Microsoft ändert Defender-Zugriff, schließt acht Jahre alte Schwachstelle

Microsoft hat das Verhalten der Defender-Sicherheitslösung für Windows geändert. Hintergrund ist eine Sicherheitslücke, die es Hackern einfach machen könnte, die Schutz­funk­tion zu umgehen. Diese Schwachstelle ist nun geschlossen.
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Das meldet das Online-Magazin Bleeping Computer. Diese Sicherheitslücke betraf alle letzten Windows 10-Versionen. Angreifer konnten sie seit mindestens 2014 ausnutzen. Microsoft hat bisher dazu keine direkte Mitteilung veröffentlicht, aber es hat den Anschein, dass die Updates vom Februar Patch-Day die Schwachstelle schließen.

Microsoft hat die Schwachstelle laut dem Bericht durch ein sogenanntes "stilles Update" behoben, wie mehrere Sicherheitsexperten unabhängig voneinander bestätigten. Die Defender-Sicherheitslücke kann in Windows 10-Systemen nach der Installation der Windows-Updates vom Februar 2022 nicht mehr genutzt werden. Microsoft hat dazu eine Berechtigungsänderung durchgeführt, die vermutlich nicht nur über die allgemeinen Windows-Updates, sondern auch durch Microsoft Defender-Sicherheitsupdates hinzugefügt werden. Infografik: Cyberkriminelle nutzen Homeoffice als EinfallstorCyberkriminelle nutzen Homeoffice als Einfallstor Nutzer müssten dann nicht den Februar-Patch installieren, um wieder geschützt zu sein, sondern nur die Defender-Aktualisierungen erlauben. Um die Schwachstelle zu bereinigen, wird die Gruppe "Jeder" aus den Berechtigungen des Registrierungsschlüssels entfernt.

Hacker blendeten sich aus

Dadurch müssen Nutzer nun über Administratorrechte verfügen, um auf die Liste der Ausschlüsse über die Befehlszeile oder beim Hinzufügen von Ausschlüssen über die Windows-Sicherheitseinstellungen zugreifen zu können. Hacker hatten die vorherigen Einstellungen dafür verwendet, sich im Grunde selbst in die Liste der Ausschlüsse einzufügen, um nicht entdeckt zu werden: Die Schwachstelle im Microsoft Defender Antivirus erlaubte es Angreifern daher, bösartige Nutzdaten einzuschleusen und auszuführen, ohne die Malware-Erkennungsfunktion des Defender auszulösen.

Download So laufen Windows Defender und andere Antivirus-App nicht parallel Siehe auch:
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