TSMC mit erstem Werk in Deutschland? Vor August keine Entscheidung
Während es bei Intel in Magdeburg zwar Stillstand, aber wenigstens konkrete Pläne gibt, ist die Entscheidung zum Bau eines neuen Chipwerks in Deutschland durch den weltweit größten Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC noch bis mindestens August vollkommen offen. Dies machte das Unternehmen jetzt klar.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sagte Kevin Zhang, Senior Vice President of Business Development, dass man zwar weiterhin Gespräche mit der deutschen Bundesregierung führe, es aber vor August keine endgültige Entscheidung über den Bau eines neuen Chipwerks auf deutschem Boden geben werde.
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ist der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte und produziert unter anderem die Chips von Apple, AMD, Nvidia, Qualcomm und diversen anderen bekannten Marken mit hochmodernen Anlagen und Technologien in sehr geringen Strukturbreiten. Außerdem ist man Auftragsfertiger diverser weiterer Chips, die in größeren Strukturbreiten gehalten sind.
Genau solche Chips würde das erste europäische TSMC-Werk in Dresden letztlich wohl zunächst fertigen. Wie Zhang erklärte, dürfte das Werk wahrscheinlich anfangs mit einer Fertigung von Wafern für Chips mit 28 Nanometern Strukturbreite beginnen, die vor allem im Automobilbereich zum Einsatz kommen sollen.
Aktuell komme man in den Gesprächen mit der sächsischen Landesregierung, der Bundesregierung und der EU gut voran, man müsse aber auch interne Prozesse für die Prüfung des Vorhabens abschließen, so Zhang weiter. Anscheinend sind es nicht unbedingt nur die europäische Politik und das Ringen um mögliche Subventionen, die die Pläne für das erste TSMC-Chipwerk in Europa bremsen, sondern auch interne Abläufe des Konzerns.
TSMC soll nach aktuellen Gerüchten vom April Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro für das Dresdner Werk planen, wobei man sich anders als sonst üblich angeblich mit einer Reihe von Partnern zusammentun will. Hintergrund sind die unsichere Marktlage und die hohen Kosten für den Aufbau der Chipfertigung in Europa, weshalb TSMC mit der Kooperation mit Partnern angeblich seine Risiken mindern will.
Siehe auch:
Wenn, dann baut das TSMC-Werk in Dresden zunächst 28nm-Chips
Er wolle sich nicht zu den politischen Aspekten des Ganzen äußern, es bestehe aber für TSMC das Bedürfnis, den Kunden eine diversifizierte Lieferkette zu bieten. Europa sei vor allem wegen der breiten Kundenbasis und der Nachfrage von europäischen Kunden für TSMC von großer Bedeutung, hieß es weiter.Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ist der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte und produziert unter anderem die Chips von Apple, AMD, Nvidia, Qualcomm und diversen anderen bekannten Marken mit hochmodernen Anlagen und Technologien in sehr geringen Strukturbreiten. Außerdem ist man Auftragsfertiger diverser weiterer Chips, die in größeren Strukturbreiten gehalten sind.
Genau solche Chips würde das erste europäische TSMC-Werk in Dresden letztlich wohl zunächst fertigen. Wie Zhang erklärte, dürfte das Werk wahrscheinlich anfangs mit einer Fertigung von Wafern für Chips mit 28 Nanometern Strukturbreite beginnen, die vor allem im Automobilbereich zum Einsatz kommen sollen.
Aktuell komme man in den Gesprächen mit der sächsischen Landesregierung, der Bundesregierung und der EU gut voran, man müsse aber auch interne Prozesse für die Prüfung des Vorhabens abschließen, so Zhang weiter. Anscheinend sind es nicht unbedingt nur die europäische Politik und das Ringen um mögliche Subventionen, die die Pläne für das erste TSMC-Chipwerk in Europa bremsen, sondern auch interne Abläufe des Konzerns.
TSMC soll nach aktuellen Gerüchten vom April Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro für das Dresdner Werk planen, wobei man sich anders als sonst üblich angeblich mit einer Reihe von Partnern zusammentun will. Hintergrund sind die unsichere Marktlage und die hohen Kosten für den Aufbau der Chipfertigung in Europa, weshalb TSMC mit der Kooperation mit Partnern angeblich seine Risiken mindern will.
Zusammenfassung
- TSMC plant Entscheidung zum Bau eines Chipwerks in De nicht vor August.
- Unternehmen führt Gespräche mit deutscher Bundesregierung.
- TSMC will Kunden diversifizierte Lieferkette bieten.
- TSMC soll Investitionen von 10 Milliarden Euro in Dresden planen.
- Anfangs sollen Chips mit 28 Nm Strukturbreite gefertigt werden.
- TSMC will Risiken durch Kooperation mit Partnern mindern.
Siehe auch:
- TSMC: 2-Nanometer-Plan nimmt Form an - erste Daten liegen vor
- TSMC: Deutsches Werk nimmt Form an - Absage an High-End-Glitzer
- TSMC: So viel teurer werden Chips aus Nicht-Taiwan-Fabriken
- TSMC-Werk in Deutschland: Entscheidung soll erst im Sommer fallen
- TSMC-Gründer: Die Globalisierung im Chipsektor ist tot
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