Angespielt: Halo Infinite - Master Chiefs Rückkehr zu neuer Stärke

Das Spiel, das mit Pauken und Trompeten die Ära Xbox Series X starten sollte, hat sich um ein Jahr verspätet. Jetzt ist Halo Infinite da, nach dem vorzeitigen Start der Multiplayer-Beta wird nun auch die Kampagne veröffentlicht. Wir haben die Rückkehr des Master Chief angespielt. Es ist wahrscheinlich kein Zufall und für die Serie auch kein ungewöhnlicher Startort, aber das neueste Abenteuer des Master Chief beginnt in den etwas unspektakulären Gängen eines Raumschiffs. Nach einer kurzen Einführung, die uns in Erinnerung (oder auch nicht) ruft, was mit dem Helden zuletzt passiert ist, finden wir uns an Bord eines Raumschiffes wieder. Dort treffen wir den nervösen und ängstlichen Piloten Echo-216 und holen in den ersten Missionen The Weapon ab, die fröhlich-fatalistische Nachfolgerin von Cortana.

Was bisher geschah: Hä?

Und ganz ehrlich: Der Autor dieser Zeilen (auch wenn er alle Hauptteile und die meisten Ableger gespielt hat) gehört nicht zu jenen, die die Story von Halo noch nachvollziehen können: Covenant, Banished, Forerunners, Prometheans, Flood und wie sie alle heißen, Artefakte, mystische Stationen, KIs etc. pp. Das ist alles längst nicht mehr ohne ein Semester an der Halo-Universität zu verstehen. Macht das was? Nein. Denn Halo Infinite kann auch einfach gesehen und genossen werden: Master Chief knallt Aliens ab und rettet die Menschheit und das Universum - nicht mehr, nicht weniger.


Der Beginn kann jedenfalls als Hommage an die Anfänge der Serie gesehen werden. Danach stattet man einer teilweise zerstörten Halo-Ring-Raumstation einen Besuch ab und holt dort die neue KI-Begleiterin The Weapon ab. Nach diesen ersten Missionen und einem ersten Zwischenboss (mit neuen sichtbaren Schild- und Lebensbalken) geht es dann auf die Planetenoberfläche - und hier beginnt das neue Abenteuer erst richtig. Auch das kann übrigens als Verweis auf Halo: Combat Evolved gesehen werden, denn auch im ersten Spiel der Reihe ging es recht bald auf die Planetenoberfläche.

Damit enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten, denn Planet Zeta Halo ist eine völlig andere Shooter-Baustelle. Das liegt natürlich daran, dass sich Entwickler 343 Industries in Halo Infinite für eine (halb)offene Spielwelt entschieden hat.

Halboffen - aber auch aus einem Guss?

Das bedeutet, dass die Kampagne zwar letztlich nach wie vor zu absolvierende Eckpunkte hat und damit auch eine lineare Story erzählt, man aber in einer mehr oder weniger offenen Spielwelt unterwegs ist. Konkret erobert man Wegpunkte und Basen, befreit UNSC Marines und schaltet damit Waffen, Werkzeuge, Fahrzeuge und auch NPC-Helfer frei. Auch die Karte bzw. deren Bereiche werden nach und nach freigeschaltet.


Die (Neben-)Missionen schalten nicht nur so genannte Spartan-Kerne frei, mit denen man die Spezialfähigkeiten von Master Chief - darunter Greifhaken, Schild, Scanner etc. - verbessern kann, sondern auch Teile der Mjolnir-Rüstung, die als kosmetische Gegenstände im Multiplayer verwendet werden können.

Böse Bösewichte sind böse

Die Story selbst ist, nun, ziemlicher Quark. Das liegt vielleicht daran, dass sich - wie erwähnt - einige oder viele längst nicht mehr auskennen, was in Halo eigentlich vor sich geht. In Infinite sind Oberschurke Escharum sowie seine Banished nun einmal böse und wollen die Menschheit auslöschen. Warum? Gegenfrage: Ist das wichtig? Nein, denn trotz aller Atmosphäre und pseudo-mystischer Story war und ist Halo letztlich nur ein Spiel, bei dem die Shooter-Action im Vordergrund stand. Salopp gesagt: Es darf und soll geballert werden.

Die Action findet zwar in neuer "Umgebung" statt, die offene Spielwelt von Halo Infinite ist aber nicht mit anderen Spielen dieser Art zu vergleichen. Man erfüllt keine Aufträge, bei denen man etwas von A nach B bringen muss, die einzelnen Örtlichkeiten werden quasi als Mini-Level inszeniert. Freilich ist und bleibt Halo Infinite ein Shooter, es geht in diesen Bereichen also letztlich fast ausschließlich darum, alle anwesenden Gegner zu beseitigen.

Freiheit mit Grenzen

Das hat durchaus Vor- und Nachteile. Denn man gewinnt Flexibilität, gleichzeitig übertreiben es die Entwickler nicht mit der Freiheit. Denn mitunter leiden Open-World-Shooter an einer gewissen Ziellosigkeit. 343 Industries hat hier sicherlich einen guten Mittelweg gefunden, denn die bis ins letzte Detail durchgescripteten Schlauch-Levels vieler Shooter können viele Gamer auch nicht mehr sehen.

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