Roboter auf dem Vormarsch:
Industrie-Quote in 5 Jahren verdoppelt

Roboter verbreiteten sich zuletzt in einer rasanten Geschwindigkeit. Deutschland gehört dabei sogar zu einem der Spitzenreiter. Keine andere Volkswirtschaft in Europa konnte zuletzt einen höheren Automatisierungs-Grad aufweisen.
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Auf 10.000 Beschäftigte in der Industrie kamen im Jahr 2015 im weltweiten Durchschnitt gerade einmal 66 Roboter. Die Zahl ist seitdem auf 126 Stück angewachsen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Branchenverbandes International Federation of Robotics (IFR) hervor. In Deutschland kommen auf 10.000 Mitarbeiter in den produzierenden Betrieben bereits 371 Industrie-Roboter.

Einen höheren Automatisierungsgrad können bisher nur Länder in Asien ausweisen: Südkorea, Singapur und Japan rangieren noch vor Deutschland. Auf dem 5. Platz folgt Schweden. Dass es auch ganz anders aussehen kann, zeigt Großbritannien: Es ist das einzige G7-Land, in dem die Roboter-Dichte mit 101 Stück pro zehntausend Beschäftigte unter dem weltweiten Durchschnitt liegt.


China geht steil

Besonders schnell nach oben entwickelt sich hingegen wie auch in anderen Bereichen die chinesische Volkswirtschaft. Binnen nur fünf Jahren hat sich die Verbreitung hier um fast 200 Einheiten pro zehntausend Beschäftigte auf nun 249 gesteigert. Damit ist China binnen nur weniger Jahre in die Top 10 vorgerückt und belegt jetzt den 9. Platz. Und es ist anzunehmen, dass die Entwicklung hier noch weitergehen wird.

Das dürfte letztlich auch den Weltmarkt bei den Roboter-Herstellern noch einmal durcheinanderwirbeln. Derzeit liegt der japanische Hersteller Nippon hier klar auf dem Spitzenplatz. 45 Prozent der weltweit eingesetzten Industrieroboter werden von diesem geliefert. Wenn die chinesischen Anbieter hier allerdings nachziehen, dürfte sich diese klare Führungsposition auch schnell erledigt haben.

Insgesamt sind rund um die Welt derzeit rund drei Millionen Industrieroboter im Einsatz. Allerdings deutete sich in den vergangenen Jahren bereits an, dass die Automatisierung zu einem neuen Sprung ansetzt, da insbesondere durch die neuen KI-Technologien wesentlich flexiblere Maschinen möglich werden, die sich ganz neue Fertigungsbereiche erschließen und dort menschliche Arbeiter ersetzen werden.

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