Überraschung in der Gaswolke:
Sterne entstehen schneller als gedacht
Sterne entstehen offenbar deutlich schneller, als es bisher angenommen wurde. Das zeigen neueste Beobachtungen von Astronomen, die mit den größten Radioteleskopen der Welt in ein bekanntes Sternen-Entstehungsgebiet hineinschauten.
Bisher nahm man an, dass es Millionen von Jahren dauert, bis aus einer kleinen Ansammlung von dichterem Gas als Samenkorn genug Materie zusammengesammelt und verdichtet ist, dass die Kernfusion im Inneren startet. Dieser Vorgang findet in großen Gaswolken statt, die sich vor allem aus Wasserstoff und Helium, aber auch einigen schwereren Elementen zusammensetzen.
Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass eine zufällige Ansammlung von Gasmolekülen etwas Gravitationskraft entfaltet, um mehr Materie anzuziehen. Parallel müssen sich auch die richtigen Magnetfelder entwickeln, die bei der Formgebung letztlich auch eine Rolle spielen. Diese sind anfangs sehr viel schwächer als beispielsweise das Magnetfeld der Erde, doch konnten sie von den Forschern jetzt trotzdem genauer untersucht werden.
Es zeigte sich, dass die Entstehung der Sterne gar nicht in den dichteren Zentralregionen der Gaswolke beginnt, sondern in den äußeren Schichten, wo die Magnetfelder etwas stärker sind als die Gravitation. Anhand der daraus folgenden Anpassungen in den Modellen wurde berechnet, dass sich ein Stern etwa zehnmal so schnell bildet, wie anhand der bisherigen Annahmen erwartet wurde. Die Forscher wollen ihren Blick nun zu anderen Gaswolken richten, um die aus den bisherigen Beobachtungen entstandene These mit weiteren Belegen zu untermauern.
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Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass eine zufällige Ansammlung von Gasmolekülen etwas Gravitationskraft entfaltet, um mehr Materie anzuziehen. Parallel müssen sich auch die richtigen Magnetfelder entwickeln, die bei der Formgebung letztlich auch eine Rolle spielen. Diese sind anfangs sehr viel schwächer als beispielsweise das Magnetfeld der Erde, doch konnten sie von den Forschern jetzt trotzdem genauer untersucht werden.
Das wichtige Magnetfeld
Beobachtet wurde dabei eine Region, die als Lynds 1544 bezeichnet wird und sich im Sternbild Stier befindet. Sie ist lediglich 450 Lichtjahre von der Erde entfernt. Für die Beobachtungen nutzte man erst das Arecibo-Teleskop, das inzwischen aber zerstört ist. Später konnte man auf Daten des Fivehundredmeter Aperture Spherical radio Telescope (FAST) in China zurückgreifen.Es zeigte sich, dass die Entstehung der Sterne gar nicht in den dichteren Zentralregionen der Gaswolke beginnt, sondern in den äußeren Schichten, wo die Magnetfelder etwas stärker sind als die Gravitation. Anhand der daraus folgenden Anpassungen in den Modellen wurde berechnet, dass sich ein Stern etwa zehnmal so schnell bildet, wie anhand der bisherigen Annahmen erwartet wurde. Die Forscher wollen ihren Blick nun zu anderen Gaswolken richten, um die aus den bisherigen Beobachtungen entstandene These mit weiteren Belegen zu untermauern.
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