VPNLab.net offline: Polizei schaltet VPN-Anbieter im Darknet ab
Europol hat den von Ransomware-Banden genutzten Dienst VPNLab.net abgeschaltet und ist dabei auf eine Liste mit bevorstehenden Cyberangriffen gestoßen. Mehr als 100 Firmen wurden jetzt benachrichtigt, dass sie im Visier der Cyberkriminellen stehen.
Das geht aus einer Pressemeldung hervor, die die Polizei Hannover zusammen mit der Polizeibehörde Europol herausgegeben hat. Die Behörden hatten dabei schon seit Längerem gegen den VPN-Anbieter VPNLab ermittelt und jetzt 15 Server beschlagnahmt, die von VPNLab in Deutschland, den Niederlanden, Kanada, der Tschechischen Republik, Frankreich, Ungarn, Lettland, der Ukraine, den USA und Großbritannien betrieben wurden.
Europol sagte, dass sie aufgrund der auf den Servern gefundenen Daten in der Lage waren, mehr als 100 Unternehmen über drohende Cyberangriffe zu informieren (via Spiegel). "Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten direkt mit diesen potenziellen Opfern zusammen, um ihre Gefährdung zu mindern", so Europol heute.
"Die im Rahmen dieser Untersuchung durchgeführten Maßnahmen machen deutlich, dass Kriminelle immer weniger Möglichkeiten haben, ihre Spuren im Internet zu verwischen", sagte Edvardas Šileris, Leiter des Europäischen Zentrums für Cyberkriminalität von Europol. Die Abschaltung von VPNLab ist der zweite große Fall, in dem Strafverfolgungsbehörden gegen einen VPN-Anbieter vorgehen, der vorrangig von kriminelle Gruppen genutzt wird. Europol und die niederländische Polizei hatten im Juni letzten Jahres DoubleVPN abgeschaltet.
"Ein wichtiger Aspekt dieser Aktion ist es, zu zeigen, dass diese Dienste nicht kugelsicher sind, wenn Dienstanbieter illegale Handlungen unterstützen und auf Anfragen von Strafverfolgungsbehörden keine Informationen bereitstellen", sagte Volker Kluwe, Leiter der Polizeidirektion Hannover, deren Abteilung die Ermittlungen leitete.
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Europol sagte, dass sie aufgrund der auf den Servern gefundenen Daten in der Lage waren, mehr als 100 Unternehmen über drohende Cyberangriffe zu informieren (via Spiegel). "Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten direkt mit diesen potenziellen Opfern zusammen, um ihre Gefährdung zu mindern", so Europol heute.
OpenVPN-Anbieter im Darknet
VPNLab.net war dabei den Behörden als ein Anbieter von virtuellen privaten Netzwerken aufgefallen, der seine Dienste im kriminellen Untergrund anbot und verschiedene Cybercrime-Gruppen, darunter auch Ransomware-Gangs, bediente. Laut Europol nutzen vor allem Cyberkriminelle die Infrastruktur, um ihre eigenen Verbindungsdaten zu verschleiern und damit ihre Spuren bei Erpressungen zu verwischen. Das Netzwerk gab es dabei seit 2008. Der Dienst basierte auf der OpenVPN-Technologie, verwendete eine 2048-Bit-Verschlüsselung und ein Netzwerk von Diensten zur Verschlüsselung und Anonymisierung von Verbindungen für seine Kunden - und das alles für 60 US-Dollar pro Jahr."Die im Rahmen dieser Untersuchung durchgeführten Maßnahmen machen deutlich, dass Kriminelle immer weniger Möglichkeiten haben, ihre Spuren im Internet zu verwischen", sagte Edvardas Šileris, Leiter des Europäischen Zentrums für Cyberkriminalität von Europol. Die Abschaltung von VPNLab ist der zweite große Fall, in dem Strafverfolgungsbehörden gegen einen VPN-Anbieter vorgehen, der vorrangig von kriminelle Gruppen genutzt wird. Europol und die niederländische Polizei hatten im Juni letzten Jahres DoubleVPN abgeschaltet.
"Ein wichtiger Aspekt dieser Aktion ist es, zu zeigen, dass diese Dienste nicht kugelsicher sind, wenn Dienstanbieter illegale Handlungen unterstützen und auf Anfragen von Strafverfolgungsbehörden keine Informationen bereitstellen", sagte Volker Kluwe, Leiter der Polizeidirektion Hannover, deren Abteilung die Ermittlungen leitete.
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