Windows on ARM: Dell Snapdragon-Laptop bietet viel CPU für wenig Geld

Der US-Computerkonzern Dell springt auf den Snapdragon-Zug auf und hat sein erstes Notebook mit ARM-CPU von Qualcomm und Windows 11 präsentiert. Das Dell Inspiron 14 mit Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 2 kostet nur 499 Dollar. Allerdings ist die Plattform auch schon älter. Mit Dell hat Qualcomm offenbar einen wichtigen neuen Partner gefunden, denn der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt will nun ebenfalls ARM-basierte Windows-PCs anbieten. Entsprechende Gerüchte gibt es schon länger, war doch kürzlich zu hören, dass Dell sogar ein dediziertes Team gegründet hat, das Geräte für die kommende Generation von leistungsfähigen Qualcomm-Chips auf Basis der "Oryon"-CPU entwickelt. Dell Inspiron 14 3420 mit Snapdragon 8cx Gen 2Dell Inspiron 14 mit Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 2 Vorerst geht man die Sache aber etwas vorsichtiger an, denn das Dell Inspiron 14 ist ab sofort zumindest in den USA auch in einer Variante mit Qualcomm-Chip zu haben. Normalerweise wird das günstige Mittelklasse-Notebook mit 14-Zoll-Display nur mit Intel- oder AMD-CPUs auf x86-Basis vertrieben. Jetzt kommt die ARM-basierte Variante mit Qualcomm dazu - und rundet das Angebot nach unten ab, denn die x86-Versionen des Inspiron 14 sind allesamt teurer.

Standard-Notebook mit Qualcomms älterer High-End-CPU

Im Grunde ändert sich beim Dell Inspiron 14 mit dem Qualcomm-Chip äußerlich nichts. Das Gerät hat nach wie vor eine Full-HD-Auflösung, keinen Touchscreen, einen 40-Wattstunden-Akku und bringt 1,44 Kilogramm auf die Waage. Es gibt einen USB-A-, zwei USB-C-Ports (USB 3.2 Gen2 kompatibel) sowie einen Kopfhöreranschluss und einen MicroSD-Kartenleser. Acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256 GB große PCIe-NVMe-SSD runden das Angebot ab.

Dell Inspiron 14 3420 mit Snapdragon 8cx Gen 2Dell Inspiron 14 3420 mit Snapdragon 8cx Gen 2Dell Inspiron 14 3420 mit Snapdragon 8cx Gen 2Dell Inspiron 14 3420 mit Snapdragon 8cx Gen 2

Als Betriebssystem läuft Windows 11 Home im S-Modus. Schaut man genauer hin, zeigt sich der Vorteil des Qualcomm-Chips: Dell verspricht ganze 16 Stunden Laufzeit, weil das SoC stromsparender arbeitet als die Intel- und AMD-Chips. Mit 3,2 Gigahertz und acht Rechenkernen ist der Snapdragon 8cx Gen 2 durchaus leistungsstark, man muss aber wie üblich Abstriche in Sachen Performance hinnehmen, wenn x86-Programme per Emulation genutzt werden sollen.

Der niedrige Preis des Dell Inspiron 14 mit Qualcomm-SoC wird wohl vor allem auch dadurch erreicht, dass man nicht die neueste Chipgeneration verwendet. Eigentlich gibt es bereits den Snapdragon 8cx Gen 3, der noch einmal mehr Leistung mitbringt, doch damit ausgerüstete Geräte sind deutlich teurer. Wer dennoch einen High-End-Chip von Qualcomm in seinem Windows-Laptop wünscht, bekommt von Dell nun ein entsprechendes Angebot, welches auch insofern beeindruckt, als man in dieser Preisklasse normalerweise Chips wie den Snapdragon 7c geboten bekommt, die eine Leistungsstufe weiter unten angesiedelt sind.

Ob und wann Dell das Inspiron 14 mit Qualcomm-CPU auch in Deutschland anbieten will, ist unklar und angesichts geringer Stückzahlen wohl auch nicht sehr wahrscheinlich.

Zusammenfassung
  • Dell präsentiert Notebook mit ARM-CPU und Windows 11: 499$
  • Qualcomm hat neuen Partner Dell: Entwicklung neuer Geräte mit "Oryon"-CPU
  • Dell Inspiron 14 mit Qualcomm-Chip in USA erhältlich
  • 14 Zoll-Display, kein Touchscreen, 1,44kg
  • USB-A, 2x USB-C, Kopfhöreranschluss, MicroSD-Kartenleser
  • 8GB Arbeitsspeicher, 256GB PCIe-NVMe-SSD, Windows 11 Home im S-Modus
  • 16 Std. Laufzeit, 3.2GHz, 8 Rechenkerne, Snapdragon 8cx Gen 2

Siehe auch:
Notebook, Laptop, SoC, Arm, Qualcomm, Snapdragon, Windows On ARM, WoA, Windows 11 on ARM, Dell Inspiron 14 3420 Notebook, Laptop, SoC, Arm, Qualcomm, Snapdragon, Windows On ARM, WoA, Windows 11 on ARM, Dell Inspiron 14 3420 Dell
Diese Nachricht empfehlen


Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen
Qualcomm Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!