Erstes Forensik-Tool knackt Apple T2-Chip-Sicherheit auf dem Mac
Apples T2-Sicherheits-Chip bot bislang eine starke Verschlüsselung, die es auch Behörden und Hackern schwer machte, die Sicherheitshürde zu umgehen. Doch jetzt gibt es ein erstes Forensik-Tool, das auch T2-Passwörter auslesen kann.
Das Unternehmen Passware hat dieses erste Tool angekündigt, das Passwörter von Macs mit Apples T2-Sicherheits-Chip knacken kann. Das meldet jetzt das Online-Magazin 9to5Mac. Für knapp 2000 Dollar können Ermittlungsbehörden weltweit das Tool bei Passware ordern. Für diese Summe bekommt der Käufer dann ein Jahr lang Updates. Das Tool dient laut dem Software-Entwickler der Wiederherstellung von Passwörtern und steht sowohl für Windows als auch für MacOS bereit. Um es einsetzen zu können, benötigt man allerdings den direkten Zugriff auf das "Zielsystem". Der zu knackende Mac muss per USB-C- oder Thunderbolt-Kabel an den Rechner angeschlossen werden, auf dem das Forensik-Tool läuft.
Das Passware Kit "Forensic T2 Add-on" ist für Strafverfolgungsbehörden und andere Arten von Regierungsorganisationen erhältlich. Privatunternehmen mit "berechtigtem geschäftlichem Bedarf", wie Passware schreibt, können sich ebenfalls um das Tool bewerben. Alle Bestellungen unterliegen der Überprüfung durch Passware. Damit will das Unternehmen verhindern, dass ihre Software in falsche Hände gerät.
Mit der Umstellung auf die von Apple entwickelten M-Prozessoren fiel im Übrigen der T2-Chip weg. Somit lassen sich neuere Macs durch das Tool nicht knacken.
Das Passware Kit "Forensic T2 Add-on" ist für Strafverfolgungsbehörden und andere Arten von Regierungsorganisationen erhältlich. Privatunternehmen mit "berechtigtem geschäftlichem Bedarf", wie Passware schreibt, können sich ebenfalls um das Tool bewerben. Alle Bestellungen unterliegen der Überprüfung durch Passware. Damit will das Unternehmen verhindern, dass ihre Software in falsche Hände gerät.
Wörterbuchangriff
Dass das Forensik-Tool realisiert werden konnte, liegt an einer T2-Sicherheitslücke, die es ermöglicht, die Sperranalyse zu umgehen. Dadurch kann das Tool einen sogenannten Wörterbuchangriff mit bekannten Passwörtern durchführen. Das dauert allerdings seine Zeit. Laut den Entwicklern werden 15 Passwörter pro Minute überprüft, bis man einen Treffer hat. Regulär verhindert der Chip genau die Methode, die das Forsensik-Tool nutzt - doch durch die Sicherheitslücke kann man das Sperren des Macs bei der massenhaften Eingabe von Passwörter umgehen.Mit der Umstellung auf die von Apple entwickelten M-Prozessoren fiel im Übrigen der T2-Chip weg. Somit lassen sich neuere Macs durch das Tool nicht knacken.
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