WASP-189b: Exoplanet mit Atmosphäre aus verdampften Metallen
Bereits in unserem eigenen Sonnensystem mussten wir feststellen, dass die Atmosphäre anderer Planeten oft nicht besonders gemütlich daherkommt. Was Astronomen nun aber beim Exoplaneten WASP-189b entdeckten, macht die Venus regelrecht zur Wohlfühl-Oase.
Bei WASP-189b handelt es sich ohnehin um einen extremen Himmelskörper, mit dem die Astronomen so im Gunde nie gerechnet hatten: Es handelt sich hier um einen Gasriesen, der in einem 20 Mal dichteren Orbit um seinen Stern kreist als die Erde. Für einen Umlauf benötigt er gerade einmal drei Erdentage, das Jahr auf WASP-189b ist also extrem kurz.
Hinzu kommt, dass der Stern, um den er so dicht kreist, deutlich heißer als unsere Sonne ist. Daher war ohnehin klar, dass die Temperatur in der Atmosphäre ziemlich hoch sein muss. Berechnungen gehen hier von rund 3200 Grad Celsius aus, so warm wird es manchmal nicht einmal auf den Oberflächen kleiner Sterne. Als man nun Spektral-Analysen durchführte, bestätigte sich dies auf ziemlich eindeutige Art: Denn die beobachtbaren Atmosphäre-Schichten setzen sich zu guten Teilen aus verdampften Metallen zusammen.
Wie ausgeklügelt die Beobachtungs-Möglichkeiten der Astronomen inzwischen sind, zeigen auch weitere Daten: Die Forscher konnten in der Atmosphäre des Planeten auch Erscheinungen wie Wind nachweisen. Über eine Distanz von über 300 Lichtjahren ist dies letztlich nur durch indirekte Beobachtungen möglich, die aber ebenfalls extrem genau sein müssen.
Siehe auch:
Hinzu kommt, dass der Stern, um den er so dicht kreist, deutlich heißer als unsere Sonne ist. Daher war ohnehin klar, dass die Temperatur in der Atmosphäre ziemlich hoch sein muss. Berechnungen gehen hier von rund 3200 Grad Celsius aus, so warm wird es manchmal nicht einmal auf den Oberflächen kleiner Sterne. Als man nun Spektral-Analysen durchführte, bestätigte sich dies auf ziemlich eindeutige Art: Denn die beobachtbaren Atmosphäre-Schichten setzen sich zu guten Teilen aus verdampften Metallen zusammen.
Auch Wind wurde beobachtet
Das muss nicht viel heißen - immerhin bezeichnen Astronomen alles als Metalle, was nicht Wasserstoff und Helium ist. Allerdings handelt es sich hier um Materialien, die auch im allgemeinen Sprachgebrauch so bezeichnet werden: Es fanden sich hier beispielsweise Eisen, Chrom, Magnesium und Vanadium wieder. Dass diese überhaupt gasförmig vorkommen können, lässt sich mit unseren Erfahrungswerten nur schwer in Einklang bringen.Wie ausgeklügelt die Beobachtungs-Möglichkeiten der Astronomen inzwischen sind, zeigen auch weitere Daten: Die Forscher konnten in der Atmosphäre des Planeten auch Erscheinungen wie Wind nachweisen. Über eine Distanz von über 300 Lichtjahren ist dies letztlich nur durch indirekte Beobachtungen möglich, die aber ebenfalls extrem genau sein müssen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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