Neue Technologie könnte eine Lösung für globalen Wassermangel sein

Es steht außer Frage, dass der Wassermangel zu den größten Problemen der Menschheit zählt. Wassersparen und der Kampf gegen die Erderwärmung sind das Fundament, doch auch die Technologie kann und muss helfen. Eine Technologie klingt besonders vielversprechend.
Forschung, Wissenschaft, Science, Wasser, Chemie, Molekül, Flüssigkeit
Trinkwasserknappheit und Dürren sind nicht erst heute ein Problem, doch dieses wird immer größer, und zwar rapide. Laut den Vereinten Nationen leben 2,3 Milliarden Menschen in Ländern mit Wasserknappheit, davon 733 Millionen in Ländern mit hoher und kritischer Wasserknappheit. Schon jetzt ist es wichtig, Wasser wiederzuverwerten und zu sparen, aber die Wissenschaft muss auch Wege finden, Trinkwasser neu zu generieren.

Eine vielversprechende Möglichkeit bzw. Idee ist der Wasserdampf über den Ozeanen. Hier sind die Vorräte de facto unbegrenzt und wie Science Alert berichtet, beschreibt eine in Nature veröffentlichte neue Studie, wie man "Erntestrukturen" erschaffen könnte, um diesen Dampf in trinkbares Wasser umzuwandeln. Süßwasser-Generierung über Ozean-LuftfeuchtigkeitSo könnte Süßwasser per Luftfeuchtigkeit über dem Meer erschaffen werden

Wasserbedarf steigt immer mehr

"Irgendwann werden wir einen Weg finden müssen, das Angebot an Süßwasser zu erhöhen, da die Erhaltung und Wiederaufbereitung von Wasser aus bestehenden Quellen zwar wichtig ist, aber nicht ausreicht, um den Bedarf der Menschen zu decken", erläutert Bau- und Umweltingenieur Praveen Kumar, einer der Autoren der Studie. "Wir glauben, dass unsere neu vorgeschlagene Methode dies in großem Maßstab leisten kann."

Die Studie mit dem Titel "Erhöhung der Süßwasserversorgung zur nachhaltigen Bewältigung der globalen Wassersicherheit in großem Maßstab" schlägt gut 200 Meter breite und 100 Meter hohe Strukturen vor (das wäre in etwa die Größe eines Kreuzfahrtschiffes), die den natürlichen Wasserkreislauf nachahmen, indem sie Wasser transportieren, kondensieren und auffangen.

Vereinfacht erklärt wird feuchte Luft über der Meeresoberfläche aufgefangen, zur Küste geleitet und dort kondensiert. Die dafür benötigte Energie könnte per Wind- oder Solarkraft gewonnen werden. Die Studienautoren haben die Luftfeuchtigkeit an 14 Orten der Welt vermessen und errechnet, dass ein solches System im Schnitt den täglichen Wasserbedarf von einer halben Million Menschen decken könnte.

"Das hat es bisher noch nicht gegeben, und ich denke, das liegt daran, dass sich die Forscher so sehr auf landgestützte Lösungen konzentrieren - aber unsere Studie zeigt, dass es tatsächlich andere Möglichkeiten gibt", sagte die Atmosphärenforscherin Francina Dominguez.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!