Amazon nahm Fahrern ihr Trinkgeld weg - jetzt geht es vor Gericht
Amazon muss sich aufgrund eines weiteren Aspekts seines Umgangs mit Angestellten vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe drehen sich darum, dass der Konzern seinen Kurierfahrern die von zufriedenen Kunden bezahlten Trinkgelder vorenthalten haben soll.
Eingereicht wurde die Klage jetzt von der Generalstaatsanwaltschaft in Washington, D.C. Das Unternehmen habe "die Verbraucher in dem Glauben gelassen, dass die Entlohnung der Fahrer erhöht wird, während Amazon die Trinkgelder in Wirklichkeit abgezweigt hat, um seine eigenen Arbeitskosten zu senken und die Gewinne zu erhöhen", erklärte Generalstaatsanwalt Karl Racine.
Konkret geht es um den Amazon Flex-Dienst, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei diesem setzt Amazon auf Fahrer, die mit ihrem eigenen Auto fahren und Lebensmittel und andere Waren mit Express-Lieferung zu den Kunden bringen. Die Bestellungen laufen dabei in der Regel über die Prime Now- und Amazon Fresh-Programme.
"Wenn ein Unternehmen dabei erwischt wird, seine Arbeitnehmer zu bestehlen, reicht es nicht aus, dass das Unternehmen den gestohlenen Betrag zurückzahlt. Diebstahl von Arbeitnehmern ist Diebstahl, und es sind erhebliche Strafen erforderlich, um von diesem rechtswidrigen Verhalten stark abzuschrecken", kommentierte der Generalstaatsanwalt weiter. Amazon stellte die Praxis ein, nachdem die Handelsaufsicht FTC im Jahr 2019 Ermittlungen eingeleitet hatte. Zu dem nun eingeleiteten Gerichtsverfahren wurde noch keine Stellungnahme abgegeben.
Siehe auch: Amazon prellte tausende Fahrer um Trinkgelder - Behörde verteilt jetzt
Konkret geht es um den Amazon Flex-Dienst, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei diesem setzt Amazon auf Fahrer, die mit ihrem eigenen Auto fahren und Lebensmittel und andere Waren mit Express-Lieferung zu den Kunden bringen. Die Bestellungen laufen dabei in der Regel über die Prime Now- und Amazon Fresh-Programme.
Diebstahl ist Diebstahl
Die Klage wird vor dem Superior Court for the District of Columbia verhandelt. Die Staatsanwaltschaft will unter anderem durchsetzen, dass Amazon zivilrechtliche Strafen für sein Vorgehen erhält. Weiterhin beantragt man eine Anordnung, die es dem Konzern auch für die Zukunft untersagt, sich an den Trinkgeldern zu vergreifen, die Kunden den Lieferanten zukommen lassen wollen. Amazon hat sich "bisher einer angemessenen Rechenschaftspflicht, einschließlich zivilrechtlicher Auflagen, für den Schaden der Verbraucher entzogen", sagte Racine. Dass hier Kunden zu Schaden gekommen sind, macht man daran fest, dass ihr Geld nicht seinem Bestimmungszweck zugeführt wurde. Stattdessen nutzte es das Unternehmen, die zuvor ohnehin schon einkalkulierten Lohnkosten zu senken."Wenn ein Unternehmen dabei erwischt wird, seine Arbeitnehmer zu bestehlen, reicht es nicht aus, dass das Unternehmen den gestohlenen Betrag zurückzahlt. Diebstahl von Arbeitnehmern ist Diebstahl, und es sind erhebliche Strafen erforderlich, um von diesem rechtswidrigen Verhalten stark abzuschrecken", kommentierte der Generalstaatsanwalt weiter. Amazon stellte die Praxis ein, nachdem die Handelsaufsicht FTC im Jahr 2019 Ermittlungen eingeleitet hatte. Zu dem nun eingeleiteten Gerichtsverfahren wurde noch keine Stellungnahme abgegeben.
Siehe auch: Amazon prellte tausende Fahrer um Trinkgelder - Behörde verteilt jetzt
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