte im Ringen um die Vorherrschaft im Spiele-Markt eine Reihe von hochrangigen Übernahmezielen in Betracht gezogen. Wie jetzt bekannt wurde, gehörte dazu auch der japanische Spieleanbieter Square Enix, der hinter der Final-Fantasy-Reihe steht. Im Zuge der Verhandlungen im Rechtsstreit zwischen der US Federal Trade Commission (FTC) und Microsoft um die Blockade der Übernahme des Spielekonzerns Activision Blizzard kommen immer wieder brisante Details aus der Spielebranche ans Tageslicht. Erst vor Kurzem wurde so bekannt, dass Microsoft mit dem Gedanken spielte, die Spieleanbieter Sega und Bungie aufzukaufen.

Wachstumspotenzial in Asien und andere Faktoren im Blick

Jetzt können wir die Liste um einen weiteren Übernahmekandidaten laut The Verge erweitern, denn laut internen Dokumenten, die im Zuge der Verhandlungen um die Klage der FTC gegen die Activision-Übernahme veröffentlicht wurden, wollte Microsoft auch den japanischen Spielekonzern Square Enix übernehmen. In Redmond wurden dazu diverse Vorteile eines solchen Vorhabens diskutiert.


Unter anderem hätte Microsoft mit dem Zukauf von Square Enix seine Präsenz im asiatischen Markt auf einen Schlag erheblich verbessern können, wo das Unternehmen bisher mit der Xbox und seinen anderen Produkten nur eine untergeordnete Rolle spielt. Allerdings würde mit der Übernahme die Auswahl der über den Xbox Game Pass verfügbaren Titel erheblich wachsen, auch weil Square Enix ein umfangreiches Portfolio von älteren Titeln besitzt.

Ein weiterer Faktor, der nach Meinung von Microsoft für den Kauf von Square Enix sprach, war angeblich auch, dass man mit der Übernahme attraktive Spiele für künftige Game-Pass-Angebote erhalten hätte, die exklusiv auf mobilen Plattformen zur Verfügung gestanden hätten. Das brisante Detail daran ist aber, dass Microsoft bisher noch keine Variante des Game-Pass-Dienstes für Smartphones oder andere mobile Endgeräte anbietet.

Offenbar hatten die Redmonder also durchaus breiter angelegte Pläne. Durch die Zusammenlegung des Spielangebots von Square Enix für mobile Plattformen mit entsprechenden eigenen Produkten ließe sich unter Umständen eine mobile Variante des Game Pass realisieren, heißt es in einem der vor Gericht präsentierten Dokumente. Allein der Name Square Enix würde bereits "bedeutenden Wert für einen Abonnement-Dienst haben", hieß es darin weiter.

Zusammenfassung
  • Microsoft wollte Square Enix übernehmen, um Präsenz zu verbessern.
  • Erhöhung der Titelauswahl, exklusive Spiele für mobile Plattformen.
  • Microsoft hatte Pläne für mobile Variante des Game Pass.

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