Tränengas & gelöschte Mails:
Microsoft stellt Polizeichefin von Seattle an

Microsoft hat in einem höchst umstrittenen Schritt die frühere Polizeichefin der Stadt Seattle als neue Mitarbeiterin angeworben. Carmen Best soll künftig für die Sicherheit der Angestellten des Softwarekonzerns sorgen. Als Chief of Police von Seattle hatte sie mehrfach viel kritisierte Polizei-Aktionen angeordnet.
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Microsoft
Microsoft hat laut GeekWire die frühere Polizeichefin von Seattle, Carmen Best, zum neuen Director für Global Security Risk Operations ernannt. Best soll in dieser Position das weltweit agierende "Virtual Security Operations Team" leiten und für "Executive Threat Intel" sowie für die Sicherheit wichtiger Güter des Konzerns, die Veranstaltungen des Unternehmens und die Sicherheit der Mitarbeiter von Microsoft auf Reisen zuständig sein.

Best steht massiv in der Kritik

Best war in der Zeit von August 2018 bis September 2020 als Polizeichefin der Seattle Police tätig. Sie hat insgesamt mehr als zwei Jahrzehnte für die Polizei der Stadt gearbeitet und war dort unter anderem als stellvertretende Polizeichefin tätig. Sie verließ ihren Posten im Herbst 2020, nachdem es umfangreiche Proteste gegeben hatte, bei denen die Demonstranten eine Reform der Polizei von Seattle forderten.

Problemlatisch ist Bests Anstellung durch Microsoft nach Meinung von Kritikern vor allem deshalb, weil sie angeblich als Polizeichefin dafür verantwortlich war, dass die Polizei von Seattle im Jahr 2020 mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vorging. Sie habe unter anderem dafür gesorgt, dass tagelang ganze Stadtviertel mit Tränengas überzogen und dadurch hunderte Menschen verletzt wurden, heißt es.

Best habe außerdem mehrfach schwere Straftaten ungeahndet gelassen, die durch Polizisten in Seattle begangen wurden. Ein weiterer großer Kritikpunkt ist der Umstand, dass Best angeblich zahlreiche E-Mails gelöscht hat, in denen sie Anweisungen gab, die das höchst umstrittene gewaltsame Vorgehen der Seattle Police während der oben genannten Proteste zur Folge hatte. Microsoft hat sich seinerseits noch nicht zur Anstellung von Best geäußert.
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