Neue Hubble-Daten: Etwas "Merkwürdiges" geht im Kosmos vor sich
Ein tiefer Blick ins All sorgt nicht immer für ein klareres Bild: Hubble hat einen neuen Meilenstein im Rätsel um die Expansionsrate des Universums erreicht. Nach drei Jahrzehnten Vermessung des Kosmos zeigt sich den Wissenschaftlern etwas "Merkwürdiges".
36 Hubble-Bilder zeigen Galaxien, in denen Cepheiden und Supernovae auftreten
Dabei werden unter anderem sogenannte Cepheiden ins Visier genommen, die in unserer Milchstraße und nahen Galaxien durch periodisches Aufhellen und Abdunkeln auffallen und zuverlässige Messungen der Entfernung ermöglichen. Um noch größere Distanzen zu messen, richtet man den Blick auf bestimmte Supernovae-Typen. Zusammen bilden die Objekte eine von der Wissenschaft "kosmische Entfernungsleiter" getaufte Einschätzung der Abstände im Universum. Darauf fußen wiederum alle Annahmen zur Ausdehnungsrate des Universums, genannt Hubble-Konstante.
Jetzt kann die NASA vermelden, dass Hubble nach fast drei Jahrzehnten die Beobachtung aller für eine Untersuchung vorgesehenen "Wegmarken" abgeschlossen hat. Wie aus der von Nobelpreisträger Adam Riess jüngsten Veröffentlichung hervorgeht, können die bisher verfügbaren Stichproben der kosmischen Entfernungsmarker damit mehr als verdoppelt werden, der gesamte Datensatz umfasst jetzt über 1000 Hubble-Umlaufbahnen.
Der nächste Schritt auf der Suche nach einer Antwort: Das James Webb Space Teleskop wird Hubbles Arbeit fortsetzen und kosmische Wegmarken in größerer Entfernung und schärferer Auflösung vermessen. Man darf gespannt sein, wie das Rätsel, das seit 100 Jahren die Astronomie beschäftigt, weitergeht. Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
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Hubbles Meisterwerk ist nach fast 30 Jahren abgeschlossen
Die Astronomen Edwin P. Hubble und Georges Lemaître hatten in den 1920er Jahren Pionierarbeit in Bezug auf die Messung der Expansionsrate des Universums geleistet. Fast 80 Jahre später sollte auf dem Rücken dieser Beobachtung die Theorie zur "Dunklen Energie" entstehen, einer mysteriösen Kraft, die durch Abstoßung das Universums auseinandertreibt. Die Klärung dieses Rätsels war einer der Hauptantriebe für die Konstruktion des Hubble-Teleskops. Seine Aufgabe: Die Messungen von sogenannten "kosmischen Wegmarken" auf ein neues Niveau zu heben.
36 Hubble-Bilder zeigen Galaxien, in denen Cepheiden und Supernovae auftreten
Dabei werden unter anderem sogenannte Cepheiden ins Visier genommen, die in unserer Milchstraße und nahen Galaxien durch periodisches Aufhellen und Abdunkeln auffallen und zuverlässige Messungen der Entfernung ermöglichen. Um noch größere Distanzen zu messen, richtet man den Blick auf bestimmte Supernovae-Typen. Zusammen bilden die Objekte eine von der Wissenschaft "kosmische Entfernungsleiter" getaufte Einschätzung der Abstände im Universum. Darauf fußen wiederum alle Annahmen zur Ausdehnungsrate des Universums, genannt Hubble-Konstante.
Jetzt kann die NASA vermelden, dass Hubble nach fast drei Jahrzehnten die Beobachtung aller für eine Untersuchung vorgesehenen "Wegmarken" abgeschlossen hat. Wie aus der von Nobelpreisträger Adam Riess jüngsten Veröffentlichung hervorgeht, können die bisher verfügbaren Stichproben der kosmischen Entfernungsmarker damit mehr als verdoppelt werden, der gesamte Datensatz umfasst jetzt über 1000 Hubble-Umlaufbahnen.
Neue Physik am Horizont
Und was sagt uns das beste Bild, das wir je von der Ausdehnung des Kosmos hatten? Es gibt eine große Diskrepanz zwischen der Expansionsrate des lokalen Universums, wie wir es heute beobachten und der des Ur-Universums, die wir nicht erklären können. "Die Ursache für diese Diskrepanz bleibt ein Rätsel. Aber die Hubble-Daten, die eine Vielzahl von kosmischen Objekten umfassen, die als Entfernungsmarker dienen, unterstützen die Idee, dass etwas Seltsames vor sich geht, möglicherweise mit einer ganz neuen Physik", so die NASA.Der nächste Schritt auf der Suche nach einer Antwort: Das James Webb Space Teleskop wird Hubbles Arbeit fortsetzen und kosmische Wegmarken in größerer Entfernung und schärferer Auflösung vermessen. Man darf gespannt sein, wie das Rätsel, das seit 100 Jahren die Astronomie beschäftigt, weitergeht. Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
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