Apple iPhone 15 mit 3nm-CPU: Verlieren Qualcomm & Co den Anschluss?

Eigentlich arbeiten Qualcomm, MediaTek und Co seit Jahren unter Hochdruck darauf hin, die Performance-Lücke gegenüber den ARM-Chips von Apple bei ihren Prozessoren für Android-Smartphones zu schließen. Jetzt könnten sie aufgrund des Kriegs in der Ukraine den Anschluss verlieren. Laut einem Bericht des taiwanischen Branchendiensts DigiTimes gehen Quellen aus dem Umfeld der großen Hersteller von ARM-Prozessoren für mobile Endgeräte davon aus, dass Apple von der aktuell in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine schlechten wirtschaftlichen Lage und der deshalb stark gesunkenen Nachfrage profitieren könnte, was seine Führungsrolle bei mobilen Chips angeht.

3nm-Chips von Qualcomm & MediaTek erst nächstes Jahr?

Den Quellen zufolge könnten Qualcomm und MediaTek die Einführung von ersten Prozessoren mit nur noch drei Nanometern Strukturbreite verschieben, weil die Nachfrage rund um mobile Endgeräte stark eingebrochen ist. Damit wäre Apple wohl der vorerst einzige Hersteller, der 3nm-SoCs in seinen iPhones und anderen Produkten verbauen kann. Der US-Computerkonzern könnte deshalb den Abstand zur Android-basierten Konkurrenz wieder vergrößern, heißt es.


Für Qualcomm soll sich derzeit die Frage stellen, ob ein Wechsel auf die Fertigung mit drei Nanometern Strukturbreite beim weltweit größten Auftragshersteller TSMC in diesem Jahr lohnt. Apple gilt bereits sicher als erster Abnehmer von derartigen Chips, hat aber auch deutlich bessere Aussichten, diese in seinen iPhones der nächsten Generation trotz vergleichsweise hoher Preise weiterhin erfolgreich verkaufen zu können.

Qualcomm hingegen hat angeblich noch keine endgültige Entscheidung getroffen, weil die Aussichten im Smartphone-Markt abseits von Apple aktuell alles andere als rosig sind. Weil TSMC für jeden Wafer mit 3nm-Chips mehr als 20.000 Dollar verlangt, stellt man sich angeblich die Frage, ob sich dies angesichts der geringen Nachfrage rund um Android-Geräte derzeit rechnet, heißt es.

Sinkende Nachfrage sorgt für Kostendruck bei Qualcomm

Stattdessen könnte sich Qualcomm entscheiden, erst im nächsten Jahr 3nm-SoCs auf den Markt zu bringen und vorerst noch an der Fertigung im 4-Nanometer-Maßstab festzuhalten. Dies würde dem Unternehmen auch mehr Kostenkontrolle erlauben und die Möglichkeit schaffen, vorhandene Lagerbestände von aktuellen Prozessoren abzuverkaufen, so die Spekulation der Quellen aus der Industrie.

Eigentlich hatte Qualcomm mit dem jüngst eingeführten Snapdragon 8 Gen 2 High-End-SoC gerade die Performance-Lücke zu Apples A16 Bionic geschlossen. Zumindest in diversen Benchmark-Tests liegen die beiden Top-SoCs der konkurrierenden Hersteller mittlerweile in Sachen CPU- und GPU-Performance praktisch gleichauf. Dies liegt aber auch daran, dass Apple zuletzt keinen großen Sprung im Hinblick auf die Performance mehr erzielte.

Großkunde Samsung könnte Qualcomm zum Upgrade zwingen

Sollte Apple in diesem Jahr mit dem Wechsel auf die Fertigung seiner Chips mit nur noch drei Nanometern Strukturbreite wieder einen größeren Schritt machen, dürfte Qualcomm nach Meinung mancher Beobachter erneut an Boden verlieren. Sollte sich allerdings Samsung als größter Abnehmer von Qualcomms High-End-SoCs entscheiden, im Nachfolger des Galaxy S23 unbedingt einen 3nm-Chip verbauen zu wollen, könnte Qualcomm gezwungen sein, ein Upgrade in Bezug auf Prozesstechnologie trotz höherer Kosten in Angriff zu nehmen.

Der nach Stückzahlen größte Hersteller von ARM-Chips für mobile Endgeräte MediaTek dürfte in diesem Kontext ohnehin hintenan stehen, da das taiwanische Unternehmen traditionell seine Umsätze eher aus dem Vertrieb günstigerer Chips erzielt und seine High-End-Chips nicht in größeren Stückzahlen verkauft.

Aktuell lässt MediaTek zwar sein Flaggschiff-SoC Dimensity 9200 bei TSMC im 4nm-Maßstab produzieren, da aber gerade die Kunden von MediaTek kostenbewusst agieren, wird der Wechsel auf die 3nm-Fertigung bei dem Unternehmen wohl ohnehin noch etwas länger dauern, so die Quellen.

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