13.500 km: Mikro-Satellitensender zeigt den Rekordflug eines Zugvogels
Satelliten-Sender lassen sich inzwischen so winzig und leicht bauen, dass Biologen einzigartige neue Einblicke in das Wanderverhalten von Zugvögeln erhalten. So beobachtete man jüngst einen absoluten Rekordflug über eine enorme Distanz.
Erzielt wurde die Spitzenleistung von einer Pfuhlschnepfe. Dabei handelt es sich um einen etwa 40 Zentimeter langen Vogel, der gerade einmal zwischen 230 und 360 Gramm wiegt. Um dessen Flug von einem Tracking-System nicht zu stark behindern zu lassen, muss dieses entsprechend klein und trotzdem sehr leistungsfähig sein. Der kleine Sender wurde vor einiger Zeit in Alaska an einem Jungvogel angebracht, der erst in diesem Jahr schlüpfte. Dies geschah unter Federführung des Vogelverfolgungsprojekts des Max-Planck-Instituts für Ornithologie.
Am 13. Oktober startete die junge Pfuhlschnepfe mit der Satellitennummer 234684 von Alaska aus ihren Flug in wärmere Gefilde, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Der Weg führte westlich von Hawaii entlang immer weiter über den Pazifischen Ozean. Am 19. Oktober passierte der Vogel den Inselstaat Kiribati. Dann dauerte es erneut zwei Tage, bis er wieder Land sah, allerdings flog er auch über Vanuatu hinweg immer weiter nach Süden. Der Weg ging weiter zwischen Australiens Ostküste und Neuseeland entlang.
Sean Dooley von BirdLife Australia sagte dazu: "Das Erstaunlichste ist, dass die Jungvögel getrennt von den erwachsenen Vögeln wandern. Die erwachsenen Vögel verlassen die Arktis manchmal bis zu sechs Wochen früher." Die Forscher nehmen an, dass die Jungvögel instinktiv sich so lange wie möglich Energiereserven anfressen, bevor sie zu einem solch langen Flug abheben.
Am 13. Oktober startete die junge Pfuhlschnepfe mit der Satellitennummer 234684 von Alaska aus ihren Flug in wärmere Gefilde, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Der Weg führte westlich von Hawaii entlang immer weiter über den Pazifischen Ozean. Am 19. Oktober passierte der Vogel den Inselstaat Kiribati. Dann dauerte es erneut zwei Tage, bis er wieder Land sah, allerdings flog er auch über Vanuatu hinweg immer weiter nach Süden. Der Weg ging weiter zwischen Australiens Ostküste und Neuseeland entlang.
Getrennt von den Eltern
Am 23. Oktober bogen der Vogel und alle anderen, die mit ihm flogen, scharf rechts ab und flogen nach Westen, um am 25. Oktober in Tasmanien anzukommen. Obwohl mehrmals Land überflogen wurde, legte der Vogel keine Pause ein. Somit ist er nonstop über elf Tage eine Strecke von 13.560 Kilometern geflogen - und das im Alter von gerade einmal fünf Monaten.Sean Dooley von BirdLife Australia sagte dazu: "Das Erstaunlichste ist, dass die Jungvögel getrennt von den erwachsenen Vögeln wandern. Die erwachsenen Vögel verlassen die Arktis manchmal bis zu sechs Wochen früher." Die Forscher nehmen an, dass die Jungvögel instinktiv sich so lange wie möglich Energiereserven anfressen, bevor sie zu einem solch langen Flug abheben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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