Google stampft fast fertiges Pixelbook ein und löst das Team auf

Bei Google ist man zu der Erkenntnis gekommen, dass Notebooks lieber von anderen hergestellt werden sollten. Die Arbeit an einem neuen Pixelbook wurde im Zuge dessen eingestellt und das Entwickler-Team auch direkt aufgelöst.
Google, Google Logo
Das fragliche Gerät war in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten und sollte im nächsten Jahr auf den Markt kommen, erklärte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber dem US-Magazin The Verge. Nun aber sei das Projekt den jüngsten Sparmaßnahmen bei Google zum Opfer gefallen. Mitglieder des Teams wurden innerhalb des Unternehmens an andere Stellen versetzt.

Die Entscheidung muss letztlich relativ kurzfristig gefallen sein. Noch zur Entwicklerkonferenz I/O sagte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh, dass "wir auch in Zukunft Pixelbooks anbieten werden". Er räumte aber auch ein, dass sich der Chromebook-Markt seit der Veröffentlichung des ersten Pixelbooks im Jahr 2017 verändert hat. "Das Schöne an dieser Kategorie ist, dass sie gereift ist", sagte Osterloh.


Referenz kaum noch nötig

Allerdings fährt Google-Chef Sundar Pichai seit Monaten einen Sparkurs. Die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter wurde deutlich verlangsamt und es wird im Konzern nach Projekten gesucht, die gestrichen werden können, um Ressourcen für Kernaufgaben freizusetzen. "In einigen Fällen bedeutet dies eine Konsolidierung von sich überschneidenden Investitionen und eine Straffung von Prozessen", erklärte Pichai kürzlich. "In anderen Fällen bedeutet das, die Entwicklung zu pausieren und Ressourcen auf Bereiche mit höherer Priorität zu verlagern." Das Pixelbook-Team und das Pixelbook selbst fielen dieser Konsolidierung und Umschichtung zum Opfer.

Google hat bei seinen Pixel-Produkten aber ohnehin nicht unbedingt die Ambitionen, ein großes Hardware-Geschäft aufzubauen. Hier geht es vielmehr darum, Referenzprodukte voranzubringen, an denen sich andere Hersteller orientieren können. Dieses Konzept ist bei Chromebooks im Grunde nicht mehr unbedingt nötig, da die Hardware-Partner hier ohnehin solide Produkte bereitstellen. Gleiches gilt allerdings auch für den Smartphone-Markt, der von Google trotzdem mit Pixel-Produkten bedient wird.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!