Mega-Deal geplatzt: Nvidia gibt Übernahme von ARM auf, Börsengang
Der größte Chipdeal der Geschichte ist geplatzt. Nvidia muss auf die Übernahme des Chipdesigners ARM verzichten. Hintergrund sind zu hohe regulatorische Hürden, wegen denen ARM-Eigner SoftBank und Nvidia das höchst ambitionierte Vorhaben jetzt abgesagt haben.
Nvidia wollte ARM zu einem Preis von rund 40 Milliarden Dollar übernehmen. Es wäre die bisher größte Übernahme im Chip-Markt gewesen und hätte gigantische Folgen, auch wenn die Beteiligten dies bisher stets abstritten. ARM entwickelt die grundlegenden Designs der Rechenkerne für CPUs und GPUs, die in praktisch allen heute erhältlichen Smartphones und vielen anderen mobilen Geräten wie etwa Tablets zum Einsatz kommen.
Nvidia kommentierte das Geschehen kaum und verwies lediglich darauf, dass man weiterhin die Lizenz zur Entwicklung und Fertigung von ARM-basierten Plattformen behält, die Nvidia schon seit 20 Jahren innehat. Auf Seiten von ARM gibt es hingegen größere Konsequenzen. Der Manager René Haas übernimmt den Posten des CEOs und soll mithelfen, den Börsengang vorzubereiten.
Allerdings muss Nvidia die schon als Anzahlung hinterlegten 1,25 Milliarden Dollar an SoftBank zahlen, welche für den Fall reserviert wurden, dass das Übernahmevorhaben wie jetzt geschehen scheitern sollte. Zu ARMs Lizenznehmern gehören neben Nvidia auch Anbieter wie Apple, Qualcomm, MediaTek und Samsung, die zusammen praktisch den gesamten Markt für mobile Endgeräte mit ihren ARM-basierten Plattformen abdecken.
Siehe auch:
Wettbewerbshüter in aller Welt schufen (zu) hohe Hürden
Die Übernahme scheitert nun aufgrund zu hoher regulatorischer Hürden, hieß es von dem japanischen Konzern SoftBank, zu dem ARM seit einigen Jahren gehört. Zuletzt hatte unter anderem die US-Handelsaufsicht FTC eine Klage gegen das Vorhaben angekündigt. Statt ARM an Nvidia zu verkaufen, will SoftBank das Unternehmen jetzt auf einen Börsengang vorbereiten und somit als unabhängige Firma in den Markt führen. Der Börsengang soll nach dem Willen von SoftBank noch vor Jahresfrist erfolgen.Nvidia kommentierte das Geschehen kaum und verwies lediglich darauf, dass man weiterhin die Lizenz zur Entwicklung und Fertigung von ARM-basierten Plattformen behält, die Nvidia schon seit 20 Jahren innehat. Auf Seiten von ARM gibt es hingegen größere Konsequenzen. Der Manager René Haas übernimmt den Posten des CEOs und soll mithelfen, den Börsengang vorzubereiten.
Allerdings muss Nvidia die schon als Anzahlung hinterlegten 1,25 Milliarden Dollar an SoftBank zahlen, welche für den Fall reserviert wurden, dass das Übernahmevorhaben wie jetzt geschehen scheitern sollte. Zu ARMs Lizenznehmern gehören neben Nvidia auch Anbieter wie Apple, Qualcomm, MediaTek und Samsung, die zusammen praktisch den gesamten Markt für mobile Endgeräte mit ihren ARM-basierten Plattformen abdecken.
Siehe auch:
- ARM-Übernahme: Nvidia sieht den 40 Milliarden-Deal bereits platzen
- Nvidia-Pläne zur Übernahme ARMs wohl vor dem Aus - FTC will klagen
- ARM-Übernahme: Großbritannien prüft Gefahr für nationale Sicherheit
- ARM-Chef: Alle außer der Chip-Industrie sind an der Krise schuld
- Chinesische Regierung bremst die Übernahme von ARM durch Nvidia
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