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Verfahren zur Zerschlagung Amazons steht in den Startlöchern
Amazon hat die Wettbewerbsbehörden in den vergangenen Jahren vielfältig herausgefordert. Das soll nun in einem Prozess münden, der eine Zerschlagung der derzeitigen Konzernstrukturen zur Folge haben kann - die entsprechende Klageschrift ist fast fertig.
Die Ausarbeitung durch die Anwälte der FTC steht demnach kurz vor der Fertigstellung. Die gesamten Unterlagen könnten bereits im August an ein Gericht übergeben werden. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie zu einer gerichtlich angeordneten Umstrukturierung des Konzerns bzw. eben dessen Zerschlagung in mehrere Geschäftsbereiche führen.
Ein zweiter Schwerpunkt dürften die Konditionen sein, mit denen externe Anbieter sich in die Amazon-Verkaufsplattform einklinken können. Diese bekommen es hier mit einer Reihe von Regeln zu tun, die wohl auch über ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen entscheiden. So sollen sie ihre Produkte nirgends günstiger anbieten als bei Amazon und möglichst auch den Logistik-Service des Konzerns nutzen. Seitens des Unternehmens wird eine Verbindung zwischen Sichtbarkeit und Wohlverhalten zwar dementiert, doch ist dies immer wieder Thema in Beschwerden über den Konzern.
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FTC arbeitet an der Klageschrift
Angestoßen wird der Prozess von der US-Handelsbehörde FTC. Diese hatte sich in den vergangenen Jahren bereits mit einer ganzen Reihe einzelner Aspekte beschäftigt, die bei Amazon aus wettbewerbsrechtlicher Sicht problematisch laufen. Die verschiedenen Fäden werden nun zu einem Gesamtkomplex verwoben, der in einer gebündelten Klageschrift dargelegt werden soll, berichtet das US-Magazin Politico unter Berufung auf vier verschiedene, nicht namentlich genannte Quellen.Die Ausarbeitung durch die Anwälte der FTC steht demnach kurz vor der Fertigstellung. Die gesamten Unterlagen könnten bereits im August an ein Gericht übergeben werden. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie zu einer gerichtlich angeordneten Umstrukturierung des Konzerns bzw. eben dessen Zerschlagung in mehrere Geschäftsbereiche führen.
Mehrere Schwerpunkte
Bis die Klageschrift durch das Gericht veröffentlicht wird, lässt sich über die Einzelheiten wenig sagen. Allerdings kann man aus den bisher strittigen Fragen durchaus wahrscheinliche Schwerpunkte herleiten. So dürfte sich Vieles um die Amazon Prime-Abos drehen, die ursprünglich als Service für den kostenlosen Versand starteten. Inzwischen sind hier aber diverse andere Dienste wie Video-Streaming und eine Musik-Flatrate enthalten. Aus Sicht der FTC zementiert Amazon auf diese Weise mit illegalen Methoden seine marktbeherrschende Stellung in verschiedenen Bereichen.Ein zweiter Schwerpunkt dürften die Konditionen sein, mit denen externe Anbieter sich in die Amazon-Verkaufsplattform einklinken können. Diese bekommen es hier mit einer Reihe von Regeln zu tun, die wohl auch über ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen entscheiden. So sollen sie ihre Produkte nirgends günstiger anbieten als bei Amazon und möglichst auch den Logistik-Service des Konzerns nutzen. Seitens des Unternehmens wird eine Verbindung zwischen Sichtbarkeit und Wohlverhalten zwar dementiert, doch ist dies immer wieder Thema in Beschwerden über den Konzern.
Zusammenfassung
- FTC will Amazon zerschlagen, Klageschrift fast fertig.
- Klage könnte zu gerichtlich angeordneter Umstrukturierung führen.
- Schwerpunkte: Prime-Abos, Konditionen für externe Anbieter.
- Konditionen: nirgends günstiger als bei Amazon, Logistik-Service.
- Sichtbarkeit in Suchergebnissen abhängig von Wohlverhalten?
- Amazon dementiert Verbindung zwischen Sichtbarkeit & Wohlverhalten.
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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