Der Winter naht: Heizkosten sparen mit smarten Thermostaten
Smarte Thermostate für Heizungen stehen hoch im Kurs, da wegen hoher Kosten für Gas und Strom viele Haushalte an ihren Sparkonzepten festhalten. Mit ihnen wird das Smart Home sinnvoll ausgebaut und im besten Fall können Heizkosten gesenkt werden.
Smarte Heizkörperthermostate von Marken wie AVM, Tado, Homematic, Bosch und Eve gehören derzeit zu den einfachsten Methoden, um den hohen Energiepreisen zumindest etwas entgegenzuwirken. Die Anschaffungskosten sind je nach Ökosystem oft überschaubar und die Installation ist bei nahezu allen Modellen ohne Monteur auch für Laien möglich.
Von klassischen Thermostaten unterscheiden sich die smarten Ableger in einem grundlegenden Punkt. Sie werden per WLAN oder DECT (Bsp. AVM) mit dem Heimnetzwerk oder dem Internet verbunden und alternativ zur Bedienung am Heizkörper selbst per Smartphone-App gesteuert. Die Vorteile: Die Heizung kann aus der Ferne bedient, Zeitpläne angelegt, Routinen definiert und Sprachassistenten verbunden werden.
Und wie wird gespart? Mit smarten Voreinstellungen kann die "Fehlerquelle Mensch" aus der Rechnung der Heizkosten entfernt werden. Zudem gilt ein Smart-Thermostat als Komfort-Gadget. Einmal korrekt programmiert, muss man sich keine Sorgen mehr darüber machen, ob man eventuell versehentlich die Heizung zu lang angelassen hat.
Inhaltsverzeichnis:
Die Heizung einfach von unterwegs aus oder von der Couch steuern
Doch anstelle einer Konfiguration über die passenden Alexa-, Google Home- oder Apple Home-Apps brauen die Hersteller von smarten Thermostaten meist ihr eigenes Süppchen. Dabei wird nicht nur die Software von Bosch, AVM, Tado und Co. benötigt, sondern auch die passenden Gateways, sogenannte Hubs. Die kleinen Module werden mit dem heimischen Router oder WLAN verbunden, um die Thermostate später zu steuern.
Auch AVM hat mit seinem Fritz-Set eine gute Basis fürs Smart Home
Dabei gibt es nur wenige Ausnahmen: So verlangt AVM nach einem oftmals bereits vorhandenen FritzBox-Router, smarte Thermostate von Eve können sogar ganz ohne Hub via Bluetooth gesteuert werden. Eine direkte Verbindung zu herstellerunabhängigen Gateways, etwa einem Amazon Echo mit ZigBee-Standard, lassen die wenigsten Unternehmen zu - vor allem nicht die bekannten Marken.
Tipp: Haltet nach Geräten mit "Matter"-Kompatibilität Ausschau. Die neue Technologie ermöglicht auf kurz oder lang, dass Smart-Home-Gadgets auch ökosystemübergreifend funktionieren und ihr euch somit bald nicht mehr auf Apple, Google, Amazon oder andere versteifen müsst. Viele Hersteller versprechen ein passendes Matter-Update auch für ältere Produkte.
Wer sein Smart Home das erste Mal mit Thermostaten bestückt, sollte sich nach einem Starter-Kit der jeweiligen Hersteller umsehen, das den Hub und ein oder mehrere Thermostate enthält. Danach kann theoretisch dasselbe Ökosystem genutzt werden, um sich auch mit smarten Steckdosen, Lampen, Fensterkontakten und Co. auszustatten, soweit man mit den Produkten und Apps zufrieden ist.
Viele Hersteller liefern Adapter für nahezu alle gängigen Ventile mit
Besitzer alter Heizkörper stehen allerdings vor der Frage: Passt das smarte Thermostat an meine Heizung? Die einfache Antwort: Ja. Allerdings sollte man sich im Vorfeld erkundigen, welches Ventil verbaut ist. Dabei trifft man oft auf Marken wie Oventrop, Danfoss, Ista, Heimeier und Co. Nicht selten muss dafür ein Adapter verbaut werden, der sich entweder im Lieferumfang befindet oder für 5 bis 20 Euro zum Beispiel bei Amazon erhältlich ist.
