Tesla: Brandenburg hat ab heute sein Auto-Werk mit Strahlkraft
Der Automobilkonzern Tesla hat heute seine erste Fabrik in Europa offiziell eröffnet. Konzerngründer Elon Musk will die ersten fertigen Autos persönlich an Kunden übergeben. Es gibt allerdings auch weiterhin Proteste.
In Grünheide bei Berlin laufen ab heute also tatsächlich Tesla-Fahrzeuge des Typs Model Y vom Band und gehen in den Handel. Für das Unternehmen hat das Werk eine besondere Bedeutung. Denn in Europa nimmt die Elektromobilität deutlich Fahrt auf und Tesla konnte die hiesigen Märkte bisher nur bedienen, indem Autos aus China oder den USA über die Weltmeere verschifft wurden. Jetzt kann zumindest ein Modell in größerem Stil vor Ort produziert werden.
Die Eröffnung der Fabrik hat aber auch für die Region Berlin-Brandenburg und auch ganz Deutschland eine Bedeutung. Wie hoch diese angesetzt wird, zeigt sich auch daran, dass prominente Gäste aus der Bundespolitik bei der Eröffnungsveranstaltung vorbeischauen: Sowohl Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sind vor Ort. Infografik: Teslas Gigafactory bei Berlin
In Grünheide sollen zukünftig bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr vom Band laufen. Auf dem Gelände wird darüber hinaus auch eine Batteriefabrik entstehen, in der Tesla selbst die Akku-Zellen für seine Fahrzeuge baut. Brandenburg wird damit Heimat der drittgrößten Autofabrik Deutschlands - was vor einigen Jahren wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
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Die Eröffnung der Fabrik hat aber auch für die Region Berlin-Brandenburg und auch ganz Deutschland eine Bedeutung. Wie hoch diese angesetzt wird, zeigt sich auch daran, dass prominente Gäste aus der Bundespolitik bei der Eröffnungsveranstaltung vorbeischauen: Sowohl Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sind vor Ort. Infografik: Teslas Gigafactory bei Berlin
Große Bedeutung für das Land
Denn mit dem Tesla-Werk verhält es sich wie mit vielen anderen Leuchtturm-Projekten, die letztlich nicht nur für sich alleine stehen. So handelt es sich um eine der ersten großen Industrie-Ansiedlungen aus dem High-Tech-Sektor, denen in Deutschland noch viele folgen sollen. Hinzu kommt, dass Tesla sich - ebenso wie inzwischen auch Intel - für einen Standort in Ostdeutschland entschieden hat. Und es ist bereits erkennbar, dass das Werk Impulse für weitere Ansiedlungen gibt. Nicht umsonst folgten der Entscheidung Teslas für den Standort auch die Ansiedlung verschiedener Batterie-Projekte in der Region - wie der Aufbau der Kathoden-Fertigung bei der BASF Schwarzheide und die Lithium-Veredelung in Guben.In Grünheide sollen zukünftig bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr vom Band laufen. Auf dem Gelände wird darüber hinaus auch eine Batteriefabrik entstehen, in der Tesla selbst die Akku-Zellen für seine Fahrzeuge baut. Brandenburg wird damit Heimat der drittgrößten Autofabrik Deutschlands - was vor einigen Jahren wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
E-Autos vs. Verkehrswende
Im Zuge der Eröffnungsfeierlichkeiten kam es aber auch zu Protesten. Zum Teil drehte es sich dabei erneut um die Wasserfrage. Brandenburg ist eine der trockensten Regionen Deutschlands und angesichts der Entwicklung der Klimakrise läuft es aktuell darauf hinaus, dass Grundwasser-Entnahmen rationiert werden - da ist ein neuer Großabnehmer bei einigen nicht gerade gern gesehen. Aber auch die größere Frage der Richtung, die der Klimaschutz nimmt, wurde aufgeworfen. Denn für viele Fachleute und Aktivisten ist es eben keine Verkehrswende, wenn einfach nur der Elektro- den Verbrennungs-Motor ersetzt. Demonstranten forderten, dass die massive Förderung von E-Autos gestoppt wird und mit dem Geld lieber Elektro-Busse für den Nahverkehr und E-Bikes unterstützt werden.Siehe auch:
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