Netflix: Maßnahmen gegen Passwort-Sharing führen zu mehr Abos

Netflix hatte in den letzten Wochen mit seiner neuen Vorgehensweise gegen Pass­wort-Sha­ring für Schlagzeilen gesorgt. Der Streaming-Dienst verbietet seinen Nutzern, Konten mit Personen aus anderen Haushalten zu teilen. In den USA hat das bereits zu Abo-Zuwächsen geführt.
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Das geht aus einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Antenna hervor. Die Anzahl der Neuanmeldungen soll in den letzten Wochen um 102 Prozent gestiegen sein. Hierfür wurden die Abschlüsse kurz nach Beginn der Maßnahmen mit dem vorherigen 60-Tage-Durchschnitt verglichen. Mit 73.000 Nutzern haben in den USA mehr Personen als während der ersten Ausgangssperren im Rahmen der Coronapandemie ein Abo abgeschlossen. Am 26. und 27. Mai soll es jeweils knapp 100.000 Neuanmeldungen gegeben haben.

Netflix hatte Ende Mai seine Richtlinien geändert, sodass Nutzer, die nicht in der gleichen Wohnung wie der Account-Inhaber leben, eine eigene Mitgliedschaft oder ein Zusatz-Abo abschließen müssen. Für jede zusätzliche Person werden 4,99 Euro pro Monat fällig. Momentan ist es jedoch weiterhin möglich, das Konto ohne Konsequenzen mit anderen Nutzern zu teilen. Account-Sperren und Kündigungen hatte der Anbieter vorerst ausgeschlossen.

Auch Kündigungen haben zugenommen

Neben den Zuwächsen hat allerdings auch die Anzahl an Kündigungen deutlich zugenommen. Das Verhältnis zwischen Neuanmeldungen und Kündigungen ist in den letzten Wochen um 25,6 Prozent gestiegen. Obwohl die Neuabschlüsse damit aktuell überwiegen, könnten sich die Zahlen über einen längeren Zeitraum ausgleichen. Momentan lässt sich also noch nicht sagen, wie sich die Vorgehensweise des Streamingportals langfristig auswirkt. Zudem können die Zahlen in anderen Regionen abweichen. Die kommenden Quartalszahlen dürften einen besseren Überblick über die Auswirkungen verschaffen.

Zusammenfassung
  • Netflix verbietet Passwort-Sharing, was zu Abo-Zuwächsen in den USA führt.
  • Neuanmeldungen stiegen um 102 Prozent im Vergleich zum 60-Tage-Durchschnitt.
  • Für jede zusätzliche Person müssen fünf Euro pro Monat bezahlt werden.
  • Kündigungen stiegen an, Neuanmeldungen überwiegen allerdings.
  • Langfristige Auswirkungen bislang noch unklar.

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