Tipp: Auf den Webseiten der Smart-Thermostat-Hersteller wird die Kompatibilität zu Ventilen oft sogar bebildert erklärt und direkt aufgezeigt, ob ein mitgelieferter oder zusätzlicher Adapter notwendig ist. So zum Beispiel in den Anleitungen von Tado oder Homematic. Communities und Blogs wie "Haustechnik verstehen" unterstützen zudem dabei, das eigene Ventil zu identifizieren und Hilfestellungen zur Installation von Adaptern zu geben.
Die AVM-Thermostate harmonieren vor allem in Verbindung mit einer FritzBox
Neben einer einfachen Installation und Einrichtung profitiert man hier von programmierbaren Zeitplänen, definierbaren Temperaturen für verschiedene Räume und Zonen und der App-Steuerung unterwegs. Weiterhin sorgt ein optionaler Boost-Modus für die schnelle Aufheizung der Wohnung und eine "Fenster-offen-Erkennung" stoppt den Heizvorgang beim Lüften. Zusätzlich lassen sich die Thermostate manuell direkt an der Heizung bedienen, falls das Smartphone gerade nicht zur Hand ist.
Fritz hat nachgerüstet: Die Thermostate von AVM bieten mittlerweile sogenanntes Geofencing (via Fritz!App Smart Home), womit sich der Heizkörper automatisch regulieren kann, etwa wenn alle Personen das Zuhause verlassen. Allerdings ist man in Hinsicht auf die Sprachsteuerung weiterhin auf Drittanbieter-Skills für Alexa und Siri angewiesen. Hier hätte AVM eine elegantere Lösung bieten können.
Tado ist ein bewährter Hersteller für Smart-Thermostate
Besonders interessant wird es, wenn man die Tado-App mithilfe des AI Assist (früher Auto-Assist) aufwertet. Für diesen Service werden 3,99 Euro pro Monat oder 29,99 Euro pro Jahr fällig. Damit wird unter anderem die automatische Geofencing-Funktion aktiviert, die das Verlassen oder Annähern an die eigenen vier Wände feststellt und die Heizung entsprechend reguliert. Zusätzlich schaltet das Tado-Abo eine Kostenanalyse (Energy IQ) frei und benachrichtigt Nutzer über mögliche Probleme mit verbundenen Heizkörpern.
Extrapunkte: Auch ohne Abonnement können die smarten Tado-Thermostate Heizungen anhand von Wettervorhersagen und einer Raumluftanalyse optimieren, um auch gegen schnelle Kälteeinbrüche gewappnet zu sein oder rechtzeitig an das Lüften der Wohnung zu erinnern.
Homematic IP setzt vor allem auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Ferner ist das Homematic-Thermostat samt App vergleichsweise simpel gestrickt. Ähnlich den Produkten von AVM und Tado können verschiedene Zeitpläne angelegt und sogar drei Profile (z.B. Frühjahr, Herbst, Winter) programmiert werden. Zudem wird ein schnelles Aufheizen (Boost) angeboten und auch die manuelle Steuerung am Thermostat ist möglich. Eine "Fenster-offen-Erkennung" wird ebenfalls geboten, scheinbar allerdings nur dann, wenn zudem auch Fensterkontakte von Homematic zum Einsatz kommen.
Verzicht auf etwas Luxus: Während Tado mit Geofencing und der Einbeziehung des Wetterberichts glänzen kann, verzichtet Homematic IP auf ebendiese Funktionen. Dafür sind die Starter-Kits und Thermostate deutlich erschwinglicher.
Auch das deutsche Unternehmen Bosch ist mit eigenen Thermostaten am Start
Der Funktionsumfang unterscheidet sich nicht von dem der Mitbewerber. Zeitpläne und Routinen gehören auch hier zum Alltag. Allerdings braucht es kaum mehr, wenn man bedenkt, dass es am Ende das Ziel sein sollte, Heizkörper einmalig zu konfigurieren und sich keine Gedanken mehr über dessen Steuerung machen zu müssen. Alles andere würde sich bis auf eine Fernsteuerung nicht vom manuellen Aufdrehen eines Thermostats unterscheiden.
