Speicher ohne Ort: Brave bringt als erster Browser IPFS-Support mit
Der Brave-Browser bringt als erster Webbrowser nativen Support für das neue IPFS-Protokoll mit. Dieses soll die Grundlage für einen weltweit verteilten Datenspeicher bilden, der nicht einfach von Dritten unter Kontrolle gebracht werden kann.
IPFS steht für Inter Planetary File System. Die Technologie wurde im Jahr 2015 erstmals öffentlich vorgestellt. Grob betrachtet funktioniert das dahinterstehende Verfahren ähnlich wie BitTorrent, nur dass hier der Schwerpunkt nicht auf der schnellen Verbreitung sondern in der dauerhaften Speicherung von Inhalten liegt.
Wenn ein User Daten auf dem IPFS ablegt, werden sie auf zahlreichen Systemen in aller Welt verteilt gespeichert. Es gibt also keinen zentralen Server, auf dem die Informationen zu finden sind, sondern viele einzelne User, die jeweils ein wenig Speicherplatz beitragen. Auf diese Weise ist es im Kern kaum möglich, eine Datei offline zu bekommen, indem man einen bestimmten Rechner vom Netz nimmt.
Für die meisten Nutzer dürfte es keinen größeren Unterschied machen, ob man nun einen eigenen Client oder den Brave-Browser installiert. Immerhin handelt es sich hier nicht gerade um einen weit verbreiteten Web-Client. Doch dürfte die Integration des fraglichen Protokolls unter Umständen bedeuten, dass die Unterstützer nun einen Fuß in der Tür haben und auch andere Browser-Entwickler nachziehen.
Siehe auch: "Privatsphäre-Browser" Brave jubelt Nutzern Affiliate-Links unter
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Wenn ein User Daten auf dem IPFS ablegt, werden sie auf zahlreichen Systemen in aller Welt verteilt gespeichert. Es gibt also keinen zentralen Server, auf dem die Informationen zu finden sind, sondern viele einzelne User, die jeweils ein wenig Speicherplatz beitragen. Auf diese Weise ist es im Kern kaum möglich, eine Datei offline zu bekommen, indem man einen bestimmten Rechner vom Netz nimmt.
Vielleicht ein Türöffner
Bisher bedurfte es allerdings einer eigenen Client-Software, um mit dem IPFS zu interagieren. Durch die Integration in den Brave-Browser ist nun aber zumindest das Abrufen von Daten deutlich einfacher geworden. Dateien lassen sich nun durch die Eingabe eines ipfs://-URL direkt ansteuern. Das funktioniert auch mit HTML-Inhalten, die auf dem verteilten Speichersystem abgelegt sind. So gibt es hier beispielsweise eine Kopie der Wikipedia, deren Inhalte im Brave-Browser ab der neuen Version 1.19 nach dem Abrufen aus dem IPFS direkt gerendert werden.Für die meisten Nutzer dürfte es keinen größeren Unterschied machen, ob man nun einen eigenen Client oder den Brave-Browser installiert. Immerhin handelt es sich hier nicht gerade um einen weit verbreiteten Web-Client. Doch dürfte die Integration des fraglichen Protokolls unter Umständen bedeuten, dass die Unterstützer nun einen Fuß in der Tür haben und auch andere Browser-Entwickler nachziehen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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