1 Mio. nits, langes Leben:
Neue Perowskit-LED hat glänzende Zukunft
Sind Perowskit-Displays bald die besseren OLEDs? Ein chinesisches Forschungsteam meldet spektakuläre Fortschritte bei Helligkeit, Effizienz und Lebensdauer - und macht damit Hoffnung auf ganz neue und vor allem günstige Bildschirmtechnologien.
Im Zentrum des Fortschritts steht eine neue Methode zur Kristallbildung: Die Forschenden erzeugen stabile Kristalle aus rein anorganischem Perowskit. Dafür wurden dem Material gezielt hypophosphorige Säure - ein mildes Reduktionsmittel - und Ammoniumchlorid, ein salzartiger Hilfsstoff, zugesetzt. Beide beeinflussen das Wachstum der Kristalle auf kontrollierte Weise. Ein anschließender Temperprozess bei hoher Temperatur sorgt dafür, dass die Kristalle weniger Fehler enthalten und widerstandsfähiger werden. Das senkt die unerwünschte Bewegung von Ionen im Material und reduziert Energieverluste durch sogenannte nicht strahlende Rekombinationen - also Prozesse, bei denen Energie verpufft, ohne Licht zu erzeugen.
Dürfen wir also bald mit neuen Perowskit-Monitoren rechnen? Noch ist offen, wann erste Produkte auf den Markt kommen. Klar ist jedoch: Das Material, das bislang vor allem in der Solarzellenforschung im Fokus stand, entwickelt sich nun auch zu einem vielversprechenden Kandidaten für moderne Displays. Dank ihrer Rekordhelligkeit, verbesserten Energieausnutzung und langer Betriebsdauer könnten PeLEDs künftig in HDR-Bildschirmen, Außenwerbung oder spezialisierten Industrieanwendungen zum Einsatz kommen.
Siehe auch:
Forschungsteam entwickelt ultrahelle LEDs mit Rekordwerten
Typische Consumer-OLEDs oder LCDs erreichen meist 500-1000 Nits - ein Maß dafür, wie viel Licht eine Oberfläche abstrahlt. 2.000-4.000 Nits werden in Geräten wie High-End Mini-LED-Fernsehern oder Outdoor-Anzeigen erreicht. Forschende der Universität für Wissenschaft und Technik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben nun jedoch Perowskit-basierte LEDs (PeLEDs) entwickelt, die mit über 1.160.000 Nits rund das Hundertfache leisten und dabei deutlich robuster sind als frühere Varianten aus diesem Material.Im Zentrum des Fortschritts steht eine neue Methode zur Kristallbildung: Die Forschenden erzeugen stabile Kristalle aus rein anorganischem Perowskit. Dafür wurden dem Material gezielt hypophosphorige Säure - ein mildes Reduktionsmittel - und Ammoniumchlorid, ein salzartiger Hilfsstoff, zugesetzt. Beide beeinflussen das Wachstum der Kristalle auf kontrollierte Weise. Ein anschließender Temperprozess bei hoher Temperatur sorgt dafür, dass die Kristalle weniger Fehler enthalten und widerstandsfähiger werden. Das senkt die unerwünschte Bewegung von Ionen im Material und reduziert Energieverluste durch sogenannte nicht strahlende Rekombinationen - also Prozesse, bei denen Energie verpufft, ohne Licht zu erzeugen.
Unsere Arbeit ist ein neuer Ansatz für die Entwicklung effizienter, heller und stabiler PeLEDs für reale Anwendungen.Neben der extremen Helligkeit erzielen die Forschenden mit ihrer Methode noch weitere Durchbrüche: das vollständig anorganische Perowskit-Material hatte bisher oft mit geringerer Stabilität zu kämpfen. Ganz anders die neuen PeLEDs. Bei Helligkeit von 100 Nits, liegt die theoretische Lebensdauer bei über 180.000 Stunden - das entspricht rund 20 Jahren Dauerbetrieb. Auch die Lichtausbeute, also der Anteil der elektrischen Energie, der tatsächlich in sichtbares Licht umgewandelt wird, erreicht mit über 22 Prozent einen neuen Bestwert für PeLEDs. Damit liegt sie erstmals auf dem Niveau moderner Displaytechnologien und rückt eine kommerzielle Nutzung in greifbare Nähe.
Hell, langlebig, günstig
Das Team um Xiao Zhengguo hat die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht (DOI: 10.1038/s41586-025-09137-1). Die vorgestellte Technik bringt PeLEDs in Reichweite aktueller High-End-Technologien wie OLED und Mini-LED - mit dem zusätzlichen Potenzial deutlich geringerer Herstellungskosten, da Perowskitmaterialien vergleichsweise einfach zu verarbeiten sind.Dürfen wir also bald mit neuen Perowskit-Monitoren rechnen? Noch ist offen, wann erste Produkte auf den Markt kommen. Klar ist jedoch: Das Material, das bislang vor allem in der Solarzellenforschung im Fokus stand, entwickelt sich nun auch zu einem vielversprechenden Kandidaten für moderne Displays. Dank ihrer Rekordhelligkeit, verbesserten Energieausnutzung und langer Betriebsdauer könnten PeLEDs künftig in HDR-Bildschirmen, Außenwerbung oder spezialisierten Industrieanwendungen zum Einsatz kommen.
