Brave: Browser umgeht Tor-Sperren mit der Snowflake-Erweiterung
Während das zur Anonymisierung verwendete Overlay-Netzwerk Tor hierzulande ohne Probleme erreichbar ist, wird der Dienst in zahlreichen Ländern gesperrt. Die aktuelle Version des Brave-Browsers verfügt über eine Option, derartige Blockaden einfach zu umgehen.
Seit dem gestern veröffentlichten Update auf Version 1.47 besitzt Brave die Snowflake-Erweiterung, die über die Einstellungen der Software konfiguriert werden kann. Der Browser wurde laut Bleeping Computer bereits vor einiger Zeit mit Support für Tor-Brücken ausgestattet. Brücken bieten auch dann einen Einstiegspunkt in das Netzwerk, wenn der Dienst im Aufenthaltsland des Nutzers gesperrt und nicht verfügbar ist. Um zu verhindern, das Tor-Brücken ebenfalls Zensurmaßnahmen unterfallen, werden die Adressen standardmäßig nicht öffentlich gelistet. Zudem kommen in regelmäßigen Abständen neue Brücken hinzu.
Bei Snowflake handelt es sich um ein Peer-to-Peer-System, das vom Tor-Projekt selbst ins Leben gerufen wurde. Der Dienst stellt temporäre Proxys mithilfe von WebRTC zur Verfügung. Anschließend wird eine Snowflake-Brücke vermittelt, die verwendet werden kann, um sich mit dem Tor-Netzwerk zu verbinden. Im Gegensatz zu einem Tor-Knoten leitet Snowflake den eigentlichen Tor-Datenverkehr nicht weiter.
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Bei Snowflake handelt es sich um ein Peer-to-Peer-System, das vom Tor-Projekt selbst ins Leben gerufen wurde. Der Dienst stellt temporäre Proxys mithilfe von WebRTC zur Verfügung. Anschließend wird eine Snowflake-Brücke vermittelt, die verwendet werden kann, um sich mit dem Tor-Netzwerk zu verbinden. Im Gegensatz zu einem Tor-Knoten leitet Snowflake den eigentlichen Tor-Datenverkehr nicht weiter.
Nutzer können eigene Proxys anbieten
Wer den Service unterstützen möchte, kann selbst Snowflake-Proxys betreiben. Die dazugehörigen Adressen sollen dabei vertraulich behandelt werden. Betreiber eines Proxys können den Datenverkehr der Nutzer nicht mitlesen, da die ohnehin schon verschlüsselten Informationen nur weitergeleitet werden. Manche Administratoren sollten allerdings davon absehen, einen eigenen Proxy zu betreiben. Hierzu zählen Nutzer in Ländern mit blockiertem Tor-Zugang, Systeme mit limitiertem Internetzugang sowie Rechner am Arbeitsplatz.Download Brave Browser - Webbrowser mit Werbeblocker Siehe auch:
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