Faszinierendes Bild: So nah waren wir Jupitermond Europa noch nie
Der Jupitermond Europa hat wieder ein Stück seiner Geheimnisse preisgegeben. In einem atemberaubenden Manöver konnte die NASA-Sonde Juno einen zuvor unbekannten Teil der Oberfläche der Eiswelt in bisher unerreichtem Detailgrad einfangen.
Juno liefert Bild von Europa mit unerreichtem Detailgrad (Bild: NASA)
Den bei der mutigen Sonde handelt es sich um die NASA-Sonde Juno, die bei dem atemberaubenden Manöver und unter erschwerten Lichtbedingungen einen zuvor unbekannten Teil der Oberfläche von Europa mit bisher unerreichtem Detailgrad einfangen konnte. Das Bild, auf dem eine Fläche von rund 150 mal 200 Kilometern abgebildet ist, erlaubt einen faszinierenden Blick auf eine Region, die von einem Netz aus feinen Rillen und langen parallelen Linien durchzogen ist.
Doch der Detailgrad erlaubt eine noch viel eingehendere Analyse. Laut den NASA-Wissenschaftlern weisen dunkle Flecken am oberen rechten Ecke des Bildes sowie direkt rechts und unterhalb der Bildmitte möglicherweise auf Ausbrüche hin, die Material von der Tiefe an die Oberfläche transportieren. Die weißen Punkte im Bild haben dagegen einen anderen Ursprung: Hier zeugen Aufnahme-Artefakte von hochenergetischen Teilchen aus der starken Strahlungsumgebung des Mondes.
"Dieses Bild enthüllt ein unglaubliches Maß an Details in einer Region, die zuvor nicht in dieser Auflösung und unter solch aufschlussreichen Beleuchtungsbedingungen abgebildet wurde", sagte Heidi Becker, aus dem Team der Wissenschaftler, die das SRU betreuen. "Die Merkmale sind so faszinierend. Wenn wir verstehen, wie sie entstanden sind - und wie sie mit der Geschichte Europas zusammenhängen - erfahren wir mehr über interne und externe Prozesse, die die Eiskruste formen."
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Juno schießt über den Nachthimmel von Europa
Es ist der 29. September 2022, die Nachtseite des Mondes Europa wird nur schwach vom "Jupiterschein" beleuchtet - Sonnenlicht, das von Jupiters Wolkendecken reflektiert wird. Dann der Moment: In einer Höhe von rund 400 Kilometern rast eine Sonde, die auf den ersten Blick wie ein sanft drehendes Windrad anmutet, mit 24 Kilometern pro Sekunde (rund 86.000 km/h) über die Oberfläche - den Blick mit seinen unzähligen Instrumenten immer auf die zerklüftete Eislandschaft gerichtet. Wenige Tage später und viele Millionen Kilometer entfernt, löst dieser Moment auf der Erde erneut Gänsehaut aus.
Juno liefert Bild von Europa mit unerreichtem Detailgrad (Bild: NASA)
Den bei der mutigen Sonde handelt es sich um die NASA-Sonde Juno, die bei dem atemberaubenden Manöver und unter erschwerten Lichtbedingungen einen zuvor unbekannten Teil der Oberfläche von Europa mit bisher unerreichtem Detailgrad einfangen konnte. Das Bild, auf dem eine Fläche von rund 150 mal 200 Kilometern abgebildet ist, erlaubt einen faszinierenden Blick auf eine Region, die von einem Netz aus feinen Rillen und langen parallelen Linien durchzogen ist.
Doch der Detailgrad erlaubt eine noch viel eingehendere Analyse. Laut den NASA-Wissenschaftlern weisen dunkle Flecken am oberen rechten Ecke des Bildes sowie direkt rechts und unterhalb der Bildmitte möglicherweise auf Ausbrüche hin, die Material von der Tiefe an die Oberfläche transportieren. Die weißen Punkte im Bild haben dagegen einen anderen Ursprung: Hier zeugen Aufnahme-Artefakte von hochenergetischen Teilchen aus der starken Strahlungsumgebung des Mondes.
Kreativ genutzt
Interessant ist auch die Technik, die die NASA für die Aufnahme nutzt. Juno hatte beim Vorbeiflug seine Stellar Reference Unit (SRU) auf die Oberfläche ausgerichtet. Dieses Instrument ist eigentlich dafür vorgesehen, aus der Beobachtung der Sterne die Orientierung der Sonde zu ermitteln. Wie die NASA betont, hat sich die SRU genau wegen dieser Aufgabe - bei schwachen Lichtverhältnissen arbeiten zu können - aber auch als wertvolle wissenschaftliche Kamera bewährt."Dieses Bild enthüllt ein unglaubliches Maß an Details in einer Region, die zuvor nicht in dieser Auflösung und unter solch aufschlussreichen Beleuchtungsbedingungen abgebildet wurde", sagte Heidi Becker, aus dem Team der Wissenschaftler, die das SRU betreuen. "Die Merkmale sind so faszinierend. Wenn wir verstehen, wie sie entstanden sind - und wie sie mit der Geschichte Europas zusammenhängen - erfahren wir mehr über interne und externe Prozesse, die die Eiskruste formen."
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