Microsoft kündigt neue Grundsätze für einen "offenen" App Store an

Microsoft startet eine "Charme-Offensive", um im Vorfeld der Übernahmegenehmigung für den Activision-Deal die Behörden gut zu stimmen. Dabei verspricht Microsoft jetzt eine Offenheit für einen neuen App Store und will sich für einen fairen Wettbewerb starkmachen.
Microsoft, Windows, Logo, Launch, Microsoft Corporation, Ceo, Event, Keynote, Vorstellung, Livestream, Steve Ballmer, Gates, Windows Logo, Nadella, Einladung, Neuvorstellung, Veranstaltung, Microsoft CEO, Neuheiten, Events, Bühne, Elop, Produktneuheit, Redner, Microsoft Einladung
Der Schritt ist eine Reaktion auf die Bedenken von App-Entwicklern und Gesetzgebern hinsichtlich des Wettbewerbs auf dem Gaming-Markt, meldet das Wall Street Journal. Er folgt, nachdem Microsoft im Januar die gut 68 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Activision Blizzard angekündigt hatte. Microsoft hat nun in einem Blogbeitrag angekündigt, wie man sich die Zukunft mit einem "offenen" App Store vorstellt und wie der Konzern mit neuen Regeln versuchen will, als Vorreiter für die gesamte Software-Industrie zu fungieren.

"Wir konzentrieren uns mehr darauf, uns an die Regulierung anzupassen, als sie zu bekämpfen", erklärte Microsofts Firmenpräsident Brad Smith. Smith und CEO Satya Nadella haben die wichtigsten Punkte der neuen Regelungen jetzt der Presse vorgestellt.

Zu den Grundsätzen gehört ein offener Zugang für alle Entwickler, die Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllen. Offen bedeutet dabei auch, dass man Entwicklern keine Vorschriften machen will, welche Zahlungsabwicklung genutzt wird, und es soll auch offen sein, dass Entwickler die freie Wahl haben, wie sie mit ihren Nutzern kommunizieren. Ebendiese Punkte stehen derzeit im Fokus im Streit um Apples App Store.

Neue Chancen mit Activison-Übernahme

Zudem will Microsoft die Chance nutzen, um Apps auf Geräten anzubieten, für die der Konzern zuvor keinen Zugang hatte und alle bisherigen Vereinbarungen von Activision einhalten.

"Um das klarzustellen: Microsoft wird Call of Duty und andere beliebte Titel von Activision Blizzard während der Laufzeit der bestehenden Vereinbarung mit Activision weiterhin auf PlayStation verfügbar machen. Und wir haben Sony gegenüber zugesagt, dass wir diese Titel auch über die bestehende Vereinbarung hinaus für PlayStation zur Verfügung stellen werden, damit die Sony-Fans auch weiterhin die Spiele genießen können, die sie lieben. Wir sind auch daran interessiert, ähnliche Schritte zu unternehmen, um Nintendos erfolgreiche Plattform zu unterstützen. Wir glauben, dass dies das Richtige für die Branche, für die Spieler und für unser Geschäft ist", heißt es in der Stellungnahme.

Die Regeln für den App Store orientieren sich laut Microsoft an der Gesetzgebung, die in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern in Erwägung gezogen wird. "Wir haben diese Prinzipien entwickelt, um Microsofts wachsender Rolle und Verantwortung gerecht zu werden, während wir den Prozess der behördlichen Genehmigung in den Hauptstädten der Welt für unsere Übernahme von Activision Blizzard beginnen", so das Unternehmen in dem Blogbeitrag.

Weitere Zusagen, die Microsoft nun macht, sind, dass die eigenen Apps im eigenen App Store denselben Standards unterliegen würden wie die Apps von Konkurrenten und dass sie keine nicht-öffentlichen Informationen aus dem App Store verwenden würden, um mit Konkurrenten zu konkurrieren. Außerdem verpflichtete sich das Unternehmen, Microsoft-Apps gegenüber anderen Apps nicht in unangemessener Weise zu bevorzugen oder zu bewerten.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!