"8 Ursae Minoris b":
Lösung für den unmöglichen Planeten ist gefunden
Der Exoplanet "8 Ursae Minoris b" sorgt derzeit unter Astronomen für Stirnrunzeln. Denn nach den bisherigen Erkenntnissen über Sterne dürfte er eigentlich gar nicht existieren. Die Forscher versuchen daher nun, eine Erklärung zu finden.
8 Ursae Minoris b umkreist seinen Stern in einer Entfernung, die nur halb so groß ist wie der Abstand zwischen Erde und Sonne. Und es handelt sich um einen Gasplaneten mit einer größeren Masse als unser Jupiter. Der Stern 8 Ursae Minoris befindet sich dabei in einem Zustand, der darauf hindeutet, dass er schon einmal den größten Teil seines Fusionsbrennstoffs verbraucht hat. In diesem Fall hätte er sich über die Bahn des ungewöhnlichen Planeten hinaus ausgedehnt, bevor er wieder geschrumpft wäre.
Ein solcher Vorgang hätte allerdings unzweifelhaft das Ende des Gasplaneten bedeutet - dessen gesamtes Material wäre schlicht mit in den kollabierenden Stern gezogen worden. Daher haben sich inzwischen verschiedene Astronomen den Kopf darüber zerbrochen, wie die heutige Konstellation in dem Sonnensystem entstanden sein könnte. Es gab auch verschiedene Theorien, die aber allesamt nicht besonders schlüssig waren.
In diesem Fall hätte es neben dem heutigen Stern auch noch einen Weißen Zwerg gegeben, der bereits vor längerer Zeit durch 8 Ursae Minoris eingesaugt wurde. Simulationen zeigen, dass dies den heutigen Zustand des Sterns ebenso erklären könnte - mit dem Vorteil, dass es kein größeres Problem mehr damit gäbe, dass der Exoplanet sich auf seinem Orbit befindet. Parallel bedeutet dies, dass auch die bestehenden Theorien über die Entwicklungszyklen von Sternen, wie sie auch schon durch viele Beobachtungen bestätigt wurden, nicht infrage gestellt werden müssen.
Siehe auch:
Ein solcher Vorgang hätte allerdings unzweifelhaft das Ende des Gasplaneten bedeutet - dessen gesamtes Material wäre schlicht mit in den kollabierenden Stern gezogen worden. Daher haben sich inzwischen verschiedene Astronomen den Kopf darüber zerbrochen, wie die heutige Konstellation in dem Sonnensystem entstanden sein könnte. Es gab auch verschiedene Theorien, die aber allesamt nicht besonders schlüssig waren.
Weg ist der Zwerg
Im renommierten Journal Nature wurde nun eine Arbeit veröffentlicht, die eine Lösung des Problems bedeuten könnte. In dieser wird ein Vorgang erarbeitet, wie 8 Ursae Minoris zu seinem heutigen Zustand gelangt sein könnte, ohne sich irgendwann in der Vergangenheit massiv ausgedehnt zu haben. Die zentrale These dabei läuft darauf hinaus, dass es sich einst um ein Doppelstern-System handelte.In diesem Fall hätte es neben dem heutigen Stern auch noch einen Weißen Zwerg gegeben, der bereits vor längerer Zeit durch 8 Ursae Minoris eingesaugt wurde. Simulationen zeigen, dass dies den heutigen Zustand des Sterns ebenso erklären könnte - mit dem Vorteil, dass es kein größeres Problem mehr damit gäbe, dass der Exoplanet sich auf seinem Orbit befindet. Parallel bedeutet dies, dass auch die bestehenden Theorien über die Entwicklungszyklen von Sternen, wie sie auch schon durch viele Beobachtungen bestätigt wurden, nicht infrage gestellt werden müssen.
Zusammenfassung
- 8 Ursae Minoris b: Gasplanet mit mehr Masse als Jupiter.
- Theorien: Können nicht schlüssig erklären, wie Planet entstand.
- Nature-Arbeit: Doppelstern-System, Weißer Zwerg eingesaugt.
- Simulationen: Bestätigen Theorie und erklären Planeten.
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