ARM will selbst CPUs entwickeln, aber Apple & Co (noch) nicht angreifen
Die Chipschmiede ARM arbeitet laut einem Medienbericht seit einigen Monaten daran, eigene Chips zu entwickeln, in denen die Architekturen des Unternehmens zeigen sollen, welches enorme Potenzial in ihnen steckt. Der ARM-eigene Chip soll zwar die Produkte der Lizenznehmer in den Schatten stellen, ihnen aber - zumindest vorerst - keine Konkurrenz machen.
Wie die Financial Times unter Berufung auf Quellen bei ARM berichtet, plant die Firma, die hinter den grundlegenden Architekturen der ARM-CPUs von Apple, Qualcomm, MediaTek & diversen anderen Anbietern steckt, einen eigenen Referenz-Prozessor, der die Fähigkeiten der ARM-Architekturen unter Beweis stellen soll. Angeblich bereitet ARM damit den lange erwarteten Börsengang vor, durch den sich der bisherige Eigner SoftBank riesige Einnahmen erhofft.
Noch soll es keine Pläne für einen kommerziellen Vertrieb der Referenz-Chips durch ARM selbst geben. Ein solcher Schritt würde auch nicht zu dem bisher von dem Unternehmen verfolgten Konzept der Lizenzierung seiner Technologien passen, sodass sich die Lizenznehmer wie Qualcomm, Samsung, Apple & Co vorerst noch keine allzu großen Sorgen machen müssen, ihr Architektur-Lieferant könnte zum direkten Konkurrenten werden.
Allerdings gibt es schon lange diverse Spekulationen, laut denen ARM sich wegen des von Noch-Eigner SoftBank ausgeübten Drucks nach neuen Wegen zur Steigerung seiner Einnahmen umsieht und dabei mit lange etablierten Vertriebsmodellen brechen könnte. Erst vor Kurzem war zu hören, dass ARM sein Lizenzmodell grundlegend ändern will und somit deutlich mehr Geld für jedes mit seiner Architektur verkaufte Gerät kassieren will.
Siehe auch:
Hochmodernes Design, aber (noch) kein kommerzieller Vertrieb
Der ARM-eigene Chip soll ein sehr fortschrittliches Design haben und wird derzeit von einem neuen "Solutions Engineering"-Team entwickelt, dessen Chef der erfahrene Chip-Designer Kevork Kechichian ist, welcher zuvor viele Jahre für NXP und Qualcomm an deren ARM-Prozessoren arbeitete. Die von Kechichian und seinem Team entwickelten Chips sollen unter anderem in Smartphones, Tablets, Laptops und anderen Elektronikprodukten einsetzbar sein.Noch soll es keine Pläne für einen kommerziellen Vertrieb der Referenz-Chips durch ARM selbst geben. Ein solcher Schritt würde auch nicht zu dem bisher von dem Unternehmen verfolgten Konzept der Lizenzierung seiner Technologien passen, sodass sich die Lizenznehmer wie Qualcomm, Samsung, Apple & Co vorerst noch keine allzu großen Sorgen machen müssen, ihr Architektur-Lieferant könnte zum direkten Konkurrenten werden.
Allerdings gibt es schon lange diverse Spekulationen, laut denen ARM sich wegen des von Noch-Eigner SoftBank ausgeübten Drucks nach neuen Wegen zur Steigerung seiner Einnahmen umsieht und dabei mit lange etablierten Vertriebsmodellen brechen könnte. Erst vor Kurzem war zu hören, dass ARM sein Lizenzmodell grundlegend ändern will und somit deutlich mehr Geld für jedes mit seiner Architektur verkaufte Gerät kassieren will.
Zusammenfassung
- ARM entwickelt eigene Chips, um das Potenzial der eigenen Architektur zu zeigen.
- Entwicklung durch neues "Solutions Engineering"-Team unter Leitung von Kevork Kechichian.
- Einsatz in Smartphones, Tablets, Laptops u.a. Elektronikprodukten.
- Kein kommerzieller Vertrieb der Referenz-Chips durch ARM.
- SoftBank will mit Börsengang Einnahmen steigern.
- Änderung des Lizenzmodells: Mehr Geld für jedes verkaufte Gerät.
- Keine Konkurrenz für Lizenznehmer, aber Druck für neue Wege zur Einnahmesteigerung.
Siehe auch:
- Intel macht sich für die Produktion von ARM-Prozessoren fit
- Loongson 3D5000: China-Prozessor soll ARM-Konkurrenz schlagen
- Windows: Google macht wohl Weg frei für native Browser auf ARM-PCs
- ARM will "Geld drucken" & Chip-Lizenzen nach Gerätepreis bewerten
- Qualcomm: High-End ARM-Kern in CPU für Mittelklasse-Smartphones
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