Missbrauch: E-Auto-Förderung mit längerer Haltepflicht im Gespräch
Die Förderung der Anschaffung von Elektroautos steht vor einem großen Umbau, die bisherigen Regelungen sollen nur noch für 2022 gelten. Nun ist durchgesickert, an welchen Stellschrauben die Regierung dabei drehen möchte - es geht auch um den Missbrauch der Prämien.
Das meldet das Online-Magazin der WirtschaftsWoche und beruft sich dabei auf eine Quelle im Bundeswirtschaftsministerium. Schon vor Monaten war bekannt geworden, dass die Förderung in der derzeitigen Form umgekrempelt werden soll. Nun ist auch klar, in welchen Bereichen es definitiv eine Reform geben soll. So meldet die WirtschaftsWoche, dass die Regierung mit der Neuregelung gegen den Missbrauch der Elektroauto-Förderung vorgehen wird: "Dabei werden wir auch die Thematik der Mindesthaltedauer in den Blick nehmen. Es wird auch eine Verlängerung der Mindesthaltedauer geprüft."
Infografik E-Auto-Prämie: Diese Autohersteller profitieren am meisten
Käufer, die für ein E-Auto eine Förderung beantragen, müssen dabei bislang garantieren, dass das neue Fahrzeug mindestens für sechs Monate in ihrem Besitz bleibt. Künftig soll diese Haltefrist verlängert werden. Im Gespräch ist eine Verlängerung der Mindesthaltedauer auf zwölf Monate. Die bislang kurze Frist soll dabei zu einem "Geschäftsmodell" geführt haben, bei dem die jungen Gebrauchten nach sechs Monaten ins Ausland exportiert werden. Dann "verpuffe" die Förderung im Grunde, denn sie trägt nichts zu der Vergrößerung der elektrisch betriebenen Fahrzeugflotte in Deutschland bei.
Siehe auch: Elektroauto-Akkus sind günstig wie nie - doch das wird nicht so bleiben
Käufer, die für ein E-Auto eine Förderung beantragen, müssen dabei bislang garantieren, dass das neue Fahrzeug mindestens für sechs Monate in ihrem Besitz bleibt. Künftig soll diese Haltefrist verlängert werden. Im Gespräch ist eine Verlängerung der Mindesthaltedauer auf zwölf Monate. Die bislang kurze Frist soll dabei zu einem "Geschäftsmodell" geführt haben, bei dem die jungen Gebrauchten nach sechs Monaten ins Ausland exportiert werden. Dann "verpuffe" die Förderung im Grunde, denn sie trägt nichts zu der Vergrößerung der elektrisch betriebenen Fahrzeugflotte in Deutschland bei.
Wartezeit für Neuwagen steigt
Attraktiv ist das auch, weil die Wartezeit für Neufahrzeuge immer weiter wächst. Durch Chipkrise und Lieferschwierigkeiten sind junge Gebrauchte derzeit viel stärker nachgefragt als noch vor einigen Jahren. Mit der Verlängerung der Mindesthaltedauer will die Regierung nun diesem Missbrauch der staatlichen Förderung entgegentreten. Man will verhindern, dass es ein attraktives Geschäftsmodell für Händler und Käufer wird, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium.Florierender Handel
Zahlen zu den vermutlichen Missbrauch-Fällen gibt es auch. Demnach sind rund 30.000 geförderte Fahrzeuge in den ersten Quartalen des Jahres 2021 als junge Gebrauchtwagen ins Ausland verkauft worden. Das bestätigte Stefan Bratzel, Automobilwirtschaftsprofessor und Direktor des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach der WirtschaftWoche.Siehe auch: Elektroauto-Akkus sind günstig wie nie - doch das wird nicht so bleiben
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