Toyotas große Lösung für das Wasserstoff-Problem ist eine Nullnummer
Mit der Idee, Wasserstoffantriebe zu etablieren, ist Toyota unter den Autoherstellern mittlerweile ziemlich alleine. Eines der Probleme: Wie den flüchtigen Treibstoff überall praktisch verfügbar machen? Ein neues Konzept des Herstellers sieht zwar schön aus, hilft aber wenig.
Die Wasserstoffpatrone soll ein Logistik-Problem angehen
Das Unternehmen beschäftigt sich dabei aber nicht mit der schlechten Energiebilanz, die mit der nötigen Infrastruktur für die Nutzung des Treibstoffs und der Herstellung mit klassischen Energieformen verbunden ist, sondern nimmt sich noch einem anderen Problem an: Wie kann man Wasserstoff für tägliche Anwendungen transportabel machen? Die Antwort: Zusammen mit dem Tochter-Unternehmen Woven Planet hat man tragbare Wasserstoffpatronen entwickelt. "Dieses Kartuschendesign wird den alltäglichen Transport und die Versorgung mit Wasserstoffenergie erleichtern", so die Entwickler.
Abmessungen des Prototyps für die Toyota-Wasserstoff-Kartusche:
Die Vorteile, die Toyota sieht:
Die meisten anvisierten Anwendungen ergeben bei 3,3 kWh pro Einheit nicht wirklich Sinn
Bei Elektroautos liegt der Verbrauch auf 100 km aktuell im Schnitt bei rund 18 bis 20 kWh - auf einer solchen Fahrt wären bei diesem System also schon fünf bis sechs der Kartuschen nötig - das klingt doch eher weniger alltagstauglich. Es bleibt: Ja, Wasserstoff kann bei Erzeugung mit erneuerbaren Energien eine gute Alternative darstellen und Toyota probiert sich hier an einem echten Problem. Die Kartuschen wirken in ihrer jetzigen Form aber nur sehr bedingt sinnvoll anwendbar.
Siehe auch:
Toyota hält sich am Wasserstoff fest
Wasserstoff kann vor allem eine große Rolle in industriellen Prozessen und der Luftfahrt zukommen, also solchen Bereichen, die nicht effektiv elektrifiziert werden können, so aktuelle Studien (via Futurezone). Bei kleineren Anwendungen und im Speziellen beim Auto ergibt es beim aktuellen Mix im Netz in den allermeisten Fällen mehr Sinn, den Strom direkt zu nutzen. Toyota will die Idee des Wasserstoff als einer der wenigen Autohersteller aber bisher nicht aufgeben - und stellt jetzt ein Konzept vor, das sich sehr bemüht, den Treibstoff im kleinen Maßstab nutzbar zu machen.
Die Wasserstoffpatrone soll ein Logistik-Problem angehen
Das Unternehmen beschäftigt sich dabei aber nicht mit der schlechten Energiebilanz, die mit der nötigen Infrastruktur für die Nutzung des Treibstoffs und der Herstellung mit klassischen Energieformen verbunden ist, sondern nimmt sich noch einem anderen Problem an: Wie kann man Wasserstoff für tägliche Anwendungen transportabel machen? Die Antwort: Zusammen mit dem Tochter-Unternehmen Woven Planet hat man tragbare Wasserstoffpatronen entwickelt. "Dieses Kartuschendesign wird den alltäglichen Transport und die Versorgung mit Wasserstoffenergie erleichtern", so die Entwickler.
Abmessungen des Prototyps für die Toyota-Wasserstoff-Kartusche:
- 400 mm in der Länge
- 180 mm im Durchmesser
- Zielgewicht 5 kg (11 lbs)
Die Vorteile, die Toyota sieht:
- Tragbare Energie, die es ermöglicht, Wasserstoff zu transportieren, ohne Leitungen zu benutzen
- Eine kleine Infrastruktur kann den Energiebedarf in abgelegenen und nicht elektrifizierten Gebieten decken
- Im Falle einer Katastrophe schnell einsetzbar
Die meisten anvisierten Anwendungen ergeben bei 3,3 kWh pro Einheit nicht wirklich Sinn
Für welchen Alltag, bitte?
Klingt alles sehr interessant, wäre da nicht das Kleingedruckte, das zumindest an der Nützlichkeit in bestimmten Bereichen zweifeln lässt. Wie Toyota hier schreibt, gehe man davon aus, dass eine Wasserstoffkartusche genug Strom erzeugt, um eine typische Haushaltsmikrowelle etwa drei bis vier Stunden lang zu betreiben - das entspricht rund 3,3 kWh pro Kartusche.Bei Elektroautos liegt der Verbrauch auf 100 km aktuell im Schnitt bei rund 18 bis 20 kWh - auf einer solchen Fahrt wären bei diesem System also schon fünf bis sechs der Kartuschen nötig - das klingt doch eher weniger alltagstauglich. Es bleibt: Ja, Wasserstoff kann bei Erzeugung mit erneuerbaren Energien eine gute Alternative darstellen und Toyota probiert sich hier an einem echten Problem. Die Kartuschen wirken in ihrer jetzigen Form aber nur sehr bedingt sinnvoll anwendbar.
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads zum Thema
Videos zum Thema Stromversorgung
Beliebt im Preisvergleich
- Akkus original:
Beiräge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 10/11 Patch-Day Oktober: Das große Sicherheitsupdate ist da
- Windows 11 KB5127648: Erstes Update für Version 26H2 wird verteilt
- Telekom: Streit um Kündigungsbutton und Rückholangebote
- Beats kündigt Pill-Lautsprecher in Pokémon-Sonderedition an
- GTA 6 für PC soll angeblich im ersten Quartal 2027 starten
- Nvidia verdoppelt die Leistung von DLSS 5 und senkt den VRAM-Bedarf
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
das neueste Release von ventoy-1.1.18
d-hubs - Vorgestern 18:58 Uhr -
OFFLINE Echtzeit-Übersetzer?
ichliebecomputer - Vorgestern 01:11 Uhr -
KDE-Plasma 6.8 in der finalen Entwicklungsphase:
d-hubs - 11.10. 20:24 Uhr -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Mannitwo - 11.10. 17:28 Uhr -
Karlsruher Manifest zur Digitalen Souveränität
d-hubs - 10.10. 22:53 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen