Robotaxis: Feuerwehr listet kuriose Fälle von Behinderung im Einsatz

Die sogenannten Robotaxis von Firmen wie der Google-Tochter Waymo sorgen in San Francisco für immer mehr Probleme, weshalb die dortige Feuerwehr jetzt erneut Alarm schlägt. Sie beklagt, dass die autonom fahrenden Taxis die Brandbekämpfung und Rettungseinsätze massiv behindern.
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Wie die Los Angeles Times berichtet, hält die Feuerwehrchefin von San Francisco die Robotaxis noch nicht für ausgereift. Startups wie Waymo und Cruise bieten mit den autonom fahrenden Autos seit einiger Zeit Taxi-Dienste an und wollen ihr Angebot jetzt schnell auf die ganze Stadt ausdehnen, ohne dabei Grenzen bei der Anzahl der Wagen, Einschränkungen wegen des Wetters oder der Tageszeit in Kauf nehmen zu wollen. Die Behörden scheinen dem zuzustimmen.


Die Feuerwehrchefin betonte, dass man nicht grundsätzlich gegen die Technologie sei, da sie für bestimmte Gruppen der Bevölkerung einen großen Nutzen bieten kann. Allerdings gibt es diverse Fälle, in denen die Fahrzeuge die Brandbekämpfung oder andere Notfalleinsätze massiv behindert haben. Laut der Feuerwehr von San Francisco sind mindestens 39 Fälle bekannt, in denen die autonom fahrenden Taxis für massive Probleme sorgten.

Folgende Fälle wurden als Beispiele angeführt:

  • Durch gelbes Notfallband fahren und Warnschilder ignorieren, um eine Straße zu befahren, die mit sturmgeschädigten elektrischen Leitungen übersät ist, dann an Notfallfahrzeugen vorbeifahren, wobei einige dieser Leitungen um Dach-Lidar-Sensoren gewickelt sind.
  • Zweimal die Einfahrt einer Feuerwache blockieren, sodass eine andere Feuerwache einen Rettungswagen zu einem medizinischen Notfall schicken muss.
  • Regungslos auf einer Einbahnstraße stehen und ein Feuerwehrauto zwingen, rückwärts zu fahren und einen anderen Weg zu einem brennenden Gebäude zu nehmen.
  • Hinter einem Feuerwehrauto anhalten, dessen Notfallleuchten blinken, und dort parken, was die Feuerwehrleute daran hindert, Leitern zu entladen.
  • Eine aktive Feuerszene befahren und dann mit einem Reifen auf einem Feuerwehrschlauch parken.

Die Feuerwehr von San Francisco fordert nun, dass die Anbieter ihre Technologie weiter verbessern, wobei die lokalen Behörden mehr Befugnisse für Einschränkungen der Dienste bekommen sollen, statt die Regeln von den staatlichen Behörden vorgegeben zu bekommen. Wer in der Lage sei, alle möglichen Dinge mit Künstlicher Intelligenz anzustellen, werde wohl auch diese Probleme in den Griff bekommen, so die Feuerwehrchefin.

Noch habe es zwar keine Fälle gegeben, in denen jemand in Folge von Problemen mit den KI-gesteuerten, autonom fahrenden Taxis gestorben sei, doch wolle man dies auch nicht riskieren. Die Feuerwehr wolle schlicht verhindern, dass schlimme Dinge geschehen, nur weil man nicht zu einem Notfallort vordringen könne, so die Feuerwehrchefin.

Zusammenfassung
  • Feuerwehrchefin von San Francisco beklagt, dass Robotaxis die Brandbekämpfung und Rettungseinsätze behindern.
  • Startups wie Waymo und Cruise bieten Taxi-Dienste, ohne Grenzen bei Anzahl der Wagen.
  • Feuerwehrchefin betont, dass Robotaxis für bestimmte Gruppen Nutzen bieten.
  • Mindestens 39 Fälle, in denen Robotaxis Probleme bereiteten.
  • Feuerwehr fordert Verbesserung der Technologie und mehr Befugnisse für Einschränkungen.
  • Keine Fälle, in denen jemand durch Robotaxis gestorben ist.
  • Feuerwehr will schlimme Dinge verhindern, die bei Notfalleinsätzen passieren können.

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