Discord treibt die Kommerzialisierung der Plattform massiv voran
Auch auf der inzwischen wohl größten Chat-Plattform des Netzes, Discord, wird die Kommerzialisierung jetzt ein ordentliches Stück vorangetrieben. Nutzer werden hier zukünftig wohl deutlich häufiger auf Paywalls treffen, die Channels und Server umgeben.
Seitens des Betreibers betont man natürlich vor allem die Bedeutung dessen für die User - insbesondere solche, die eigene Inhalte oder Services auf der Plattform vermarkten wollen. Wer einen Discord-Server betreibt, kann zukünftig deutlich einfacher und breiter Geld von anderen Nutzern verlangen. Die Plattform selbst verdient natürlich über Provisionen mit.
"Bis heute haben wir Millionen von Dollar an Tausende von Schöpfern und Gemeinschaften ausgezahlt, und wir sehen jeden Tag mehr Creators und Communities, die auf ihren Discord-Servern Geld verdienen", erklärte Produktmanager Derek Yang. "Heute freuen wir uns, neue Tools vorstellen zu können, mit denen man schneller Geld verdienen kann."
Server-Betreiber bekommen von Discord aber auch ermöglicht, eigene Server-Shops einzurichten, in denen sich Einzelverkäufe ohne Abonnement abwickeln lassen. Die Plattform arbeitet dabei jeweils mit festen Preisstufen von 3,99 Dollar, 4,99 Dollar, 7,99 Dollar und 9,99 Dollar, von denen ein Anteil von 10 Prozent an die Plattformbetreiber geht.
Für Discord ist diese Entwicklung durchaus eine etwas riskante Sache. Einerseits muss die Plattform sich natürlich Einnahme-Optionen erschließen, wenn man nicht irgendwann wirtschaftlich von der Konkurrenz an die Wand gedrückt werden will. Da die Betreiber aber zunehmend dazu ermutigen, Chats hinter Paywalls zu verstecken, und Tipps verbreiten, wie man "Nutzer in zahlende Kunden verwandelt", kann der bisherige Charakter der Plattform an einem bestimmten Punkt auch kippen und die Kern-Community abstoßen.
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"Bis heute haben wir Millionen von Dollar an Tausende von Schöpfern und Gemeinschaften ausgezahlt, und wir sehen jeden Tag mehr Creators und Communities, die auf ihren Discord-Servern Geld verdienen", erklärte Produktmanager Derek Yang. "Heute freuen wir uns, neue Tools vorstellen zu können, mit denen man schneller Geld verdienen kann."
Abo und Direktverkauf
Zu den neuen Möglichkeiten gehört hier unter anderem die Bereitstellung eines Media-Channels. In diesem können Anbieter Inhalte veröffentlichen, die nur von zahlenden Abonnenten zu sehen sind. Damit macht Discord beispielsweise bei Illustratoren oder Comiczeichnern der Patreon-Plattform Konkurrenz, die ähnlich funktioniert, aber eben nicht bereits in eine große Community eingebunden ist. Man kann aber auch damit rechnen, dass Anbieter, die ihre Inhalte bisher über OnlyFans oder Fansly anbieten, an dem neuen Feature, das jetzt als Beta startet, interessiert sein dürften.Server-Betreiber bekommen von Discord aber auch ermöglicht, eigene Server-Shops einzurichten, in denen sich Einzelverkäufe ohne Abonnement abwickeln lassen. Die Plattform arbeitet dabei jeweils mit festen Preisstufen von 3,99 Dollar, 4,99 Dollar, 7,99 Dollar und 9,99 Dollar, von denen ein Anteil von 10 Prozent an die Plattformbetreiber geht.
Für Discord ist diese Entwicklung durchaus eine etwas riskante Sache. Einerseits muss die Plattform sich natürlich Einnahme-Optionen erschließen, wenn man nicht irgendwann wirtschaftlich von der Konkurrenz an die Wand gedrückt werden will. Da die Betreiber aber zunehmend dazu ermutigen, Chats hinter Paywalls zu verstecken, und Tipps verbreiten, wie man "Nutzer in zahlende Kunden verwandelt", kann der bisherige Charakter der Plattform an einem bestimmten Punkt auch kippen und die Kern-Community abstoßen.
Zusammenfassung
- Discord ermöglicht neue Einnahme-Optionen: Paywalls, Media-Channels, Server-Shops
- User können eigene Inhalte vermarkten, Discord verdient über Provision
- Konkurrenz zu Patreon, OnlyFans und Fansly
- Discord ermutigt User, Chats hinter Paywalls zu verstecken
- Gefahr, dass Kern-Community abgestoßen wird
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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