Russlands größter Internet-Konzern wird von Sanktionen hart getroffen
Speicherkapazität ist nicht das Einzige, was Russlands IT-Branche in absehbarer Zeit fehlen wird. Der große Internet-Konzern Yandex läuft auch bei anderer Hardware auf spürbare Probleme zu, wenn das Embargo des Westens längere Zeit anhält.
Yandex ist der größte Anbieter verschiedener Internet-Dienste im russischsprachigen Raum - das reicht von der Suchmaschine über E-Mail-Dienste bis hin zu Carsharing und Essens-Lieferdiensten. Hierfür betreibt das Unternehmen mehrere große Datenzentren, die stetig mit neuen Servern und Ersatz-Komponenten versorgt werden müssen. Durch das Embargo läuft man dabei allerdings auf massive Probleme zu.
Laut eines Berichtes der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, der sich auf zwei Quellen mit Kenntnissen über die internen Vorgänge bei dem Unternehmen stützt, werden insbesondere die ausbleibenden Halbleiter-Produkte binnen eines Jahres bis maximal 18 Monaten zu Problemen führen. Denn die westlichen Staaten und auch die westlich orientierten Länder Asiens - wie Südkorea oder Taiwan - liefern vor allem keine so genannte Dual-Use-Technologie mehr nach Russland. Dies umfasst Bauteile, die auch für militärische Anwendungen eingesetzt werden können.
Die Wirkung der Sanktionen gegen Russland wird bei Yandex aber nicht erst mit den ausbleibenden Hardware-Lieferungen spürbar sein. Der Börsenwert des Unternehmens lag im letzten Herbst noch bei 31 Milliarden Dollar und ist nach dem Beginn der Ukraine-Invasion auf 6,8 Milliarden Dollar zusammengeschrumpft. Der Co-Chef Tigran Khudaverdyan musste außerdem seinen Posten räumen, um weitere Schäden für das Unternehmen zu vermeiden. Die EU hatte ihn zuvor persönlich auf eine Sanktionsliste gesetzt, weil er direkt im Vorfeld des Angriffs auf das Nachbarland an einem Treffen im Kreml teilgenommen hatte.
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Laut eines Berichtes der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, der sich auf zwei Quellen mit Kenntnissen über die internen Vorgänge bei dem Unternehmen stützt, werden insbesondere die ausbleibenden Halbleiter-Produkte binnen eines Jahres bis maximal 18 Monaten zu Problemen führen. Denn die westlichen Staaten und auch die westlich orientierten Länder Asiens - wie Südkorea oder Taiwan - liefern vor allem keine so genannte Dual-Use-Technologie mehr nach Russland. Dies umfasst Bauteile, die auch für militärische Anwendungen eingesetzt werden können.
Sanktionen wirken
Hinter den Kulissen soll das Yandex-Management daher bereits an verschiedenen Optionen arbeiten, die absehbaren Schwierigkeiten im Vorfeld abzufedern. So versucht man beispielsweise neue Partnerschaften aufzubauen, die sich mildernd auf die Sanktionen auswirken. Mit dem staatlich kontrollierten Internet-Konzern VK spricht man außerdem über einen Verkauf des Nachrichten-Geschäfts und der Social Media-Plattform Zen.Die Wirkung der Sanktionen gegen Russland wird bei Yandex aber nicht erst mit den ausbleibenden Hardware-Lieferungen spürbar sein. Der Börsenwert des Unternehmens lag im letzten Herbst noch bei 31 Milliarden Dollar und ist nach dem Beginn der Ukraine-Invasion auf 6,8 Milliarden Dollar zusammengeschrumpft. Der Co-Chef Tigran Khudaverdyan musste außerdem seinen Posten räumen, um weitere Schäden für das Unternehmen zu vermeiden. Die EU hatte ihn zuvor persönlich auf eine Sanktionsliste gesetzt, weil er direkt im Vorfeld des Angriffs auf das Nachbarland an einem Treffen im Kreml teilgenommen hatte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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