Intel will für Magdeburger Werk einige Milliarden Euro mehr vom Staat

Der Chiphersteller Intel setzt sich bei seiner Ansiedlung in Magdeburg in ein bereits ziemlich weich gepolstertes Nest aus Subventionen. Allerdings versucht der Konzern jetzt, noch einige Milliarden Euro mehr vom Staat herauszuhandeln.
Logo, Intel, Intel Logo, Neues Intel Logo, Intel Logo 2020
Der Bau der großen neuen Chipfabrik wird von staatlicher Seite bereits nach den ursprünglichen Planungen mit insgesamt rund 6,8 Milliarden Euro unterstützt. Die Summe umfasst neben direkten Zuschüssen auch die Schaffung der nötigen Infrastruktur, mit der das Werk angebunden wird, und einige andere Leistungen. Allerdings scheint das Abkommen mit dem Chipkonzern nicht so fest in Stein gemeißelt zu sein, wie es den Anschein erweckte, wie aus einem Bericht des Handelsblattes hervorgeht.

Seitens des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte man, dass Intel eine neue Kalkulation vorgelegt habe - die aber nicht weiter im Detail kommentiert wurde. Dem Bericht zufolge führt Intel hier allerdings verschiedene Teuerungen in der Planungs- und Bauphase an, sodass die Subventionsforderungen auf bis zu 10 Milliarden Euro steigen könnten. In Berlin will man allerdings erst einmal hart bleiben und keine weiteren Zuschüsse zusagen.


Neuere Technologie möglich

Allerdings muss man sich dabei auch mit einer neuen Situation in den USA auseinandersetzen. Denn die dortige Regierung macht gerade enorme Geldmittel locker, mit denen die Ansiedlung neuer Zukunftstechnologien gefördert werden soll. Außerdem wird der Energieverbrauch staatlich unterstützt.

Allerdings hat sich auch an den Planungen Intels etwas geändert. Dem Vernehmen nach will das Unternehmen hierzulande dann doch mit einer noch neueren High End-Technologie an den Start gehen als bisher vorgesehen. Konkret geht es darum, dass in Magdeburg zukünftig Chips mit den neuesten EUV-Maschinen des niederländischen Herstellers ASML gefertigt werden, die Strukturbreiten von 2 Nanometern ermöglichen. Der deutsche Staat könnte sich hier also mit einer höheren Investition als Standort der absolut neuesten Produktionstechnik etablieren. Intel selbst will nach den bisherigen Planungen rund 17 Milliarden Euro in das Werk investieren und damit bis zu 10.000 Arbeitsplätze schaffen.

Zusammenfassung
  • Intel will mehr Subventionen für Chipfabrik in Magdeburg.
  • Staatliche Unterstützung: 6,8 Mrd. Euro.
  • Intel legt neue Kalkulation vor: bis zu 10 Mrd. Euro.
  • USA locken mit großen Geldmitteln für Zukunftstechnologien.
  • Intel will neueste High End-Technologie nutzen.
  • Investitionen Intels: 17 Mrd. Euro, 10.000 Arbeitsplätze.
  • Staat könnte sich als Standort der neuesten Technik etablieren.

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Intels Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!