Microsoft: Das Windows Subsystem für Linux ist jetzt erwachsen

Microsoft hat jetzt auch offiziell den Startschuss für die finale Version des Windows Subsystems für Linux (WSL) getätigt. Dass es nun so weit ist, zeigte sich bereits vor einigen Tagen, als im Microsoft Store die Version 1.0 ohne Preview-Kennzeichnung erschien. Microsoft nutzt das Ereignis dabei auch, um das WSL komplett vom Windows-Betriebssystem zu entkoppeln. Der Standard sei demnach nur noch die App aus dem Microsoft Store. Bisher wurde die Umgebung, in der Linux-Distributionen direkt unter Linux eingesetzt werden konnten, in erster Linie als optionale Komponente von Windows selbst bereitgestellt.

Die Verbindung mit dem Store macht es deutlich einfacher, die Weiterentwicklung voranzutreiben. Die Bereitstellung von Updates ist nämlich nicht mehr mit Betriebssystem-Aktualisierungen verbunden, sondern kann eben abgekoppelt davon über den Store erfolgen.

GUI-Apps unter Windows 10

Microsoft räumt ein, dass die unterschiedlichen Versionen der WSL für Verwirrung gesorgt haben. "Hier ist die klare Erklärung dazu. Es gibt zwei Arten von WSL-Distros: 'WSL 1'- und 'WSL 2'-Distributionen. Diese unterscheiden sich in der Art, wie deine Distro läuft und sich verhält, da sie unterschiedliche Architekturen haben. WSL 2-Distributionen haben eine bessere Dateisystemleistung und verwenden einen echten Linux-Kernel, erfordern aber eine Virtualisierung", erklärte Craig Loewen, Program Manager bei der Windows Developer Platform. Standardmäßig über den Store wird die WSL 2-Variante angeboten.

Mit der Bereitstellung der neuesten Version im Microsoft Store kommen einige Neuerungen auf die User zu. So können nun auch Windows 10-Nutzer direkt GUI-Anwendungen für Linux auf ihrem Windows-Desktop laufen lassen. Weiterhin stehen diverse Administrations-Features, die bisher nur in der Komponenten-Variante verfügbar waren, auch in der App zur Verfügung.

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