Augenimplantate werden durch Firmenpleite plötzlich nutzlos
Die BioTech-Branche wartet seit einiger Zeit mit beeindruckenden Entwicklungen auf. Problematisch wird es für ihre Kunden aber spätestens, wenn Produktlinien auslaufen oder gar Firmen pleite gehen, wie derzeit Nutzer von Augen-Implantaten zu spüren bekommen.
Die betroffenen Personen sind allesamt Kunden des Unternehmens Second Sight, wie das Spectrum-Magazin berichtet. Dieses arbeitete über viele Jahre an Implantaten, die es bestimmten erblindeten Menschen zumindest ermöglichte, wieder Helligkeits-Unterschiede und Schattenformen wahrzunehmen. In der alltäglichen Orientierung ist dies eine erhebliche Hilfe, wie die Nutzer der Systeme berichten.
Die Argus-Systeme des Unternehmens kamen bisher allerdings nur bei einer relativ kleinen Zahl von Nutzern zum Einsatz: Gerade einmal 350 Patienten wurden mit einem Implantat ausgestattet - denn die Technik und die Operation kosten zusammen rund 150.000 Dollar. Für jene, die den Preis zahlen konnten oder auf anderem Weg an das Produkt kamen, brachte die Technik nach eigenen Angaben eine große Erleichterung.
Denn Hilfe dürfte es dann kaum geben. Second Sight hat die Argus-Produktlinie im Grunde eingestellt und versucht seit inzwischen gut zwei Jahren einer kompletten Pleite zu entgehen. Ob noch eine Lösung für die Betroffenen gefunden wird, ist unklar. Dies zeigt, dass man sich bei solchen Technologien nicht einfach auf ein Startup verlassen sollte - und es auch Aufgabe der staatlichen Regulierung wäre, Vorkehrungen zu treffen.
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Die Argus-Systeme des Unternehmens kamen bisher allerdings nur bei einer relativ kleinen Zahl von Nutzern zum Einsatz: Gerade einmal 350 Patienten wurden mit einem Implantat ausgestattet - denn die Technik und die Operation kosten zusammen rund 150.000 Dollar. Für jene, die den Preis zahlen konnten oder auf anderem Weg an das Produkt kamen, brachte die Technik nach eigenen Angaben eine große Erleichterung.
Auf einmal wird es dunkel
Doch mit dieser kann es nun vorbei sein. Einige Kunden berichten bereits, dass ihre Systeme den Dienst eingestellt haben. So erklärte eine Patientin aus New York, dass sie gerade mit der U-Bahn unterwegs war und in eine andere Linie umsteigen wollte, als es dreimal piepte und sie plötzlich im Dunkeln stand. Andere leben inzwischen ständig in der Angst, dass irgendetwas passiert, das auch ihre Implantate zum Ausfall bringt.Denn Hilfe dürfte es dann kaum geben. Second Sight hat die Argus-Produktlinie im Grunde eingestellt und versucht seit inzwischen gut zwei Jahren einer kompletten Pleite zu entgehen. Ob noch eine Lösung für die Betroffenen gefunden wird, ist unklar. Dies zeigt, dass man sich bei solchen Technologien nicht einfach auf ein Startup verlassen sollte - und es auch Aufgabe der staatlichen Regulierung wäre, Vorkehrungen zu treffen.
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Christian Kahle
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