Birds Aren't Real: Große Bewegung klärt über Vogel-Verschwörung auf

In diversen Städten der USA dürften sich Menschen verwundert die Augen reiben. Denn im Rahmen einer Kampagne auf Werbeflächen wird aufgeklärt: "Vögel gibt es nicht!" Der Bevölkerung soll hier eine wahrscheinlich recht unangenehme Wahrheit nähergebracht werden. Und die lautet: Was die meisten Menschen als Vögel identifizieren, sind eigentlich Drohnen der US-Regierung, mit denen die Bürger überwacht werden. Vor einigen Jahrzehnten seien nahezu alle Tiere durch künstliche Systeme ersetzt worden. Einer der Belege: Die Städte sind voller Tauben, wen immer man aber auch fragt, niemand hat je ein Tauben-Küken gesehen.

Hunderttausende Anhänger hat die Bewegung hinter der Kampagne inzwischen, es gibt große Twitter-Kanäle, Dokumentationen auf YouTube und kürzlich fand sogar eine Demonstration vor dem Twitter-Hauptquartier statt, weil das Social Network mit seinem Logo vermeintlich die falsche Vogel-Theorie stützt, berichtete die New York Times.



Bei der ganzen Sache handelt es sich natürlich um eine Satire. Der kleine Kreis jener, die bereits im Jahr 2017 mit dem Fake-Verschwörungsmythos anfingen, dürften selbst nicht auch nur annähernd geglaubt haben, dass aus ihrem Spaß eine so große Bewegung wird. Lange blieb es auch bei einer ziemlich kleinen Sache, doch in den letzten Wochen nahm die Geschichte richtig Fahrt auf. Überall in den USA finden inzwischen Aktionen eines Aktivisten-Netzwerkes statt, das sich Bird Brigade nennt und den "Birds Aren't Real"-Slogan in vielfältiger Form verbreitet.

Faktoren passen

Dass die Satire ausgerechnet in der letzten Zeit so massiv durchstartet, dürfte vor allem daran liegen, dass sich viele junge Menschen kaum noch anders zu helfen wissen. Schon in der Trump-Zeit war immerhin der QAnon-Mythos, laut dem die Welt von einer Elite kinderentführender Demokraten kontrolliert wird, massiv gewachsen. Und nun, da viele dachten, dass sich die Dinge nach dem Regierungswechsel wieder normalisieren, muss man sich in allen möglichen Lebenslagen mit Impfgegnern und anderen Wissenschafts-Feinden auseinandersetzen.

Ein Problem damit, dass die Bewegung so ein Selbstläufer wird, haben jene, die schon länger dabei sind, keineswegs. "Wenn jemand tatsächlich glaubt, dass Vögel nicht real sind, dann ist dies wohl sein kleinstes Problem. Denn dann gibt es wahrscheinlich auch keinen anderen Verschwörungsmythos, an den er nicht glauben würde", erklärte Connor Gaydos, dessen schon länger existierender Vertrieb von "Birds Aren't Real"-Merchandise auf einmal hohe Umsatzsteigerungen erzielt.

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