Tado führt API-Limits ein:
Was das für Smart-Home-Nutzer bedeutet

Tado führt tägliche Limits für seine REST-API ein, um hohe Serverkosten zu begrenzen. Smart-Home-Nutzer von Home Assistant und anderen Plattformen sind betroffen - ohne Abo sind nur noch 100 Anfragen pro Tag möglich.

API-Beschränkungen treffen Smart-Home-Nutzer

Der deutsche Smart-Home-Anbieter Tado hat angekündigt, seine bislang unbeschränkt verfügbare REST-API mit täglichen Limits zu versehen. Hintergrund ist, dass eine kleine Gruppe von API-Nutzern derzeit für einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Serverkosten verantwortlich ist, wie das Unternehmen zur Begründung anführt.

Schnittstellennutzung überstrapaziert

Die API wird häufig von Drittanbieter-Plattformen und Open-Source-Plattformen wie Home Assistant sowie von Nutzern mit eigenen Skripten verwendet, erklärt Tado auf Github. Diese Schnittstelle ermöglicht es Entwicklern und fortgeschrittenen Nutzern, die Thermostate in eigene Automatisierungsroutinen zu integrieren oder Daten für Analysen abzurufen.


Gestaffelte Limits je nach Abo-Status

Künftig gelten unterschiedliche tägliche Kontingente: Ohne Auto-Assist sind 100 Anfragen pro Tag möglich, während Kunden mit einem Auto-Assist-Abonnement bis zu 20.000 Anfragen täglich stellen dürfen. Das Auto-Assist-Abo kostet 2,99 Euro monatlich oder 29,99 Euro jährlich und bietet zusätzliche Funktionen wie intelligente Zeitpläne.

Tado empfiehlt, einfache Anfragen möglichst lokal zu verarbeiten, sowohl um die Serverlast zu reduzieren als auch um Energie zu sparen. Bei der V3+ Generation bietet das Unternehmen lokalen Zugriff über HomeKit, die neuere Tado X Generation unterstützt den Matter-Standard.

Schrittweise Einführung

Die Einführung der täglichen Nutzungslimits erfolgt schrittweise über sechs Monate, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Für erweiterte Anwendungsfälle wie die Warmwassersteuerung, die über lokale APIs nicht verfügbar sind, bleibt der Cloud-Zugriff weiterhin möglich.

Die Entwickler von Home Assistant haben bereits reagiert und die Abfrageintervalle auf fünf Minuten erhöht. Dies reduziert zwar die Anzahl der API-Aufrufe, geht aber zu Lasten der Reaktionsgeschwindigkeit bei Automatisierungen. Nutzer müssen nun abwägen, ob ihnen die schnellere Reaktion das monatliche Abo wert ist oder ob sie mit weniger aktuellen Daten leben können.

Über Tado: Tado ist ein deutscher Hersteller intelligenter Heizthermostate, die über eine Cloud-Verbindung gesteuert werden können. Die Geräte regulieren automatisch die Raumtemperatur und bieten Funktionen wie Geofencing - also die Anpassung der Heizung basierend auf der Anwesenheit der Bewohner. Die Änderungen betreffen vor allem Nutzer von Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant, OpenHAB oder FHEM, die ihre Tado-Geräte in umfassendere Automatisierungssysteme einbinden.

Nutzt ihr Tado-Geräte in eurem Smart Home? Wie seht ihr die neuen API-Beschränkungen - berechtigt oder zu restriktiv? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Der Winter kommt: Heizkosten sparen mit smarten Thermostaten
Was ändert sich an der tado° API?
tado° führt tägliche Nutzungslimits für seine Cloud-API ein. Diese war bislang offen nutzbar, wird aber künftig auf 100 Anfragen pro Tag ohne Abo und 20.000 Anfragen mit aktivem Auto-Assist-Abo begrenzt.

