ARM will "Geld drucken" & Chip-Lizenzen nach Gerätepreis bewerten
Smartphones und andere Geräte auf Basis von ARM-Chips könnten in Zukunft teurer werden, denn die britische Chipschmiede will die Preise für ihre Architekturlizenzen deutlich anheben. Künftig sollen die Lizenzen nach dem Verkaufspreis der fertigen Geräte bewertet werden.
Wie die Financial Times unter Berufung auf Informationen von mehreren großen Chipherstellern berichtet, will ARM das Modell für die Vermarktung seiner Chip-Designs grundlegend verändern. Statt die Chipanbieter, die ARMs Designs lizenzieren, um eigene Chips mit den Architekturen der britischen Entwickler zu bauen, anhand des Verkaufspreises der fertigen Chips zur Kasse zu bitten, sollen künftig die Geräteanbieter zahlen.
Grundlage soll dabei angeblich der Wert des fertigen Endgeräts sein, sodass ARM selbst ein Vielfaches mehr verdienen könnte, weil die Verkaufspreise der kompletten Geräte ja deutlich höher sind als die Preise, die die Chiphersteller für ihre Produkte aufrufen. ARM will demnach keine Lizenzen mehr für seine Architekturen an die Chiphersteller vergeben, sondern nur noch direkt an die Gerätehersteller.
ARM will den großen Chipherstellern künftig nur noch eine "Entwicklungs-Lizenz" geben, dabei aber seinerseits vorschreiben, an wen die fertigen Chips verkauft werden können. Die Gerätehersteller sollen dann die Lizenzgebühren an ARM direkt zahlen. Offenbar geht es dabei tatsächlich vor allem um den Smartphone-Markt, da laut der Financial Times primär die Chips der ARM Cortex-A-Reihe von dem neuen Lizenzmodell betroffen sein sollen.
Das Vorhaben würde zudem vor allem die Hersteller von Android-Geräten betreffen, heißt es. Apple bleibt dabei durch seine Sonderrolle als Chip- und Gerätehersteller außen vor. Dass die Preise für bestimmte Technologielizenzen sich am Verkaufspreis der damit ausgerüsteten Produkte orientieren, ist ein durchaus übliches Modell, welches Firmen wie Qualcomm, Nokia und Ericsson vor allem bei ihren Mobilfunkpatenten nutzen.
Bei ARM geht es offenbar vor allem darum, mehr Geld aus den für Mobilgeräte praktisch unerlässlichen Lizenzen für Chip-Architekturen zu schlagen. Dahinter steckt vor allem der Wunsch des Investment-Konzerns Softbank, der als Eigner von ARM auf einen Börsengang des Unternehmens hinarbeitet und deshalb die Einnahmen und Gewinne der Chipschmiede erheblich steigern will.
Siehe auch:
Grundlage soll dabei angeblich der Wert des fertigen Endgeräts sein, sodass ARM selbst ein Vielfaches mehr verdienen könnte, weil die Verkaufspreise der kompletten Geräte ja deutlich höher sind als die Preise, die die Chiphersteller für ihre Produkte aufrufen. ARM will demnach keine Lizenzen mehr für seine Architekturen an die Chiphersteller vergeben, sondern nur noch direkt an die Gerätehersteller.
ARM lotet Grenzen seines Quasi-Monopols bei Chips für mobile Geräte aus
ARM will damit sein seit Jahrzehnten verfolgtes Geschäftsmodell über den Haufen werfen, bei dem man allen interessierten Chipherstellern ermöglicht, eigene Chips auf Basis der Designs des Unternehmens zu bauen, wenn man die entsprechende Lizenz erwirbt. Anscheinend will ARM somit die großen Lizenznehmer wie Qualcomm, MediaTek und Samsung stärker einschränken, die ihre Chips auf ARM-Basis selbst entwickeln und bauen, um sie dann an diverse Kunden aus dem Smartphone-Markt zu verkaufen.ARM will den großen Chipherstellern künftig nur noch eine "Entwicklungs-Lizenz" geben, dabei aber seinerseits vorschreiben, an wen die fertigen Chips verkauft werden können. Die Gerätehersteller sollen dann die Lizenzgebühren an ARM direkt zahlen. Offenbar geht es dabei tatsächlich vor allem um den Smartphone-Markt, da laut der Financial Times primär die Chips der ARM Cortex-A-Reihe von dem neuen Lizenzmodell betroffen sein sollen.
Das Vorhaben würde zudem vor allem die Hersteller von Android-Geräten betreffen, heißt es. Apple bleibt dabei durch seine Sonderrolle als Chip- und Gerätehersteller außen vor. Dass die Preise für bestimmte Technologielizenzen sich am Verkaufspreis der damit ausgerüsteten Produkte orientieren, ist ein durchaus übliches Modell, welches Firmen wie Qualcomm, Nokia und Ericsson vor allem bei ihren Mobilfunkpatenten nutzen.
Bei ARM geht es offenbar vor allem darum, mehr Geld aus den für Mobilgeräte praktisch unerlässlichen Lizenzen für Chip-Architekturen zu schlagen. Dahinter steckt vor allem der Wunsch des Investment-Konzerns Softbank, der als Eigner von ARM auf einen Börsengang des Unternehmens hinarbeitet und deshalb die Einnahmen und Gewinne der Chipschmiede erheblich steigern will.
Zusammenfassung
- ARM will Lizenzen direkt an Gerätehersteller vergeben.
- Neues Modell orientiert sich am Verkaufspreis des fertigen Geräts.
- ARM will ein Vielfaches mehr verdienen, Verkaufspreise höher als Chippreise.
- Chiphersteller sollen nur noch Entwicklungs-Lizenz erhalten.
- Apple bleibt durch Sonderrolle als Chip- und Gerätehersteller außen vor.
- Softbank will Einnahmen und Gewinne von ARM erhöhen.
- Preise für ARM-Chips könnten in Zukunft deutlich steigen.
Siehe auch:
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- Windows 11 kann jetzt offiziell (virtuell) auf Apple ARM-Macs laufen
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