Hubble richtet seinen Blick auf einen echten galaktischen Sonderling

Je tiefer wir ins Universum schauen, desto mehr ungewöhnliche, faszinierende und manchmal unerklärliche Entdeckungen machen wir. Jetzt hat das Weltraumteleskop Hubble seinen Blick auf einen galaktischen Sonderling geworfen, der uns viel Neues verraten kann.
Esa, Hubble, Zwerggalaxie
ESA

Hubble schaut sich einen echten kosmischen Kauz genauer an

Aktuell werden Galaxien von Wissenschaftlern in vier Haupttypen unterteilt, die sich auf den ersten Blick durch ihr Äußeres voneinander unterscheiden: Die meisten Galaxien bilden dabei eine spiralförmige oder elliptische Form aus, daneben nimmt man die Einordnung in "unregelmäßig" und zuletzt schlicht "sonderbar" vor. Genau ein solcher Sonderling war jetzt der Gegenstand von einer genaueren Untersuchung durch das Weltraumteleskop Hubble. Hubble wird 30 Jahre altNGC 1705: Galaktischer Sondernling von Hubble eingefangen Wie die ESA schreibt, hatte man das Instrument vor Kurzem auf die Zwerggalaxie NGC 1705 ausgerichtet. Diese befindet sich in der Himmelsregion des Sternbildes "Maler" und ist rund 17 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. "NGC 1705 ist ein kosmischer Sonderling - sie ist klein, unregelmäßig geformt und hat vor kurzem eine Welle der Sternentstehung erlebt, die als ‘Starburst' bekannt ist", so die Wissenschaftler.

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Ein Blick zurück

NGC 1705 ist zwar ein echter Exzentriker unter den Galaxien, kann aber wie die anderen irreguläre Zwerggalaxien wertvolle Hinweise liefern. Dieser Typ setzt sich meist aus wenigen anderen Elementen außer Wasserstoff und Helium zusammen und bildet im Aufbau ziemlich genau das ab, was Wissenschaftlern auch den frühesten Galaxien des Universums zuschreiben.

Für Hubble war es wegen dieser interessanten Eigenschaften nicht das erste Mal, dass NGC 1705 in den Blick genommen wurde. Schon 1999 war die Galaxie als Sonderling aufgefallen und genauer untersucht worden. 2009 hatte das Teleskop bei der letzten Service-Mission auch das neue Instrument "Wide Field Camera 3" erhalten. Das Ergebnis: Ein weitaus detaillierteres Bild von NGC 1705 als das von 1999.

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