Neutronenstern "vergisst" zum schwarzen Loch zu werden
Beobachtungen eines Neutronensterns haben Astronomen in Erstaunen versetzt - denn das Objekt dürfte es in dieser Form eigentlich gar nicht geben. Das besagen zumindest alle Modelle über die Entwicklung schwerer Objekte im Universum.
Der fragliche Neutronenstern war schlicht übergewichtig. Er entstand durch die Verschmelzung von zwei kleineren Neutronensternen. Normalerweise entsteht dabei ein Objekt, das so massiv ist, dass es unter der eigenen Schwerkraft fast augenblicklich zu einem Schwarzen Loch kollabiert. Doch in diesem Fall blieb für einen Tag ein Neutronenstern im Sichtfeld der Astronomen, dann wanderte das Objekt aus dem Beobachtungsbereich heraus.
"Ein derart massereicher Neutronenstern mit einer langen Lebenserwartung wird normalerweise nicht als möglich angesehen", so Nuria Jordana-Mitjans, Astronomin an der Universität Bath in England. "Es ist ein Rätsel, warum dieser Stern so langlebig war." Irgendetwas scheint den Neutronenstern daran gehindert zu haben, "zu bemerken, wie massiv er ist". Eine Möglichkeit sei es, dass der Stern so schnell und mit so gewaltigen Magnetfeldern rotierte, dass sein Kollaps verzögert wurde - so wie Wasser in einem gekippten Eimer bleibt, wenn man ihn schnell genug herumschwenkt.
Neutronensterne sind die kleinsten und dichtesten Sterne, die es gibt. Sie befinden sich in der Mitte zwischen herkömmlichen Sternen und Schwarzen Löchern. Sie sind etwa 20 Kilometer groß und weisen eine so hohe Dichte auf, dass ein Teelöffel des Materials eine Masse von 1 Milliarde Tonnen hätte. Sie haben eine glatte Kruste aus reinen Neutronen, die 10 Milliarden Mal stärker ist als Stahl.
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"Ein derart massereicher Neutronenstern mit einer langen Lebenserwartung wird normalerweise nicht als möglich angesehen", so Nuria Jordana-Mitjans, Astronomin an der Universität Bath in England. "Es ist ein Rätsel, warum dieser Stern so langlebig war." Irgendetwas scheint den Neutronenstern daran gehindert zu haben, "zu bemerken, wie massiv er ist". Eine Möglichkeit sei es, dass der Stern so schnell und mit so gewaltigen Magnetfeldern rotierte, dass sein Kollaps verzögert wurde - so wie Wasser in einem gekippten Eimer bleibt, wenn man ihn schnell genug herumschwenkt.
Beobachtung mit Folgen
Die Beobachtungen werfen auch Fragen über die Quelle der unglaublich energiereichen Blitze auf, die als kurze Gammastrahlenausbrüche (GRB) bekannt sind. Man nahm bisher an, dass diese Blitze - die energiereichsten Ereignisse im Universum seit dem Urknall - von den Polen eines neu entstandenen Schwarzen Lochs ausgehen. In diesem Fall muss der beobachtete GRB jedoch vom Neutronenstern selbst ausgegangen sein, was darauf hindeutet, dass ein ganz anderer Prozess im Spiel war.Neutronensterne sind die kleinsten und dichtesten Sterne, die es gibt. Sie befinden sich in der Mitte zwischen herkömmlichen Sternen und Schwarzen Löchern. Sie sind etwa 20 Kilometer groß und weisen eine so hohe Dichte auf, dass ein Teelöffel des Materials eine Masse von 1 Milliarde Tonnen hätte. Sie haben eine glatte Kruste aus reinen Neutronen, die 10 Milliarden Mal stärker ist als Stahl.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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