Die letzten Exoplaneten: Amateure werden fündig in den Kepler-Daten
Die Kepler-Mission hat mit ihren Entdeckungen rund um Exoplaneten unser Verständnis des Kosmos erweitert. Vor 5 Jahren musste die Mission wegen technischer Probleme beendet werden. Jetzt haben Amateure in den letzten Daten der Sonde weitere spannende Entdeckungen gemacht.
Auch Jahre nach der Abschaltung von Kepler werden die Daten weiterhin von Profis und Amateuren bearbeitet. Wie die NASA schreibt, ist es jetzt Freiwilligen gelungen, in den Aufnahmen, die einen Monat vor dem Ende der Mission gesammelt wurden, drei weitere Exoplaneten zu entdecken. In ihrem Bericht erläutert die Weltraumagentur der USA, dass zwei der Entdeckungen bereits bestätigt sind, für die Dritte steht die Verifizierung noch aus.
Dabei sind es nicht unbedingt die Planeten selbst, die bei Wissenschaftlern für Begeisterung sorgen: "Dies sind ziemlich durchschnittliche Planeten im großen Vergleich zu allen anderen Kepler-Beobachtungen", so Elyse Incha, Studentin an der University of Wisconsin-Madison. "Aber sie sind aufregend, weil Kepler sie während seiner letzten Betriebstage beobachtet hat. Das zeigt, wie gut Kepler bei der Planetenjagd war, selbst am Ende der Einsatzzeit."
Ein früher entdecktes System ...
... Kepler-90i mit 8 Exoplaneten
"Menschen, die visuelle Durchmusterungen vornehmen - also die Daten mit dem Auge betrachten - können neuartige Muster in den Lichtkurven erkennen und einzelne Objekte finden, die von der automatischen Suche nur schwer zu erfassen sind. Und selbst wir können sie nicht alle erwischen", so Tom Jacobs, ein ehemaliger Offizier der US-Marine und Mitglied des Visual Survey Group Teams. Er habe den Kepler-Datensatz alleine dreimal durchforstet. "Trotzdem gibt es immer noch neue Überraschungen zu entdecken."
Siehe auch:
Freiwillige entdecken 3 weitere Exoplaneten in letzten Aufnahmen
Über 2600 bestätigte Exoplaneten und mehrere Tausend Kandidaten: Kepler hat das Bild vom Kosmos für uns neu gezeichnet. Kurz vor dem Ende der Mission hatten technische Probleme die Fähigkeit der Sonde, wissenschaftliche Daten zu sammeln, erheblich eingeschränkt. Jetzt zeigt sich, welchen enormen Wert selbst diese letzten, "schlechten" Aufnahmen des Teleskops haben.Auch Jahre nach der Abschaltung von Kepler werden die Daten weiterhin von Profis und Amateuren bearbeitet. Wie die NASA schreibt, ist es jetzt Freiwilligen gelungen, in den Aufnahmen, die einen Monat vor dem Ende der Mission gesammelt wurden, drei weitere Exoplaneten zu entdecken. In ihrem Bericht erläutert die Weltraumagentur der USA, dass zwei der Entdeckungen bereits bestätigt sind, für die Dritte steht die Verifizierung noch aus.
Dabei sind es nicht unbedingt die Planeten selbst, die bei Wissenschaftlern für Begeisterung sorgen: "Dies sind ziemlich durchschnittliche Planeten im großen Vergleich zu allen anderen Kepler-Beobachtungen", so Elyse Incha, Studentin an der University of Wisconsin-Madison. "Aber sie sind aufregend, weil Kepler sie während seiner letzten Betriebstage beobachtet hat. Das zeigt, wie gut Kepler bei der Planetenjagd war, selbst am Ende der Einsatzzeit."
Der Wert von Amateur-Wissenschaftlern
Die Entdeckungen gingen aus der Visual Survey Group hervor, einer Zusammenarbeit von Bürgerwissenschaftlern und professionellen Astronomen. Dabei werden große Datensätze durchforstet, die zeigen, wie beobachtete Sterne sich aufhellen und abdunkeln, falls Exoplaneten vor ihnen vorbeiziehen. Und genau hier ist der Wert von menschlichen Helfern laut NASA immer noch groß.
Ein früher entdecktes System ...
... Kepler-90i mit 8 Exoplaneten
"Menschen, die visuelle Durchmusterungen vornehmen - also die Daten mit dem Auge betrachten - können neuartige Muster in den Lichtkurven erkennen und einzelne Objekte finden, die von der automatischen Suche nur schwer zu erfassen sind. Und selbst wir können sie nicht alle erwischen", so Tom Jacobs, ein ehemaliger Offizier der US-Marine und Mitglied des Visual Survey Group Teams. Er habe den Kepler-Datensatz alleine dreimal durchforstet. "Trotzdem gibt es immer noch neue Überraschungen zu entdecken."
Zusammenfassung
- Kepler-Mission: mehr als 2600 bestätigte Exoplaneten.
- Technische Probleme beendeten Mission vor 5 Jahren.
- Jetzt haben Amateure in letzten Daten weitere Entdeckungen gemacht.
- Drei Exoplaneten entdeckt, zwei bestätigt, eine Verifizierung ausstehend.
- Menschliche Helfer können neuartige Muster in Daten erkennen.
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