Verkauf von PCs und Notebooks stürzt wieder deutlich ins Minus

Der Corona-Effekt ist inzwischen völlig verpufft und der PC-Markt hat seinen deutlichen Abwärtstrend aus der Zeit vor der Pandemie wieder aufgenommen. Den Herstellern setzt dabei gleich eine ganze Reihe an ungünstigen Faktoren zu.
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Das geht aus einer aktuellen Marktanalyse der IDC hervor. Deren Marktforscher gehen nach zwei positiven Jahren davon aus, dass der weltweite Absatz von PCs und Notebooks in diesem Jahr wieder um 8,2 Prozent nach unten gehen wird. Zuvor hatte vor allem die Corona-Krise die Verkäufe beflügelt, weil viele Nutzer vom klassischen Büro-Arbeitsplatz ins Homeoffice wechselten und hier erst einmal ein Upgrade der Hardware vornahmen.


Dieser Effekt ist inzwischen aber vorbei und es überwiegen die negativen Faktoren. "Lieferengpässe plagen die Branche schon seit geraumer Zeit, und die jüngsten Lockdowns in Teilen Chinas verschärfen das Problem weiter, da die Fabriken Schwierigkeiten haben, neue Komponenten von vorgelagerten Zulieferern zu erhalten, während sie gleichzeitig mit Problemen bei der Verschiffung fertiger Produkte zu kämpfen haben", erklärte IDC-Marktforscher Jitesh Ubrani. Er geht zwar davon aus, dass sich die Lage in China bald wieder etwas entspannen wird, die Probleme in den Lieferketten sind aber so umfassend, dass sie sich trotzdem bis zum Jahresende fortsetzen. PC-Markt: Prognose IDC 2022 Für weitere Probleme sorgen die Unsicherheiten, die der Krieg in der Ukraine mit sich bringt. Und auch die in vielen Ländern recht hohe Inflation führt dazu, dass die Verbraucher weniger Geld zum Kauf von Computern locker machen. Allerdings liegen die absoluten Absatzzahlen erst einmal noch über dem Niveau der Zeit direkt vor der Pandemie, da in den letzten beiden Jahren ein gewisses Polster entstanden ist.

Es bleibt beim Minus

Damals waren für die PC-Anbieter allerdings die besseren Tablets mit Tastatur-Covern, die sich ebenfalls für den Einsatz als Arbeitsgeräte eignen, ein gewisser Lichtblick. Das ist aktuell aber nicht der Fall. Die Marktforscher rechnen damit, dass die Tablet-Verkaufszahlen in diesem Jahr ebenfalls mit 6,2 Prozent im Minus liegen werden.

Für die kommenden Jahre haben die Marktforscher entsprechend auch keine zu großen Hoffnungen. Zwar könnte die Branche - wenn sich die negativen Faktoren etwas beruhigen - 2023 leicht im Plus landen, in den darauffolgenden Jahren wird es aber jeweils eher leicht nach unten gehen. Die Prognose sieht hier einen durchschnittlichen Wert von -0,6 Prozent jährlich bis 2026.

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