Was sind LED-Lampen?
LEDs (Leuchtdioden) sind Halbleiter-Bauelemente, die elektrische Energie direkt in Licht umwandeln. Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen erzeugen sie kaum Wärme und verbrauchen deutlich weniger Strom.
Moderne LEDs gibt es in verschiedenen Farben und Helligkeitsstufen, von einfachen Signalleuchten bis hin zu leistungsstarken Beleuchtungssystemen. Ihre lange Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden macht sie zu einer nachhaltigen Alternative zu herkömmlichen Leuchtmitteln.
Moderne LEDs gibt es in verschiedenen Farben und Helligkeitsstufen, von einfachen Signalleuchten bis hin zu leistungsstarken Beleuchtungssystemen. Ihre lange Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden macht sie zu einer nachhaltigen Alternative zu herkömmlichen Leuchtmitteln.
Wie energieeffizient sind LEDs?
LEDs überzeugen durch ihre herausragende Energieeffizienz und wandeln bis zu 50 Prozent der elektrischen Energie in Licht um. Zum Vergleich: Glühlampen erreichen nur etwa 5 Prozent, der Rest geht als Wärme verloren.
Diese Effizienz führt zu erheblichen Stromersparnissen. Eine 10-Watt-LED erzeugt die gleiche Helligkeit wie eine 60-Watt-Glühbirne, verbraucht dabei aber nur etwa ein Sechstel der Energie. Bei täglicher Nutzung können so jährlich bis zu 80 Prozent der Beleuchtungskosten eingespart werden.
Diese Effizienz führt zu erheblichen Stromersparnissen. Eine 10-Watt-LED erzeugt die gleiche Helligkeit wie eine 60-Watt-Glühbirne, verbraucht dabei aber nur etwa ein Sechstel der Energie. Bei täglicher Nutzung können so jährlich bis zu 80 Prozent der Beleuchtungskosten eingespart werden.
Wie lange halten LEDs?
Die Lebensdauer von LEDs übertrifft herkömmliche Leuchtmittel um ein Vielfaches. Qualitativ hochwertige LED-Lampen können zwischen 25.000 und 50.000 Betriebsstunden erreichen - das entspricht bei durchschnittlicher Nutzung einer Lebensdauer von etwa 15 bis 25 Jahren.
Im Gegensatz zu Glühlampen brennen LEDs nicht plötzlich durch, sondern verlieren über die Zeit langsam an Helligkeit. Als Ende der Lebensdauer gilt meist der Zeitpunkt, an dem die Helligkeit auf 70 Prozent des ursprünglichen Werts gesunken ist.
Im Gegensatz zu Glühlampen brennen LEDs nicht plötzlich durch, sondern verlieren über die Zeit langsam an Helligkeit. Als Ende der Lebensdauer gilt meist der Zeitpunkt, an dem die Helligkeit auf 70 Prozent des ursprünglichen Werts gesunken ist.
Welche LED-Typen gibt es?
Die LED-Familie umfasst verschiedene Varianten für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Standard-LEDs dienen als Statusanzeigen in Elektronik, während Hochleistungs-LEDs für Beleuchtungszwecke optimiert sind. SMD-LEDs (Surface Mounted Device) eignen sich für flache Bauformen.
OLED (Organische LED) und QLED (Quantum-Dot-LED) repräsentieren moderne Displaytechnologien mit brillanten Farben und hohem Kontrast. Micro-LEDs gelten als Zukunftstechnologie mit noch höherer Effizienz und Bildqualität für Fernseher und Smartphones.
OLED (Organische LED) und QLED (Quantum-Dot-LED) repräsentieren moderne Displaytechnologien mit brillanten Farben und hohem Kontrast. Micro-LEDs gelten als Zukunftstechnologie mit noch höherer Effizienz und Bildqualität für Fernseher und Smartphones.
Sind LEDs umweltfreundlich?
LEDs gelten als umweltfreundliche Beleuchtungsoption, da sie im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln erheblich weniger Energie verbrauchen und dadurch den CO₂-Ausstoß reduzieren. Ihre lange Lebensdauer verringert zudem den Ressourcenverbrauch und Elektroschrott.
Im Gegensatz zu Energiesparlampen enthalten LEDs kein Quecksilber, was die Entsorgung vereinfacht und Umweltrisiken minimiert. Dennoch sollten ausgediente LED-Lampen als Elektroschrott fachgerecht entsorgt werden, da sie Elektronikkomponenten und in geringen Mengen auch andere Materialien enthalten können.
