LED-Laternen an den Straßen:
Weniger Strom - und weniger Sterne
Kommunen sparen durch die Umstellung ihrer Straßenlaternen auf LEDs erhebliche Mengen an Strom und können ihren Haushalt so oft deutlich entlasten. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass dieser Wandel ganz neue Probleme mit sich bringt.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Nachthimmel in den letzten zehn Jahren jedes Jahr um fast 10 Prozent heller geworden ist, weil künstliche Lichter, vor allem LEDs, zu viel Blendlicht ausstrahlen. Straßenlaternen sind hier allerdings nur ein Teil des Problems. Hinzu kommen Lichtquellen wie beleuchtete Werbetafeln und Stadionbeleuchtungen. Weil der Stromverbrauch der neuen LED-Lampen außerordentlich gering ist, werden auch immer mehr Privatgrundstücke und Häuser durchgehend beleuchtet.
"Es ist eine Form der Umweltverschmutzung", erklärte Jim White, leitender Ingenieur für Energieeffizienz beim Chelan County Public Utility District, gegenüber der Washington Post. Das Licht ist nicht nur ein Problem, weil man so noch weniger vom Sternenhimmel sieht als es in urbanen Räumen ohnehin schon der Fall ist. Die schlechtere Lichtzusammensetzung stört auch den menschlichen Schlafrhythmus und die Lebensweise vieler Tiere. Allerdings gebe es durchaus Lösungen für den überwiegenden Teil des Problems.
Dass die Umstellung grundlegend sinnvoll ist, zeigt sich an den möglichen Energieeinsparungen. Ein County im US-Bundesstaat Washington konnte seinen Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung beispielsweise um fast 2,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr reduzieren. Wie in verschiedenen anderen Bereichen zeigt sich aber, dass ein einfacher Austausch der Verbraucher nicht ganz unproblematisch ist und gut geplant werden muss.
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"Es ist eine Form der Umweltverschmutzung", erklärte Jim White, leitender Ingenieur für Energieeffizienz beim Chelan County Public Utility District, gegenüber der Washington Post. Das Licht ist nicht nur ein Problem, weil man so noch weniger vom Sternenhimmel sieht als es in urbanen Räumen ohnehin schon der Fall ist. Die schlechtere Lichtzusammensetzung stört auch den menschlichen Schlafrhythmus und die Lebensweise vieler Tiere. Allerdings gebe es durchaus Lösungen für den überwiegenden Teil des Problems.
Schöner leuchten
Inzwischen arbeiten viele kommunale Betreiber daran, eher auf LEDs mit weniger problematischen Farbspektren zu setzen. Statt des kalten Weiß mit seinem hohen Blau-Anteil, geht man weiter zu Warmweiß-Lampen, die einen hohen Gelb-Rot-Anteil haben. Auch bei Formgebung der Laternenmodelle und der Leuchtkraft wird versucht, die Lichtverschmutzung ein Stück weit einzudämmen.Dass die Umstellung grundlegend sinnvoll ist, zeigt sich an den möglichen Energieeinsparungen. Ein County im US-Bundesstaat Washington konnte seinen Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung beispielsweise um fast 2,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr reduzieren. Wie in verschiedenen anderen Bereichen zeigt sich aber, dass ein einfacher Austausch der Verbraucher nicht ganz unproblematisch ist und gut geplant werden muss.
Zusammenfassung
- Kommunen sparen durch LED-Umstellung erheblich Strom und entlasten Haushalt.
- Untersuchungen: Neue Probleme durch zu viel Blendlicht.
- Lichtquellen: Straßenlaternen, Werbetafeln, Stadionbeleuchtungen.
- Privatgrundstücke und Häuser durchgehend beleuchtet.
- Nachthimmel heller geworden, weil zu viel Blendlicht ausgestrahlt.
- Lösungen: LEDs mit weniger problematischen Farbspektren.
- Energieeinsparungen, aber Austausch nicht unproblematisch.
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