Süße Katzenvideos massiv für Verschwörungs-Propaganda missbraucht
Nutzer der diversen Social Media-Plattformen müssen zunehmend sogar schon beim Teilen lustiger und süßer Katzenvideos ordentlich Medienkompetenz walten lassen. Denn diese werden zunehmend zum Transport von Falschinformationen und Propaganda genutzt.
Es ist dabei keineswegs so, dass die Videos von diversen herzergreifenden Haustiergeschichten selbst entsprechende Inhalte transportieren. Sie dienen aber entsprechenden Publikationen als wichtiges Lockmittel, um User anzulocken. Das geht aus einem aktuellen Bericht der New York Times hervor, die dafür verschiedene Angebote unter die Lupe genommen hat.
Vorreiter in dem Bereich ist demnach die Epoch Times. Dabei handelt es sich um eine Publikation, die in zahlreichen Sprachen erscheint und von der chinesischen Falun Gong-Bewegung herausgegeben wird. Die eigentlichen Inhalte des Mediums erstrecken sich von Beiträgen, die sich kritisch mit dem chinesischen Regime auseinandersetzen, bis hin zu rechtspopulistischer Propaganda. Hierzulande gehört es mit zu den festen Angeboten, die von der neurechten Verschwörungs-Szene genutzt werden.
Die Beiträge stammen in der Regel von spezialisierten Plattformen wie Jukin Media und ViralHog. Mit diesen haben Epoch Times aber auch andere Publikationen aus diesem Milieu längst Lizenzverträge laufen, die freien Zugang zu den entsprechenden Inhalten ermöglichen. Es handelt sich hier also tatsächlich um eine Marketing-Strategie, während es für viele Facebook-Nutzer eher danach aussieht, als hätte die Redaktion zwischendurch mal ein unterhaltsames Video geteilt.
Jukin Media bestätigte, dass man Verträge mit Epoch Times und auch hunderten anderen Medien weltweit und mit unterschiedlichsten Hintergründen unterhält. Gleiches gilt für ViralHog, dessen Gründer Ryan Bartholomew sich auf die Position zurückzieht, dass es vollständig in den Händen der Lizenznehmer liegt, wie sie die Inhalte einsetzen, für die sie gezahlt haben. Insofern müssen auch die eigentlichen Urheber der Haustier-Videos damit rechnen, dass ihre Lieblinge jederzeit dafür genutzt werden können, im besten Fall seltsame Inhalte zu befördern.
Siehe auch:
Vorreiter in dem Bereich ist demnach die Epoch Times. Dabei handelt es sich um eine Publikation, die in zahlreichen Sprachen erscheint und von der chinesischen Falun Gong-Bewegung herausgegeben wird. Die eigentlichen Inhalte des Mediums erstrecken sich von Beiträgen, die sich kritisch mit dem chinesischen Regime auseinandersetzen, bis hin zu rechtspopulistischer Propaganda. Hierzulande gehört es mit zu den festen Angeboten, die von der neurechten Verschwörungs-Szene genutzt werden.
Alles andere als Einzelereignisse
Allein in diesem Jahr wurden auf den 103 Facebook-Pages, die dem Epoch Times-Netzwerk zuzurechnen sind, 12.062 Postings der typischen Süße-Tiere-Videos gezählt. Diese sammelten zusammen rund 4 Milliarden Klicks ein. In der Videobeschreibung gibt es dann Links zu anderen Inhalten des Netzwerkes, so dass hier auch User auf den Content geleitet werden, die man sonst eher nicht erreichen würde.Die Beiträge stammen in der Regel von spezialisierten Plattformen wie Jukin Media und ViralHog. Mit diesen haben Epoch Times aber auch andere Publikationen aus diesem Milieu längst Lizenzverträge laufen, die freien Zugang zu den entsprechenden Inhalten ermöglichen. Es handelt sich hier also tatsächlich um eine Marketing-Strategie, während es für viele Facebook-Nutzer eher danach aussieht, als hätte die Redaktion zwischendurch mal ein unterhaltsames Video geteilt.
Jukin Media bestätigte, dass man Verträge mit Epoch Times und auch hunderten anderen Medien weltweit und mit unterschiedlichsten Hintergründen unterhält. Gleiches gilt für ViralHog, dessen Gründer Ryan Bartholomew sich auf die Position zurückzieht, dass es vollständig in den Händen der Lizenznehmer liegt, wie sie die Inhalte einsetzen, für die sie gezahlt haben. Insofern müssen auch die eigentlichen Urheber der Haustier-Videos damit rechnen, dass ihre Lieblinge jederzeit dafür genutzt werden können, im besten Fall seltsame Inhalte zu befördern.
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