Tado experimentiert mit kostenpflichtiger App-Nutzung (Update)

Tado, bekannt für seine intelligenten Heizungs-Thermostate, erwägt eine monatliche Gebühr für die Nutzung ihrer eigenen App. Diese Überlegung sorgt für Aufruhr unter Kunden, denn das bedeutet laufende Kosten, die so zuvor nicht angekündigt wurden.

Unerwartete Idee

Laut Berichten aus der Tado-Community haben zahlreiche Nutzer über die App eine Nachricht erhalten, die auf die geplante Gebühreneinführung ab Mai 2025 hinweist. Die Rückmeldungen reichen von Überraschung bis hin zu Unmut, da viele Kunden irritiert sind über die Aussicht, für eine zuvor kostenlose Grund­funktion bezahlen zu müssen.

Das Online-Magazin The Verge schreibt, dass sich die intelligente Heimsteuerung somit bald drastisch verändern könnte. Tado gilt als namhaftes Unternehmen im Bereich Smart-Home-Lösungen für Heizsysteme, und als Vorreiter. Wenn der Hersteller nun in Erwägung zieht, künftig monatlich einen Euro für die grund­legende Steuerung seiner Thermostate über die Tado-App zu erheben, könnte das Schule machen.

Update 25. Februar: Die Marketing-Abteilung von Tado hat uns erreicht und bestätigt, dass es sich bei den Kunden-Anschreiben nur um einen Test gehandelt hat - Änderungen sind ganz ausdrücklich aktuell nicht geplant. Die App ist weiterhin für alle Kunden kostenfrei nutzbar:

Wie in der Branche üblich, führt auch tado° routinemäßig Marketingtests und Untersuchungen durch und schaut sich täglich das Feedback der Kunden an. Die Teilnehmer an diesem Test hatten vollen Zugriff auf die tado° App.
tado° Pressestelle.
Tado App-TestTado-Nutzer bekamen E-Mails mit den Hinweisen auf die Änderungen. Tado wäre der erste Anbieter von intelligenten Thermostaten, der eine Gebühr für die Verwendung der eigenen App in Betracht zieht.

Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit gestiegenen Kosten, betont jedoch, dass die Steuerung der Geräte weiterhin kostenlos über Plattformen wie Apple Home, Google Home und Amazon Alexa möglich bleibt. Diese Kompatibilität mit verschiedenen Smart-Home-Sys­temen war bisher ein zentrales Verkaufs­argument für Tado. Dennoch beruhi­gte diese Erklärung nur teilweise die besorgten Nutzer.

In der Tado-Community reagiert man auf die E-Mail-Ankündigung mit Unglauben.

Ein Blick hinter die Kulissen

Tados Vorstoß ist bislang einzigartig in der Branche. Kein anderer Anbieter in­te­lli­genter Thermostate erhebt bisher Gebühren für die grundlegende Nutzung der App. Tado bietet bereits optionale Abonnements für erweiterte Funktionen an, doch die Basis-Steuerung bleibt bislang stets kostenlos.


Auswirkungen auf den Markt

Die Reaktionen der Nutzer zeigen, dass die Einführung einer Gebühr mit Risiken verbunden sein könnte. Viele Kunden äußerten, dass sie überlegen, zu anderen Anbietern zu wechseln oder Tado nicht weiterzuempfehlen, was potenziell zu einem langfristigen Verlust von Marktanteilen führen könnte.

Für Verbraucher könnte diese Entwicklung bedeuten, dass sie ihre Investitionen in Smart-Home-Technologien neu bewerten. Die Gesamtkosten über die Lebens­dauer eines Produkts sowie die Frage nach der langfristigen Verfügbarkeit kostenloser Basisdienste geraten stärker in den Fokus.

Was denkt ihr über Tados Überlegungen? Wärt ihr bereit, für die App-Nutzung zu zahlen, oder seht ihr darin einen Grund, zu anderen Anbietern zu wechseln? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit uns!

Was plant Tado für die App?
Laut Nutzermeldungen in der Tado-App plant das Unternehmen möglicherweise die Einführung einer monatlichen Gebühr von 99 Cent für die grundlegende Steuerung der Thermostate über die Tado-App. Als Grund werden gestiegene Kosten genannt.

Tado bezeichnet diese Benachrichtigungen als "Marketingtest". Die betroffenen Nutzer behielten während des Tests vollen und kostenlosen Zugriff auf die App. Eine finale Entscheidung über die tatsächliche Einführung der Gebühr wurde bisher nicht kommuniziert.
Gibt es kostenlose Alternativen?
Ja, selbst wenn die App-Gebühr kommen sollte, bleiben wichtige Steuerungsmöglichkeiten kostenlos: Die Bedienung der Tado-Geräte soll weiterhin über Apple Home, Google Home und Amazon Alexa ohne zusätzliche Kosten möglich sein.

Diese Smart-Home-Plattformen bieten grundlegende Funktionen wie Temperatursteuerung und Zeitpläne. Allerdings könnten einige Tado-spezifische Zusatzfunktionen dort nicht verfügbar sein.
Was kostet Tado aktuell?
Derzeit ist die Grundnutzung der Tado-App komplett kostenlos. Kostenpflichtig sind nur optionale Zusatzfunktionen im Rahmen des "Auto-Assist"-Abonnements für 3,99 bis 5,99 Euro pro Monat.

Diese Premium-Funktionen umfassen unter anderem die automatische Geofencing-Steuerung und intelligentes Energy Shifting zur Energiekostenoptimierung. Die grundlegende Thermostatsteuerung und Zeitplanprogrammierung ist bisher ohne Abo nutzbar.
Wer wäre von der Gebühr betroffen?
Die geplante Gebühr von 99 Cent soll pro Haushalt und nicht pro Gerät erhoben werden. Sie würde alle Nutzer betreffen, die ihre Tado-Geräte über die offizielle App steuern möchten.

Besonders relevant ist dies für Nutzer, die spezielle Tado-Funktionen nutzen oder keine Alternative wie Apple Home verwenden können. Die Gebühr würde unabhängig von der Anzahl der installierten Thermostate oder Heizkörperventile anfallen.
Ab wann gilt die neue Regelung?
Der in den Test-Benachrichtigungen genannte Starttermin variiert: Einige Nutzer erhielten als Datum den 1. Mai 2025, andere bereits den 19. Februar 2025.

Da Tado die Mitteilungen als Marketingtest bezeichnet, ist derzeit unklar, ob und wann tatsächlich eine Gebühr eingeführt wird. Eine offizielle Bestätigung oder ein finales Startdatum gibt es bisher nicht.
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Zusammenfassung
  • Tado erwägt kostenpflichtige App-Nutzung für Smart-Home-Thermostate
  • Geplante Gebühr von einem Euro monatlich ab Mai 2025 sorgt für Unmut
  • Steuerung über andere Smart-Home-Plattformen bleibt weiterhin kostenlos
  • Unternehmen begründet den Schritt mit gestiegenen Kosten und Marketingtests
  • Kunden drohen mit Wechsel zu anderen Anbietern und Nicht-Weiterempfehlung
  • Bislang einzigartiger Schritt in der Branche intelligenter Thermostate
  • Verbraucher könnten Investitionen in Smart-Home-Technologie neu bewerten


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