Ziel ist es, die Serverlast zu senken, da einige wenige Nutzer mit sehr vielen API-Calls unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen. Die Umstellung erfolgt schrittweise über sechs Monate.
Wie wirkt sich das auf Home Assistant aus?
Home Assistant-Nutzer sind direkt betroffen, da viele Integrationen auf der tado° Cloud-API basieren. Ohne Abo sind nur noch 100 API-Calls pro Tag erlaubt, was für Automatisierungen schnell zu wenig sein kann.

tado° arbeitet laut eigenen Angaben mit den Home Assistant-Entwicklern zusammen, um Lösungen zu finden. Nutzer sollten prüfen, ob lokale Alternativen wie HomeKit oder Matter genutzt werden können.
Welche Funktionen sind lokal nutzbar?
Einfache Abfragen wie Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitswerte lassen sich lokal auslesen: bei V3/V3+ Geräten über HomeKit, bei der neuen tado° X-Serie über Matter. Beide Protokolle werden von Home Assistant unterstützt.

Komplexere Funktionen wie die Warmwassersteuerung sind weiterhin nur über die Cloud-API erreichbar. Daher bleibt diese für bestimmte Szenarien unverzichtbar.
Was bringt das Auto-Assist-Abo?
Mit dem Auto-Assist-Abo erhöht sich das tägliche API-Limit auf 20.000 Anfragen. Das reicht auch für komplexe Automatisierungen und häufige Statusabfragen. Die Kosten liegen bei etwa 2,99 Euro/Monat oder 29,99 Euro/Jahr.

Zusätzlich unterstützt das Abo Funktionen wie automatische Fenster-Offen-Erkennung oder Geofencing. Es lohnt sich vor allem für Power-User oder größere Smart-Home-Setups.
Wie lange habe ich Zeit zur Umstellung?
Die Einführung der API-Limits erfolgt über einen Zeitraum von sechs Monaten. In dieser Phase werden die maximal zulässigen Anfragen pro Tag schrittweise reduziert.

Nutzer haben somit ausreichend Zeit, ihre Automatisierungen anzupassen, lokale Zugriffe zu aktivieren oder ein Abo abzuschließen. Die finale Umstellung ist für Anfang 2026 zu erwarten.
Wie kann ich API-Aufrufe reduzieren?
Prüfen Sie, ob häufige Statusabfragen (z. B. Temperatur oder Luftfeuchtigkeit) lokal über HomeKit oder Matter erfolgen können. Das entlastet die Cloud-API und spart Anfragen.

Auch das Zusammenfassen mehrerer Automatisierungen oder das Reduzieren der Abfragefrequenz (Polling-Interval) kann helfen. Tools wie Home Assistant bieten oft flexible Möglichkeiten zur Optimierung.
Ist die lokale Steuerung eine echte Alternative?
Für viele Standardfunktionen wie das Auslesen von Sensorwerten oder das Setzen von Temperaturen ist die lokale Steuerung über HomeKit oder Matter eine gute Alternative.

Einschränkungen gibt es bei erweiterten Funktionen wie Warmwassersteuerung oder Zeitplänen. Diese bleiben Cloud-exklusiv. Daher ist eine Kombination aus lokalem Zugriff und Cloud-API oft sinnvoll.
Was bedeutet das für neue Nutzer?
Neue Nutzer sollten beim Kauf auf die Geräteserie achten: V3/V3+ unterstützt HomeKit, tado° X setzt auf Matter. Beide ermöglichen lokale Steuerung und reduzieren die Abhängigkeit von der Cloud-API.

Wer viele Automatisierungen plant, sollte die API-Nutzung im Blick behalten und ggf. ein Auto-Assist-Abo einplanen. Die neue API-Politik macht tado° weniger offen, aber planbarer.
Zusammenfassung
  • Tado beschränkt REST-API auf 100 Anfragen täglich für Nutzer ohne Abo
  • Mit Auto-Assist-Abonnement für 2,99 Euro monatlich sind 20.000 Anfragen möglich
  • Änderungen betreffen hauptsächlich Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant
  • Die Einführung der Limits erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von sechs Monaten
  • Hohe Serverkosten durch kleine Gruppe von API-Intensivnutzern waren der Auslöser
  • Home Assistant reagierte bereits mit Erhöhung der Abfrageintervalle auf fünf Minuten
  • Für lokalen Zugriff empfiehlt Tado HomeKit bei V3+ und Matter bei der X Generation

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