Vorteile bei Bosch: Wer sich auf das Ökosystem von Bosch einlässt, hat gute Chancen, sein Smart Home später weiter aufzurüsten. Der Hersteller bietet nicht nur smarte Thermostate mit Matter, sondern eine Vielzahl von Produkten an, insbesondere Lampen, IP-Kameras, Rauchmelder, Steckdosen und Bewegungsmelder. Sogar Unterputzvarianten werden verkauft, sollte die feste Installation von Smart-Home-Zubehör geplant sein.
Eve konzentriert sich rundum auf den Apple-HomeKit-Markt
Über die Eve-App werden Zeitpläne erstellt, Kindersicherungen aktiviert, Temperaturabweichungen definiert und ein Urlaubsmodus eingestellt. Der Funktionsumfang ist somit der gleiche wie bei den Konkurrenten. Die direkte HomeKit-Integration sorgt allerdings dafür, dass die Sprachsteuerung via Siri deutlich einfacher von der Hand geht als mit den Plug-ins von AVM und Co. Es kommt hinzu, dass Eve zudem Steckdosen, Lampen, Lichtschalter, Kameras und sogar Outdoor-Anlagen anbietet, um das Smart-Home-System zu erweitern.
Es ist nicht alles Gold: Leider können Siri und die Apple Home-App nur für die Steuerung der Heizung verwendet werden. Für Zeitpläne, Analysen und Co. müssen iPhone-Nutzer auf die Eve-App ausweichen. Aber den meisten dürfte ein "Hey Siri, stell die Temperatur im Wohnzimmer auf 20 Grad" bereits ausreichen.
Nahezu alle Hersteller von Smart-Thermostaten bieten die optionalen Temperatursensoren in ihrem Portfolio an, überwiegend in Kombination mit einer Schaltfläche und Anzeige zum Einstellen der Raumtemperatur. Je nach Ökosystem liegt der Aufpreis bei bis zu 100 Euro. Doch die Investition lohnt sich, um Heizkosten zu sparen und den jeweiligen Raum auf die richtige Temperatur zu bringen. Schließlich sollte man es im Winter ausreichend warm haben und gleichzeitig nicht von der Heizkostenabrechnung erschlagen werden.
Sagt uns gerne in den Kommentaren, auf welche Gadgets ihr setzt und wie ihr sie in euren smarten Alltag integriert.
Siehe auch:
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Von klassischen Thermostaten unterscheiden sich die smarten Ableger in einem grundlegenden Punkt. Sie werden per WLAN oder DECT (Bsp. AVM) mit dem Heimnetzwerk oder dem Internet verbunden und alternativ zur Bedienung am Heizkörper selbst per Smartphone-App gesteuert. Die Vorteile: Die Heizung kann aus der Ferne bedient, Zeitpläne angelegt, Routinen definiert und Sprachassistenten verbunden werden.
Und wie wird gespart? Mit smarten Voreinstellungen kann die "Fehlerquelle Mensch" aus der Rechnung der Heizkosten entfernt werden. Zudem gilt ein Smart-Thermostat als Komfort-Gadget. Einmal korrekt programmiert, muss man sich keine Sorgen mehr darüber machen, ob man eventuell versehentlich die Heizung zu lang angelassen hat.
Inhaltsverzeichnis:
Die Heizung einfach von unterwegs aus oder von der Couch steuern
Smarte Thermostate: Die Wahl des Ökosystems
Bevor man sich nach passenden Thermostaten umsieht, sollte man sich über das gewünschte Ökosystem im eigenen Smart Home Gedanken machen. Apple-Nutzer könnten das hauseigene HomeKit samt Siri bevorzugen, andere zum Beispiel nach einer Kompatibilität mit den Sprachassistenten Amazon Alexa oder Google Assistant Ausschau halten. Letztere beide werden von deutlich mehr Produkten unterstützt.Doch anstelle einer Konfiguration über die passenden Alexa-, Google Home- oder Apple Home-Apps brauen die Hersteller von smarten Thermostaten meist ihr eigenes Süppchen. Dabei wird nicht nur die Software von Bosch, AVM, Tado und Co. benötigt, sondern auch die passenden Gateways, sogenannte Hubs. Die kleinen Module werden mit dem heimischen Router oder WLAN verbunden, um die Thermostate später zu steuern.
Auch AVM hat mit seinem Fritz-Set eine gute Basis fürs Smart Home
Dabei gibt es nur wenige Ausnahmen: So verlangt AVM nach einem oftmals bereits vorhandenen FritzBox-Router, smarte Thermostate von Eve können sogar ganz ohne Hub via Bluetooth gesteuert werden. Eine direkte Verbindung zu herstellerunabhängigen Gateways, etwa einem Amazon Echo mit ZigBee-Standard, lassen die wenigsten Unternehmen zu - vor allem nicht die bekannten Marken.
Tipp: Haltet nach Geräten mit "Matter"-Kompatibilität Ausschau. Die neue Technologie ermöglicht auf kurz oder lang, dass Smart-Home-Gadgets auch ökosystemübergreifend funktionieren und ihr euch somit bald nicht mehr auf Apple, Google, Amazon oder andere versteifen müsst. Viele Hersteller versprechen ein passendes Matter-Update auch für ältere Produkte.
Wer sein Smart Home das erste Mal mit Thermostaten bestückt, sollte sich nach einem Starter-Kit der jeweiligen Hersteller umsehen, das den Hub und ein oder mehrere Thermostate enthält. Danach kann theoretisch dasselbe Ökosystem genutzt werden, um sich auch mit smarten Steckdosen, Lampen, Fensterkontakten und Co. auszustatten, soweit man mit den Produkten und Apps zufrieden ist.
Eine Frage des Ventils: Installation und Adapter
Bei modernen Heizkörpern ist die Montage eines smarten Heizungsthermostats meist innerhalb weniger Minuten erledigt. Mit einer handelsüblichen Rohrzange wird das klassische Thermostat abgeschraubt und das neue ebenso einfach installiert. Dabei tritt kein Wasser aus und auch eine Entlüftung der Heizung ist nicht notwendig.
Viele Hersteller liefern Adapter für nahezu alle gängigen Ventile mit
Besitzer alter Heizkörper stehen allerdings vor der Frage: Passt das smarte Thermostat an meine Heizung? Die einfache Antwort: Ja. Allerdings sollte man sich im Vorfeld erkundigen, welches Ventil verbaut ist. Dabei trifft man oft auf Marken wie Oventrop, Danfoss, Ista, Heimeier und Co. Nicht selten muss dafür ein Adapter verbaut werden, der sich entweder im Lieferumfang befindet oder für 5 bis 20 Euro zum Beispiel bei Amazon erhältlich ist.
Tipp: Auf den Webseiten der Smart-Thermostat-Hersteller wird die Kompatibilität zu Ventilen oft sogar bebildert erklärt und direkt aufgezeigt, ob ein mitgelieferter oder zusätzlicher Adapter notwendig ist. So zum Beispiel in den Anleitungen von Tado oder Homematic. Communities und Blogs wie "Haustechnik verstehen" unterstützen zudem dabei, das eigene Ventil zu identifizieren und Hilfestellungen zur Installation von Adaptern zu geben.
AVM Fritz!DECT 302 / 301 für FritzBox-Nutzer
Die FritzBox ist aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken, ganz egal, ob man das Internet via Kabel, Glasfaser oder DSL bezieht. Ab Werk bieten die meisten Router von AVM einen integrierten Smart-Home-Hub (via DECT-Funk), der für Steckdosen, Lampen, kabellose Telefone und natürlich auch smarte Heizkörper-Thermostate, wie die Produkte Fritz!DECT 302 und Fritz!DECT 301, genutzt werden kann.
Die AVM-Thermostate harmonieren vor allem in Verbindung mit einer FritzBox
Neben einer einfachen Installation und Einrichtung profitiert man hier von programmierbaren Zeitplänen, definierbaren Temperaturen für verschiedene Räume und Zonen und der App-Steuerung unterwegs. Weiterhin sorgt ein optionaler Boost-Modus für die schnelle Aufheizung der Wohnung und eine "Fenster-offen-Erkennung" stoppt den Heizvorgang beim Lüften. Zusätzlich lassen sich die Thermostate manuell direkt an der Heizung bedienen, falls das Smartphone gerade nicht zur Hand ist.
Fritz hat nachgerüstet: Die Thermostate von AVM bieten mittlerweile sogenanntes Geofencing (via Fritz!App Smart Home), womit sich der Heizkörper automatisch regulieren kann, etwa wenn alle Personen das Zuhause verlassen. Allerdings ist man in Hinsicht auf die Sprachsteuerung weiterhin auf Drittanbieter-Skills für Alexa und Siri angewiesen. Hier hätte AVM eine elegantere Lösung bieten können.