Im Gegensatz zu Energiesparlampen enthalten LEDs kein Quecksilber, was die Entsorgung vereinfacht und Umweltrisiken minimiert. Dennoch sollten ausgediente LED-Lampen als Elektroschrott fachgerecht entsorgt werden, da sie Elektronikkomponenten und in geringen Mengen auch andere Materialien enthalten können.
Lichtfarben: Kelvin verstehen
Die Lichtfarbe von LEDs wird in Kelvin (K) gemessen und bestimmt die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich. Warmweiß (2700-3300K) erzeugt eine gemütliche, der Glühlampe ähnliche Atmosphäre und eignet sich ideal für Wohnräume wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer.
Neutralweiß (3300-5300K) bietet sachliches, klares Licht für Arbeitsbereiche wie Küchen oder Büros. Tageslichtweiß (über 5300K) wirkt kühl und aktivierend, ähnlich dem Mittagslicht, und unterstützt die Konzentration in Arbeitsbereichen oder wird für spezielle Anwendungen wie Pflanzenbeleuchtung eingesetzt.
Neutralweiß (3300-5300K) bietet sachliches, klares Licht für Arbeitsbereiche wie Küchen oder Büros. Tageslichtweiß (über 5300K) wirkt kühl und aktivierend, ähnlich dem Mittagslicht, und unterstützt die Konzentration in Arbeitsbereichen oder wird für spezielle Anwendungen wie Pflanzenbeleuchtung eingesetzt.
Wie funktioniert eine LED?
Eine LED (Leuchtdiode) basiert auf einem Halbleiterchip mit einem p-n-Übergang. Wenn Strom durch diesen Übergang fließt, werden Elektronen und "Löcher" rekombiniert, wobei Energie in Form von Licht (Photonen) freigesetzt wird. Dieser Prozess heißt Elektrolumineszenz.
Die Farbe des emittierten Lichts hängt vom verwendeten Halbleitermaterial ab. Galliumarsenid erzeugt etwa rotes Licht, während Galliumnitrid für blaues und grünes Licht verwendet wird. Weißes LED-Licht entsteht meist durch blaue LEDs mit einer gelben Phosphorschicht, die einen Teil des blauen Lichts in gelbes umwandelt.
Die Farbe des emittierten Lichts hängt vom verwendeten Halbleitermaterial ab. Galliumarsenid erzeugt etwa rotes Licht, während Galliumnitrid für blaues und grünes Licht verwendet wird. Weißes LED-Licht entsteht meist durch blaue LEDs mit einer gelben Phosphorschicht, die einen Teil des blauen Lichts in gelbes umwandelt.
LED vs. andere Leuchtmittel?
Im Vergleich zu Glühlampen verbrauchen LEDs bis zu 90 Prozent weniger Energie und halten etwa 25-mal länger. Anders als Energiesparlampen enthalten sie kein Quecksilber und erreichen sofort ihre volle Helligkeit, ohne Aufwärmzeit.
Gegenüber Halogenlampen bieten LEDs eine fünffach längere Lebensdauer bei deutlich geringerem Stromverbrauch. Während Leuchtstoffröhren ähnlich energieeffizient sind, überzeugen LEDs durch robustere Bauweise, längere Haltbarkeit und die Unempfindlichkeit gegen häufiges Ein- und Ausschalten.
Gegenüber Halogenlampen bieten LEDs eine fünffach längere Lebensdauer bei deutlich geringerem Stromverbrauch. Während Leuchtstoffröhren ähnlich energieeffizient sind, überzeugen LEDs durch robustere Bauweise, längere Haltbarkeit und die Unempfindlichkeit gegen häufiges Ein- und Ausschalten.
Zusammenfassung
- Neue Perowskit-LEDs erreichen über 1,16 Millionen Nits bei verbesserter Haltbarkeit
- Chinesisches Forschungsteam entwickelten eine innovative Methode zur stabileren Kristallbildung
- Kristallherstellung erfolgt durch hypophosphorige Säure und Ammoniumchlorid
- Theoretische Lebensdauer von über 180.000 Stunden bei 100 Nits Helligkeit
- Lichtausbeute erreicht erstmals das Niveau moderner Displaytechnologien
- Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature am 12. Juni 2025 veröffentlicht
- PeLEDs könnten in HDR-Bildschirmen und Außenwerbung Anwendung finden
Siehe auch:
- Diamant-Dot: OLED-Fernseher-Trick bringt Hoffnung für Zellforschung
- Pixel in Viren-Größe: Kleinstes LED-Display der Welt entwickelt
- LED-Laternen an den Straßen: Weniger Strom - und weniger Sterne
- Weg zu günstigen Displays: Weltweit erstes 3D-gedrucktes OLED-Panel
- Holz-Fußboden erzeugt beim Drüberlaufen Strom für LED-Lampen
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen