Apple hat sich jetzt bis weit nach 2040 an die ARM-Plattform gebunden
Apple scheint endlich angekommen zu sein. Nachdem das Unternehmen schon die dritte Prozessor-Plattform seit der Jahrtausendwende eingeführt hat, scheint die Suche ein Ende zu haben. Das zeigen neue Verträge, mit denen sich Cupertino über lange Zeit bindet.
Apple war mit seinen Rechnern auf Basis der PowerPC-Plattform in das aktuelle Jahrtausend gestartet. Damals zeigte sich allerdings, dass diese Technologie nicht in der Lage ist, die Effizienz-Anforderungen kommender Notebook-Generationen zu erfüllen. Deshalb wechselte Cupertino dann doch auf Intel-CPUs.
Parallel dazu stieg das Unternehmen allerdings auch in den Smartphone-Markt ein und sammelte zunehmend Erfahrungen mit ARM-Chips. Letztlich begann man, auf Grundlage der ARM-Designs auch eigene SoCs zu entwickeln und machte diese schließlich für den Einsatz außerhalb von Smartphones und Tablets fit. Inzwischen werden auch Notebooks, Desktop-Rechner und Workstations mit den neuen Halbleiter-Komponenten ausgestattet.
Die lange Bindung lässt sich allerdings auch aus Apples Zulieferer-Strategie heraus erklären. Das Unternehmen bietet so auch ARM Planungssicherheit für hohe Investitionen in die Weiterentwicklung seiner Core-Designs. Das spielt Apple insofern in die Karten, als man auf längere Sicht damit rechnen kann, schneller an immer bessere Architekturen heranzukommen, als wenn ARM die Entwicklung mit den sonst üblichen Geschäftsrisiken stemmen müsste. Siehe auch:
- Apple bindet sich langfristig an Chipdesigner ARM bis über 2040
- Vertrag geht aus Unterlagen von ARM's Börsengang hervor
- Apple wechselte von PowerPC-Plattform auf ##a i="88" t="Intel-CPUs"##
- Entwicklung eigener Systems on a Chip auf Basis von ARM-Designs
- Einsatz der ARM-Chips in Notebooks, Desktop-Rechnern und Workstations
- Keine andere Plattform in Sicht, die ARM ersetzen könnte
- Langfristige Bindung bietet ARM Planungssicherheit für Investitionen
Keine neue Plattform in Sicht
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, habe der Konzern ein Abkommen mit dem Chipdesigner ARM unterzeichnet, das "über das Jahr 2040 hinausreicht". Dies gehe aus Unterlagen hervor, die ARM im Zuge seines Börsengangs bei der Aufsichtsbehörde SEC einreichte.Apple war mit seinen Rechnern auf Basis der PowerPC-Plattform in das aktuelle Jahrtausend gestartet. Damals zeigte sich allerdings, dass diese Technologie nicht in der Lage ist, die Effizienz-Anforderungen kommender Notebook-Generationen zu erfüllen. Deshalb wechselte Cupertino dann doch auf Intel-CPUs.
Parallel dazu stieg das Unternehmen allerdings auch in den Smartphone-Markt ein und sammelte zunehmend Erfahrungen mit ARM-Chips. Letztlich begann man, auf Grundlage der ARM-Designs auch eigene SoCs zu entwickeln und machte diese schließlich für den Einsatz außerhalb von Smartphones und Tablets fit. Inzwischen werden auch Notebooks, Desktop-Rechner und Workstations mit den neuen Halbleiter-Komponenten ausgestattet.
Strategie der Förderung
Daran wird sich so schnell wohl auch nichts mehr ändern - so viel ist klar. Dass der Computerkonzern aber Verträge mit einer so langen Laufzeit abschließt, dürfte dann doch für so manchen überraschend sein - auch wenn ohnehin keine andere Plattform mehr in Sicht ist, mit der man ARM ersetzen könnte.Die lange Bindung lässt sich allerdings auch aus Apples Zulieferer-Strategie heraus erklären. Das Unternehmen bietet so auch ARM Planungssicherheit für hohe Investitionen in die Weiterentwicklung seiner Core-Designs. Das spielt Apple insofern in die Karten, als man auf längere Sicht damit rechnen kann, schneller an immer bessere Architekturen heranzukommen, als wenn ARM die Entwicklung mit den sonst üblichen Geschäftsrisiken stemmen müsste. Siehe auch:
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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