Tado° Smart-Thermostate: Premium-Produkte mit Abo
Tado bietet mit seinen smarten Thermostaten hochwertige und vielseitige Produkte an, lässt sich diese allerdings auch fürstlich bezahlen. Ein großer Vorteil: Das Smart-Home-Zubehör ist mit allen drei Sprachassistenten und Ökosystemen kompatibel - Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit (Siri). Dabei erfüllt Tado sämtliche Basics, von der App-Steuerung über Zeitpläne und Fenstererkennung bis hin zu Kurzbefehlen zum schnellen Deaktivieren oder Hochfahren der Heizung.
Tado ist ein bewährter Hersteller für Smart-Thermostate
Besonders interessant wird es, wenn man die Tado-App mithilfe des AI Assist (früher Auto-Assist) aufwertet. Für diesen Service werden 3,99 Euro pro Monat oder 29,99 Euro pro Jahr fällig. Damit wird unter anderem die automatische Geofencing-Funktion aktiviert, die das Verlassen oder Annähern an die eigenen vier Wände feststellt und die Heizung entsprechend reguliert. Zusätzlich schaltet das Tado-Abo eine Kostenanalyse (Energy IQ) frei und benachrichtigt Nutzer über mögliche Probleme mit verbundenen Heizkörpern.
Extrapunkte: Auch ohne Abonnement können die smarten Tado-Thermostate Heizungen anhand von Wettervorhersagen und einer Raumluftanalyse optimieren, um auch gegen schnelle Kälteeinbrüche gewappnet zu sein oder rechtzeitig an das Lüften der Wohnung zu erinnern.
Homematic IP Basic: Thermostate für wenig Geld
Die Starter- und Erweiterungs-Sets "Heizen" von Homematic IP gehören zu den Amazon-Bestsellern im Bereich der Thermostate. Für unter 100 Euro deckt man mit dem Kit zwei Heizkörper ab und auch der eingangs erwähnte Hub liegt dem Paket bei. Die Thermostate bieten sich vor allem dann an, wenn das eigene Smart Home via Amazon Alexa oder Google Assistant gesteuert werden soll. Apples HomeKit ist hingegen nicht kompatibel.
Homematic IP setzt vor allem auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Ferner ist das Homematic-Thermostat samt App vergleichsweise simpel gestrickt. Ähnlich den Produkten von AVM und Tado können verschiedene Zeitpläne angelegt und sogar drei Profile (z.B. Frühjahr, Herbst, Winter) programmiert werden. Zudem wird ein schnelles Aufheizen (Boost) angeboten und auch die manuelle Steuerung am Thermostat ist möglich. Eine "Fenster-offen-Erkennung" wird ebenfalls geboten, scheinbar allerdings nur dann, wenn zudem auch Fensterkontakte von Homematic zum Einsatz kommen.
Verzicht auf etwas Luxus: Während Tado mit Geofencing und der Einbeziehung des Wetterberichts glänzen kann, verzichtet Homematic IP auf ebendiese Funktionen. Dafür sind die Starter-Kits und Thermostate deutlich erschwinglicher.
Bosch Smart Home: Thermostate mit "Tradition"
Neben Waschmaschinen, Küchengeräten und Co. hat auch Bosch bereits vor langer Zeit das Smart Home für sich entdeckt und bietet mittlerweile auch smarte Thermostate an. Das Traditionsunternehmen liefert Apps für iOS und Android, arbeitet in Hinsicht auf die Sprachassistenten jedoch vorrangig mit dem Google Assistant und Amazon Alexa. Zudem wird - wie auch bei Tado und Homematic - ein zusätzliches Gateway (Bosch Smart Home Controller) benötigt, das nahezu sämtlichen Starter-Kits beiliegt.
Auch das deutsche Unternehmen Bosch ist mit eigenen Thermostaten am Start
Der Funktionsumfang unterscheidet sich nicht von dem der Mitbewerber. Zeitpläne und Routinen gehören auch hier zum Alltag. Allerdings braucht es kaum mehr, wenn man bedenkt, dass es am Ende das Ziel sein sollte, Heizkörper einmalig zu konfigurieren und sich keine Gedanken mehr über dessen Steuerung machen zu müssen. Alles andere würde sich bis auf eine Fernsteuerung nicht vom manuellen Aufdrehen eines Thermostats unterscheiden.
