Musikfirma will Wikipedia-Artikel zu YouTube-Downloadern entfernen
YouTube-Downloader sind für die Musikindustrie schon lange ein rotes Tuch. Solche Programme und Online-Dienste sind rechtlich umstritten, eindeutig ist die Sache aber keinesfalls. Das hält die Plattenfirmen jedoch nicht davon ab, immer neue Angriffe dagegen zu starten.
Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat vor einigen Jahren eine regelrechte Kampagne gegen YouTube-Downloader und deren Anbieter gestartet und konnte auch einige Erfolge vorweisen. Dabei ist die Rechtslage aber alles andere als klar und die Plattenfirmen können nicht immer direkt gegen die Anbieter derartiger Software vorgehen - auch weil sich diese wehren.
Mittlerweile hat die Musikindustrie ihre Strategie aber angepasst und versucht in erster Linie, YouTube-Downloader zurückzudrängen - indem diese immer schwieriger auffindbar sind, allen voran via Google. Das passiert über DMCA-Beschwerden und vergleichbare rechtliche Mechanismen. Federführend waren und sind hier die RIAA und ihr britisches Pendant BPI, diese beiden bekommen nun (vermeintlich) Hilfe aus Frankreich, und zwar einem kleinen Indie-Label namens Because Music.
Because Music nimmt auch andere Seiten im Umfeld dieser Angebote ins Visier, keine davon hostet jedoch selbst Inhalte, die gegen Urheberrechte verstoßen. In einigen Fällen mit Erfolg, denn Google hat einige Seiten aus dem Index genommen.
TorrentFreak merkt allerdings an, dass hier nicht sicher ist, ob diese Takedown-Anforderungen überhaupt echt sind. Denn zuletzt kam es verstärkt zu "breiten" Takedown-Aktionen, die möglicherweise von Konkurrenten etablierter Dienste durchgeführt werden.
Siehe auch:
Mittlerweile hat die Musikindustrie ihre Strategie aber angepasst und versucht in erster Linie, YouTube-Downloader zurückzudrängen - indem diese immer schwieriger auffindbar sind, allen voran via Google. Das passiert über DMCA-Beschwerden und vergleichbare rechtliche Mechanismen. Federführend waren und sind hier die RIAA und ihr britisches Pendant BPI, diese beiden bekommen nun (vermeintlich) Hilfe aus Frankreich, und zwar einem kleinen Indie-Label namens Because Music.
Wikipedia-Seite soll weg
Und obwohl Because Music relativ klein ist, hat man "große" Ideen. Denn man hat an Google einen DMCA-Takedown übermittelt, der nichts weniger als Wikipedia zum Ziel hat. Wie TorrentFreak berichtet, stört sich das Label u. a. an einer Seite in der Online-Enzyklopädie, die die Funktionalitäten diverser einschlägiger YouTube-Downloader miteinander vergleicht.Because Music nimmt auch andere Seiten im Umfeld dieser Angebote ins Visier, keine davon hostet jedoch selbst Inhalte, die gegen Urheberrechte verstoßen. In einigen Fällen mit Erfolg, denn Google hat einige Seiten aus dem Index genommen.
TorrentFreak merkt allerdings an, dass hier nicht sicher ist, ob diese Takedown-Anforderungen überhaupt echt sind. Denn zuletzt kam es verstärkt zu "breiten" Takedown-Aktionen, die möglicherweise von Konkurrenten etablierter Dienste durchgeführt werden.
Siehe auch:
- Gegen illegales Streaming: Dazn tritt globaler Anti-Piraterie-Gruppe bei
- "Piraterie"-Fall wegen ungenauen Infos gegen Cloudflare abgewiesen
- Piraterie: Betrüger missbrauchen offizielle Seiten der EU-Kommission
- Haft & Vermögen weg: Eines der krassesten Piraterie-Geschäfte endet
- Filmindustrie vs. Reddit: Piraterie ist von Meinungsfreiheit gedeckt
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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