Problem der Lichtverschmutzung wird durch LEDs deutlich verschärft
Für viele Menschen in Städten ist ein klarer Sternenhimmel längst zur Ausnahme geworden. Und trotz diverser Maßnahmen, die sogenannte Lichtverschmutzung einzudämmen, steigt diese immer weiter an - verschärft wird dies durch den Einsatz von LEDs.
Die Einführung von LED-Beleuchtung hat die Lage in den vergangenen Jahren noch verschärft, berichtet das Magazin IEEE Spectrum. Zwar sind LEDs energieeffizient, doch ihre grelleren, oft blau-weißen Lichtstrahlen erhellen den Himmel noch stärker als alle bisher eingesetzten Leuchtmittel. LEDs sind zudem billig und leicht mit Strom zu versorgen, wodurch sie in immer größerem Umfang eingesetzt werden. Studien zufolge nimmt die Lichtverschmutzung so weltweit um rund zehn Prozent pro Jahr zu, das bedeutet eine Verdoppelung alle acht Jahre.
Noch gibt es Regionen, in denen man die Milchstraße in voller Pracht sehen kann: etwa im australischen Outback oder in den Anden Chiles. Dort engagieren sich Astronomen und Umweltschützer seit Jahrzehnten für den Schutz des Nachthimmels. Denn selbst große Sternwarten in diesen abgelegenen Regionen fürchten mittlerweile um ihre Beobachtungsbedingungen.
Doch nicht nur Straßenlaternen und Minenlichter bedrohen die Dunkelheit. Auch die wachsende Zahl von Satelliten verändert das Himmelsbild drastisch. Während in der Kindheit heutiger Erwachsener nur einige Hundert Objekte am Himmel kreisten, sind es inzwischen rund 12.000. In den kommenden zehn Jahren könnten es mehr als 100.000 werden. Für Beobachter am Boden bedeutet das: Der Blick auf die Sterne wird zunehmend von wandernden Lichtpunkten gestört.
Dabei ist die immer heller werdende Nacht nicht nur für Menschen ein Problem. Auch die Natur leidet massiv. Denn der Nachtrhythmus vieler Tiere wird gestört. Nachtaktive Geschöpfe sind für Predatoren leichter auszumachen und die instinktive Navigation mithilfe der Sterne und des Mondes wird schwieriger, wenn statt diesen nur noch helle Lampen im Sichtfeld leuchten.
Siehe auch:
Kaum jemand kennt noch Dunkelheit
Künstliches Licht, das in die Atmosphäre entweicht, überstrahlt den nächtlichen Himmel - ein Phänomen, das Forscher als Lichtverschmutzung bezeichnen. Dabei gibt es sogar eine Skala, die dieses Maß an Helligkeit erfasst: die sogenannte Bortle-Skala. Sie reicht von Stufe 1, einer vollkommen dunklen Umgebung, bis Stufe 9, wie man sie in Großstädten erlebt. Die meisten Menschen verbringen ihr Leben in Regionen ab Stufe 5 aufwärts, echte Dunkelheit kennen sie kaum. In Ballungsräumen liegen die Werte häufig bei 7 bis 9. Viele halten dieses künstliche Dunkel bereits für normal.Die Einführung von LED-Beleuchtung hat die Lage in den vergangenen Jahren noch verschärft, berichtet das Magazin IEEE Spectrum. Zwar sind LEDs energieeffizient, doch ihre grelleren, oft blau-weißen Lichtstrahlen erhellen den Himmel noch stärker als alle bisher eingesetzten Leuchtmittel. LEDs sind zudem billig und leicht mit Strom zu versorgen, wodurch sie in immer größerem Umfang eingesetzt werden. Studien zufolge nimmt die Lichtverschmutzung so weltweit um rund zehn Prozent pro Jahr zu, das bedeutet eine Verdoppelung alle acht Jahre.
Noch gibt es Regionen, in denen man die Milchstraße in voller Pracht sehen kann: etwa im australischen Outback oder in den Anden Chiles. Dort engagieren sich Astronomen und Umweltschützer seit Jahrzehnten für den Schutz des Nachthimmels. Denn selbst große Sternwarten in diesen abgelegenen Regionen fürchten mittlerweile um ihre Beobachtungsbedingungen.
Doch nicht nur Straßenlaternen und Minenlichter bedrohen die Dunkelheit. Auch die wachsende Zahl von Satelliten verändert das Himmelsbild drastisch. Während in der Kindheit heutiger Erwachsener nur einige Hundert Objekte am Himmel kreisten, sind es inzwischen rund 12.000. In den kommenden zehn Jahren könnten es mehr als 100.000 werden. Für Beobachter am Boden bedeutet das: Der Blick auf die Sterne wird zunehmend von wandernden Lichtpunkten gestört.
Problem für die Natur
Lichtverschmutzung ist schwer zu fassen, weil ihre Folgen oft nicht unmittelbar sichtbar sind. Doch Astronomen warnen: Mit jedem künstlichen Licht geht ein Stück Menschheitskultur verloren. Der Blick in einen unberührten Sternenhimmel vermittelt nicht nur wissenschaftliche Erkenntnis, sondern auch ein Gefühl von Verbundenheit mit dem Universum. Was einst selbstverständlich war, könnte schon bald zu einer seltenen Erfahrung werden.Dabei ist die immer heller werdende Nacht nicht nur für Menschen ein Problem. Auch die Natur leidet massiv. Denn der Nachtrhythmus vieler Tiere wird gestört. Nachtaktive Geschöpfe sind für Predatoren leichter auszumachen und die instinktive Navigation mithilfe der Sterne und des Mondes wird schwieriger, wenn statt diesen nur noch helle Lampen im Sichtfeld leuchten.
Zusammenfassung
- Künstliches Licht überstrahlt den Nachthimmel zunehmend stärker
- LED-Beleuchtung verschärft die Lichtverschmutzung durch blau-weißes Licht
- Weltweite Zunahme der Lichtverschmutzung um etwa zehn Prozent pro Jahr
- Wachsende Satellitenzahl von aktuell 12000 auf bald über 100000 Objekte
- Der unberührte Sternenhimmel wird zur seltenen kulturellen Erfahrung
- Hellere Nächte stören den natürlichen Rhythmus und die Navigation von Tieren
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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