Vorteile bei Bosch: Wer sich auf das Ökosystem von Bosch einlässt, hat gute Chancen, sein Smart Home später weiter aufzurüsten. Der Hersteller bietet nicht nur smarte Thermostate mit Matter, sondern eine Vielzahl von Produkten an, insbesondere Lampen, IP-Kameras, Rauchmelder, Steckdosen und Bewegungsmelder. Sogar Unterputzvarianten werden verkauft, sollte die feste Installation von Smart-Home-Zubehör geplant sein.
Eve Thermo: Heizungslösung für Apple-Nutzer
Stellen sich AVM, Tado, Bosch und Co. vergleichsweise breit auf, um so viele Ökosysteme wie möglich zu unterstützen, zielt Eve vorrangig auf Apple-Kunden ab. Das Eve Thermo genannte Smart-Thermostat ist dank Matter aber auch mit Alexa, Google Home und Co. kompatibel. Zudem dienen im Haushalt eventuell bereits vorhandene Apple-Produkte, wie der Apple TV 4K und die HomePod-Familie, als Hub für sämtliche Eve-Geräte. Alternativ können iPhones oder iPads eine Bluetooth-Verbindung zu den Heizkörpern aufbauen.
Eve konzentriert sich rundum auf den Apple-HomeKit-Markt
Über die Eve-App werden Zeitpläne erstellt, Kindersicherungen aktiviert, Temperaturabweichungen definiert und ein Urlaubsmodus eingestellt. Der Funktionsumfang ist somit der gleiche wie bei den Konkurrenten. Die direkte HomeKit-Integration sorgt allerdings dafür, dass die Sprachsteuerung via Siri deutlich einfacher von der Hand geht als mit den Plug-ins von AVM und Co. Es kommt hinzu, dass Eve zudem Steckdosen, Lampen, Lichtschalter, Kameras und sogar Outdoor-Anlagen anbietet, um das Smart-Home-System zu erweitern.
Es ist nicht alles Gold: Leider können Siri und die Apple Home-App nur für die Steuerung der Heizung verwendet werden. Für Zeitpläne, Analysen und Co. müssen iPhone-Nutzer auf die Eve-App ausweichen. Aber den meisten dürfte ein "Hey Siri, stell die Temperatur im Wohnzimmer auf 20 Grad" bereits ausreichen.
Tipp: Raumsensoren verbessern die Heizungssteuerung
Nicht immer arbeiten die smarten Thermostate vollends zu unserer Zufriedenheit. Je nachdem, an welcher Position der Heizkörper im Raum angebracht ist, kann es zu einem Hitzestau kommen - etwa unter Dachschrägen oder hinter der Couch. Während hier schnell über 25 Grad Celsius gemessen werden, liegt die reale Raumtemperatur eventuell erst bei 17 Grad. Um ein vorzeitiges Abschalten der Heizung zu verhindern, helfen zusätzliche Raumthermostate.
Nahezu alle Hersteller von Smart-Thermostaten bieten die optionalen Temperatursensoren in ihrem Portfolio an, überwiegend in Kombination mit einer Schaltfläche und Anzeige zum Einstellen der Raumtemperatur. Je nach Ökosystem liegt der Aufpreis bei bis zu 100 Euro. Doch die Investition lohnt sich, um Heizkosten zu sparen und den jeweiligen Raum auf die richtige Temperatur zu bringen. Schließlich sollte man es im Winter ausreichend warm haben und gleichzeitig nicht von der Heizkostenabrechnung erschlagen werden.
Sagt uns gerne in den Kommentaren, auf welche Gadgets ihr setzt und wie ihr sie in euren smarten Alltag integriert.
Siehe auch:
- Gemini zieht ein: Bei Google Home ist alles neu, ohne Abo eingeschränkt
- Hue Festavia Globe: Philips stellt neue smarte Outdoor-Lichterkette vor
- 7 Jahre Updates: Samsung bringt One UI jetzt auch ins Smart Home
- Gefangen im eigenen Zuhause: Gemini lässt Hacker Smart Home kapern
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